Mittwoch, 30. September 2020

Musik am Abend

Vor 50 Jahren -zur Feier des 200. Geburtstages 
Glenn Gould spielt das 5. Klavierkonzert

 

Ein heidnischer Hof....

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae eine Überlegung von Super Ex zur "Hofhaltung" von Papst Franziskus veröffentlicht.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"SUPER EX: DER VATICAN IN ROM ÄHNELT EINEM HEIDNISCHEN HOF..."

Liebe Stilumcuriale. Super Ex (Ex der Bewegung für das Leben, Ex von Avvenire und anderer dem Namen nach katholischer Schubladen) hat uns -in einem seltenen aber wertvollen Augenblick seine Überlegung zur causa Becciu geschickt. Wir danken ihm vielmals und beeilen uns, sie mit Ihnen zu teilen...gute Lektüre! 

§§§

"Gott sieht ja wirklich alles und Ehrlichkeit zahlt sich aus - früher oder später nicht nur dort; sondern auch auf dieser Erde.

Würde Bergoglio glauben, daß diese alte Überzeugung, die für alle Menschen gilt, auch nur ein bißchen religiösen Sinn hat, hätte er seinem Pontifikat keine machiavellistische Gerissenheit aufgedrückt. Weil er aber vor allem an sich selbst glaubt, an seine Schlauheit, seine angenommene Fähigkeit, die Massen anzuziehen etc. ...hat er von Anfang an ein gewagtes Spiel- aber sehr gefährliches Spiel gespielt, Er stützt sich auf zwei Pfeiler - die Unterstützung durch eine kirchenfeindliche, und deswegen einer Revolution zuneigenden- Welt und auf die Menschen, die in der Kirche sind, ihr aber nicht angehören- die Karrieristen, die Bertonianer. die Becciunianer aller Art.

Das Problem bei dieser Strategie ist, daß die Cleveren so sind und bleiben: sie arbeiten mit denen zusammen, die die größten Befugnisse haben, nicht aus Glauben, nicht aus Respekt, nicht aus Pflichtbewußtsein, sondern aus Eigeninteresse. Und sie gehen ihrem Geschäft nach, treten  mit den Füßen nach links und rechts und wüten - immer mehr- im Verhältnis zu der vom Chef zugelassenen religiösen und ethischen Anarchie. Nachdem sie viele Jahre lang nützlich und mächtig waren, werden sie plötzlich unbequem: so daß es gut ist, sie zu eliminieren, indem man ihnen einen angeblichen (oder vielleicht realen - bis jetzt absichtlich ignorierten und gedeckten) Fehler zuschreibt. 

Bergoglio hat sieben Jahre mit eiserner Faust gegenüber seinen Feinden (treuen Katholiken, die die Gebote befolgen, die überzeugt sind, daß das "keine Unschuldigen töten"  immer noch gültig ist) regiert und den angeblichen "Freunden" die Zügel locker gelassen. 

Jetzt passiert es, daß sie -jetzt wo der Chef nicht mehr allmächtig ist -sondern im Abstieg begriffen - nicht nur sperrig werden sondern auch untereinander gespalten: Zwietracht unter Räubern ist nie einfach und es kommt früher oder später zur Begleichung der Rechnungen und zu Rache.

Bergoglio hat sich- wie es  bei Tyrannen ist- einer willkürlichen und unbegrenzten Macht erfreut, hat keinem Prätorianer einen Teil davon überlassen, aber jetzt riskiert er das Ende aller geschwächten Tyrannen. Zuerst wird mit Terror und den Komplizen regiert, dann beginnt der Ruin. 

Jemand hat die Bergoglio-Kirche mit einem südamerikanischen Regime verglichen, ein anderer mit den französischen Jakobinern, die nachdem sie ihre Feinde ausgelöscht hatten, begannen, sich gegenseitig zu töten.....

Fr. Hunwicke spricht...über Neues von der australischen Justiz

und das tut er -gewohnt ironisch- bei liturgicalnotes über einen Gesetzesentwurf in Australien, der Prieser zwingen soll, untern bestimmten Umständen das Beichtgeheimnis zu brechen.
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À LA BILLABONG 

"Es wird berichtet, daß das Parlament von Queensland sich anderen australlischen Gesetzentwürfen angeschlossen hat, die Gefängnisstrafen für Katholische Priester vorsehen, die ihre Funktion als Priester ausüben.

