Freitag, 1. Mai 2020

Fundstück: : Erinnerungen an ein Konklave

Peter Seewald hat in "Die Tagespost"  einen Ausschnitt aus seiner Papst-Benedikt XVI-Biographie veröffentlicht, bei dem es um die Machenschaften der St. Gallen-Mafia beim Konklave 2005 geht.
Hier geht´s zum Original: klicken 

Unter dem Titel:

"DAS KONKLAVE VON 2005" 

beginnt der Artikel so- ZITAT

"Bei einem Konklave kann alles passieren. Nichts ist unmöglich. Allerdings gilt die Regel, daß, wer als Papst in ein Konklave hineingeht, als Kardinal wieder herauskommt. Stundenlang hatten die Gläubigen auf dem Petersplatz auf ein erstes Zeichen gewartet. Endlich. Als am Montag, 18. April, kurz nach 20.00 Uhr aus dem Kamin der Sixtina erste Rauchschwaden aufstiegen, schien das Warten ein Ende zu haben. Wie nach einem Schuss, wenn eine Schar von Tauben auffliegt, lief die Menge von überallher in die Mitte des Platzes. "Papa, Papa", riefen die Ersten. Andere blickten gebannt auf den Kamin oder die riesigen TV-Wände, die den Rauchfang in Großaufnahme zeigten. 
"Black or white?", rief eine Nonne im Vorbeilaufen. Die Angesprochenen zuckten mit den Schultern. Erkennbar pufften nun die ersten Orakelwolken in den römischen Himmel. Aber sie waren schwarz. Eindeutig. Und ein wenig betröppelt, wie nach einem Fußballspiel, bei dem die Heimmannschaft verloren hat, trotteten die Menschen zurück zu ihren Plätzen, nach Hause oder in eine der Bars, um sich von der Aufregung des Tages zu erholen."  (...)

Quelle: 
Die Tagespost, P.Seewald

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