Montag, 18. Mai 2020

Über das Nichtsingen im Gottesdienst, eine ernste und eine humorvolle Sichtweise

Bloggerkollege Superpellicum hat sich hier mit den neuesten Gottesdienstvorschriften auseinandergesetzt und ja für Katholikens ist das einfach nur so retro, dass er es einfach vergessen hat, vorreformatorisch sozusagen.
Die da oben am Altar machen und er sitzt da unten und ist still, wie es in der orthodoxen Liturgie ja immer noch so ist, wo man sogar den Altar nicht sieht, weil er, mitsamt dem wandelnden Pfarrer hinter der Ikonstase verschwunden ist und alles was man tun kann, ist, sich in die Versenkung zu versenken.


Letzteres ist etwas was einem in den von ständiger Rederitis geprägten modernen Gottesdiensten doch sehr verunmöglicht wird, Man muss ja immer was machen , singen, aufstehen, knien, händeschütteln, vorgehen. antworten, sitzen und nicht vergessen das Geld in den Klingelbeutel werfen und sich hinterher in irgendwelche Listen eintragen und das Ganze eben jedesmal anders, also so dass man nicht in die Routine gelangen kann, und die heilsame Wirkung des gesegneten Kirchenschlafes sich genau nicht einstellen kann.
Letzteres ist mir sehr ernst, weil es wirklich nichts heilsameres gibt als den gesegneten Kirchenschlaf, wo man in der absoluten Sicherheit der absoluten Geborgenheit in der unbedingten Liebe und Fürsorge Gottes wirklich komplett abschalten kann, aber von sowas verstehen unsere hyperaktiven Funktionäre, und dem Herrn sei's geklagt erst recht die gerne Funktionäre seien wollenden Laiinnen nun leider überhaupt nichts.
Von daher hat die gegenwärtige Situation auch so ihre Vorteile, man kann durchaus in Stille vor den Herrn treten und sich dort ausruhen von der permanenten., jahrzehntelangen Ansprecherei und Mitmacherei und im Gottesdienst einfach mal die Klappe halten, so wie es schon Paulus empfohlen hat. Wobei wir ja mittlerweile im 21 Jahrhundert angekommen sind und diese Empfehlung  des  hl. Paulus auch durchaus von den Männern als an sie gerichtet angesehen werden kann, weil wir ja Emanzipation haben, weswegen das was der heilige Paulus an die Schwestern schreibt auch für die Brüder gilt. oder so.
Und schon im AT heißt es: "Alle Welt schweige in der Gegenwart des Herrn!"
Soweit die ernste Sichtweise die durchaus ihre satirischen Momente hat, wie es ja nichts ernsteres gibt als einen guten Witz,

Aber man kann das auch gleich mit Humor nehmen und das wir, wie ja oben geschrieben, wir im 21. Jahrhundert angekommen sind und auch Ökumene haben, weswegen wir hier auf das von der lutherischen Gemeinde in Thüringen produzierte Video verweisen und wie gesagt, es gibt nichts ernsteres als eine gute Satire und das ist es .

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