Ich möchte nicht auf die Frage eingehen, ob das tatsächlich helfen würde, den sexuellen Missbrauch von Kindern auszumerzen, wenn Priester das Siegel des Beichtstuhls brechen. Das ist eine aufsichtsrechtliche Angelegenheit; und in rein aufsichtsrechtlicher Hinsicht, ist das, was Oz tut, nicht meine Angelegenheit. Ich möchte einfach nur darauf hinweisen, wie es der Heilige Stuhl getan hat, daß dies das göttliche Gesetz berührt ... das für Katholiken überall nicht verhandelbar ist. Wenn das Gesetz Gottes und der katholische Glaube an irgendeinem Ort auf diesem Planeten angegriffen werden, werden alle Katholiken angegriffen.

Der Gedanke, daß ein Priester für drei Jahre in Gefängnishaft kommt, weil er das tut, was Gott ihm aufgetragen hat, zu tun, läßt schaudern. Seit dem Catholic Relief Act von 1791, denke ich, riskierten Priester nicht mehr inhaftiert, weil sie ihre sakramentalen Pflichten erfüllen. Man hört von harschen Formen religiöser Unterdrückung in Ländern- wie China. Ich frage mich, ob einige Mitglieder dieser Australischen Parlamente sich dagegen heuchlerischerweise den Protesten angeschlossen haben. Aber das volle Ausmaß der aktuellen weltweiten Kampagnen gegen das Christentum ist für so viel lebhafter real, wenn die Verfolgung stattfindet- nicht in Peking, sondern in Englisch-sprechenden  Ländern mit Rechtsstaatlichkeit - die auf dem allgemeinen Recht beruhen und letztendlich  von unserem eigenen Rechtssystem abstammen. Das könnte auch hier passieren! Mir! 

Man kann sich gewalttätige Reaktionen bei wütenden Menschen vorstellen; immerhin können Kinder macnhmal verletzt werden und werden es, für´s Leben geschädigt.  In der Tat -während der Irischen Unruhen, als Bomben in Ulster und London und Birmingham explodierten, starben Menschen...und Überlebende wurden an Leib und Seele verletzt und geschädigt zurück gelassen. Aber ich erinnere keine ernsthaften Gesetzesentwürfe, die auf der Vermutungen beruhten, daß die Antwort auf dieses Problems in der Inhaftierung Katholischer Priester lag. Ich gebe zu, daß wir vielleicht dumm sind; aber sie sind nicht ganz  so dumm wie die Gesetzgeber in Queensland. 

Wohlgemerkt- das Queenslandgesetz könnte sehr komische Ergebnisse produzieren, wenn die Geistlichen dumm genug wären, es ernst zu nehmen- insbesondere in einer großen Kathedrale vor einem der großen Festtage. Stellen Sie sich die Szene vor: ...laute Stimmen im Beichtstuhl...Mann (oder Frau) kommt heraus und taucht schnell in der Menschenmenge, die betend kniet, unter. Einen Augenblick später folgt der der Priester mit flatterndem Chorhemd und schiefer Stola und schreit: "Wo bist du? Komm zurück! Die letzte Person in meinem Beichtstuhl! Komm zurück! Ich brauche deinen Namen, deine Adresse, E-Mail, Twitter und Facebook-Details, um sie der Polizei zu geben! "
Unsicher, welcher der knienden Menschen der Schuldige ist, geht der Pater nacheinander auf sie zu ... "Sprich mit mir! Wenn ich deine Stimme höre, kann ich sie vielleicht erkennen! Bist du es? Oder bist du es? Oder willst du mich dazu bringen, Weihnachten in einer Polizeizelle zu verbringen und Känguru-Curry zu essen? ".

Die vergnügten Großtuer und oft noch vergnügteren Großtuerinnen in diesen  unbedeutenden kleinen Parlamenten sollten zum nächsten Billabong (Wasserstelle) gezerrt und auf humane Weise ertränkt werden. 

Nein, so habe ich es nicht gemeint...aber immerhin....kein Schaden...

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

  

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Was im Vatican geschah....oder wenn die Vaticanisti frömmer sind als die Hirten,

Und das ist nicht ironische gemeint. Chefredakteur Riccardo Cascioli interpretiert in einem Leitartkel für La Nuova Bussola Quotidiana die jüngsten Ereignisse im Vatican. Lesen!
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"BECCIU, ZEN UND DIE GLAUBENSKRISE BEI DEN HIRTEN" 

Das Bild der Kirche in diesen Tagen- nach dem Rausschmiss von Kardinal Becciu ist alles andere als groß und erbaulich. Aber mehr als die Korruption sorgt die Unfähigkeit unserer Hirten, das alles im Licht des Glaubens zu beurteilen, für einen Skandal. Wir brauchen keine Päpste und Bischöfe, die mutige Politiker und Wirtschaftsfachleute sind, sondern heilige Hirten. 

In diesen Tagen habe wir alle in den Zeitungen Seiten voller Artikel gelesen, die der causa Becciu, dem mächtigen Kurienkardinal, gelesen, der am vergangenen Donnerstag von Papst Franziskus gezwungen wurde, als Präfekt der Heiligsprechungskongregation zurückzutreten und alle Rechte des Kardinalats aufzugeben. Wir haben ausführliche Berichte gelesen, die den tatsächlichen oder mutmaßlichen Vergehen des Kardinals gewidmet sind, der plötzlich in Ungnade gefallen ist. Wir haben über Analysen und unendliche Hintergründe - oft im Gegensatz zueinander - der Verwaltung der Finanzen des Vatikans nachgedacht. Wir haben den Beschwerden derer zugehört, die sich durch die gescheiterten Reformen von Papst Franziskus betrogen fühlen, und dem Jubel derer, die stattdessen im gedemütigten "Feind" ein ermutigendes Zeichen für eine begonnene Säuberung sehen.

Wir sagen, daß daraus insgesamt ein wenig erbauliches Bild von dem entsteht, was in der Kurie des Vaticans vor sich geht, aber auch von jenen Vaticanisti, die jetzt als bewaffneter Arm dieser oder jener Gruppierung agieren und auf Kommando Nachrichten und Dossiers verbreiten. Eine Situation, die offensichtlich viele Katholiken bestürzt. 

Aber wenn wir einen guten Blick auf die Sache richten, die -im wahrsten Sinne des Wortes- am meisten  skandalisiert - dann sind das nicht so sehr Korruption oder Raub, die im Vatican herrschen sondern die Unfähigkeit, das alles im Sinne des Glaubens zu verstehen. 

Ich versuche zu erklären: Korruptionsproblem hat es in der christlichen Gemeinschaft auch zu Zeiten Jesu gegeben. Das beweist das Johannes-Evangelium (Kapitel 12) , wenn Judas Ischariot - der Jünger, "der ihn dann verraten sollte" sich über das parfümierte, echte Nardenöl" beklagt, das Maria "verschwendet", als sie damit die Füße Jesu wäscht. "Man hätte dafür 300 Denare bekommen können, um sie den Armen zu geben" sagt Judas, die Befreiungstheologie vorwegnehmend. Jesus antwortet ihm  - indem er die Hierarchie zwischen sich und den Armen wiederherstellt, aber für unseren Diskurs ist die Feststellung von Johannes interessant, der ohne viele Worte drumherum zu machen, behauptet, daß die Armen Judas in Wirklichkeit nichts bedeuten, sondern "weil er ein Räuber war" und weil er die Kasse hatte, herausnahm, was hineingetan wurde." 

Es ist unmöglich zu glauben, daß Jesus nicht gewußt haben soll, wer Judas war und wie er mit der gemeinsamen Kasse umging (oder umzugehen wünschte), aber keine Zeit damit verlor, den Wirtschaftssekretär auszuwechseln und eine Kommission zum Studium einer Reform, die Diebstahl  ausschließen sollte, einzusetzen. Jesus schlägt auch in diesem Fall ein Urteil vor, das sich aus der Erkenntnis ergibt, daß ER die ultimative Bedeutung für die Existenz eines jeden von uns ist. "Lass sie...Arme wirst du immer um dich haben, aber mich hast du nicht immer". Wenn  man immer in der Gegenwart Christi lebt, regelt sich auch der moralische Aspekt.

Was also am meisten schmerzt, wenn man auf unsere Hirten schaut, ist daß in der Hierarchie der Kirche, diejenigen, die ein Beispiel geben sollten, sich in unendlichen Diskussionen und Polemiken über das Nardenöl winden, ohne je den Blick zu Christus zu erheben. Das bestätigt das, was Benedikt XVI so oft angesichts der moralischen Krise gesagt hat, daß an deren Wurzel und bei allem anderen die Glaubenskrise steht. Das ist der Punkt, auf dem auch Kardinal Robert Sarah in seinen Büchern besteht, mit denen er sich direkt an die Priester wendet. 

Socci / Badilla zur causa Becciu: Ein Fall von medialem Kannibalismus"

Auf seinem blog "Lo Straniero" kommentiert auch  Antonio Socci die Causa Becciu und zitiert dabei Luis Badilla, Direktor von Il Sismografo, Riccardo Cascioli von La Nuova Bussola Quotidiana und Matteo Matzuzzi, Vaticanist von Il Foglio. Alle untersuchen auch die Situation des Pontifikates und welche Perspektiven bleiben.
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"DIE CAUSA BECCIU UND PAPST FRANZISKUS -IM NIEDERGANG EINES PONTIFIKATES. ÜBERRASCHENDE SIGNALEN KATHOLISCHER ORTHODOXIE"

"Schon Benedikt XVI hat versucht, in den komplizierten und dunklen finanziellen Fragen des Vaticans Ordnung zu schaffen und es entstand das Gefühl eines sehr harten Unterfangens, das ans Unmögliche grenzte, sogar bis zu dem Punkt, daß bei einigen Zweifel geweckt wurden, ob das den "Verzicht" auf das Pontifikat beeinflußt hat.

Jorge Mario Bergoglio wurde 2013 auch gewählt, "um die Finanzen des Vatikans aufzuräumen", wie Kardinal George Pell erinnerte. Tatsächlich hat er das von Anfang versucht, aber diese sieben Jahre waren eine Folge von Versuchen und Misserfolgen. Auch hier, mit einer Reihe von Ernennungen, Entlassungen, Widersprüchen, Fehlern und Fällen, die nie richtig aufgeklärt wurden, bis zu dem Punkt, an dem das Drama dieser Stunden ausgelöst wurde, in das einer der Hauptmitarbeiter von Papst Franziskus verwickelt ist:  Kardinal Angelo Becciu, der an Ort und Stelle vom Pontifex "gefeuert" wurde, wegen der Verwaltung der vatikanischen Gelder. Er war - wie Matteo Matzuzzi schreibt - "der mächtigste Kardinal, der dem Papst im Vertrauen am nächsten stand".

Das ist ein so eklatanter Fall- auch wegen seiner möglichen Entwicklungen- wie gestern eine Zeitung titelte: "Die Kirche ist im Chaos. Wir sind beim "alle gegen alle".Es gibt diejenigen, die sich freuen, wie Kardinal Pell- weil er denkt, es sei diesmal der richtige Weg gewählt worden  (außerdem wird Pell für konservativ gehalten) und die, die glauben, einen unverständlichen Zusammenbruch zu erleben. Tatsächlich wissen die Medien, die Papst Bergoglio immer unterstützt haben, nicht mehr, nach welcher Partitur sie spielen sollen, denn der sogenannte "Bandenkrieg", der mit dem "Becciu-Fall" explodierte, findet völlig innerhalb des Bergoglio-Establishments statt. Und es ist ein bedeutendes Paradoxon, daß dieser Krieg jenseits des Tibers ausbrach, als der Papst seine neue Enzyklika mit dem Titel "Fratelli Tutti" unterzeichnen wollte. Wenn man sich seine Kurie ansieht, muss man sagen: Brüder -Messer." (Fratelli-cotelli) 

Dienstag, 29. September 2020

Das Nein des Papstes zur Euthanasie

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das radikale Nein von Papst Franziskus zur Euthanasie - dokumentiert in der Erklärung "Samaritanus bonus" der Glaubenskongregation und die anderen "Neins" zu Forderungen der Progressisten und veröffentlicht dann Ausschnitt aus "Samaritanus bonus" Hier geht´s zum Original:  klicken

"JEDES NEIN VON PAPST FRANZISKUS ZU DEN PROGRESSISTEN. DAS LETZTE, SEHR KRÄFTIGE BETRIFFT DAS LEBENSENDE" 

"Zum allgemeinen Desinteresse der dominierenden Medien- für die das "Recht" zu entscheiden, wie und wann man stirbt oder sterben läßt, inzwischen für unantastbar gehalten wird, hat Papst Franziskus das radikale "nein" der Katholischen Kirche zur Euthanasien wiederholt. 

Er hat das im von Kardinal Luis F. Ladaria, Präfekt der Glaubenskongregation am 25. Juni unterschriebenen, und von ihm approbierten Brief "Samaritanus bonus"   getan, der am 22. September veröffentlicht worden ist. 

Ladaria gab bei der Vorstellung des Briefs als Motivation "die heutige Situation" an, "die durch einen immer permissiveren zivilen internationalen Kontext gekennzeichnet ist."

In seinem Brief steht aber auch, daß seine Veröffentlichung als notwendig erachtet wurde, "um noch einmal jeden Zweifel am Lehrsamt der Kirche zur Euthanasie und zum assistierten Suizid auszuschließen." 

"Samaritanus bonus" ist also das letzte "nein", das Papst Franziskus seit einiger Zeit gegen die Flucht nach vorn einiger Gruppen von Progressisten in der Kirche ausspricht, die sich sehr auf seine Unterstützung verlassen hatten und jetzt ihre Enttäuschung nicht verbergen. 

Das ist in der Tat die Serie von "Halt" die seit 2 Jahren von Jorge Mario Bergoglio angeordnet werden, wenn auch nicht alle von Erfolg gekrönt sind.:

- der Brief vom 25. Mai 2018 an die deutschen Bischöfe gegen die eucharistische "Interkommunion" zwischen Katholiken und Ptrostestanten, ein Brief, der ebenfalls von Ladaria geschrieben und vom Papst bestätigt wurde. 

-der Brief vom 18. September 2020, der- mit einem doktrinalen Zusatz - gegen die Interkommunion- von Kardinal Ladaria wieder an die deutschen Bischöfe geschrieben wurde- die offensichtlich durch die vorherige Ermahnung nicht diszipliniert wurden und deshalb entschlossener denn je waren- mit dem Einverständnis der Protestanten- auf der Basis eines Dokumentes vom September 2019-voranzugehen,.

Fundstück

VaticanNews.va hat das Interview, das Johannes Wieczorek von Radio Horeb mit dem  Regensburger.Bischof Rudolf Voderholzer zu einer Kritik des "synodalen " Reformprozessesgeführt hat veröffentlicht.  Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

"D: BISCHOF VODERHOLZER ERLÄUTERT SEINE HALTUNG ZUM REFORMPROZESS"

beginnt der Beitrag so- ZITAT:

"Der Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland sorgte in den vergangenen Tagen und Wochen für viele Debatten. Am Wochenende kam dies unter anderem auch bei den Ratzinger-Schülerkreis-Treffen in Rom zur Sprache.
Von Dienstag bis Donnerstag war der Reformprozess auch ein Thema der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda. Außerdem stand das weitere Fortgehen des Synodalen Weges insbesondere nach den gerade stattgefundenen Regionenkonferenzen auf dem Programm." (...)

Quelle: VaticanNews.va, J. Wieczorek

 

Montag, 28. September 2020

Was gesagt werden mußte,

von den Medien aber trotzdem ignoriert werden wird...die Neue Katholische Frauenbewegung hat einen klärenden Brief an den Apostolischen Nuntius geschrieben, in dem sie betonen, daß die Maria 2.0 -Damen keineswegs die Mehrheit der katholischen Frauen vertreten. Sie haben ihr Schreiben auf ihrer website veröffentlicht. Hier geht´s zum Original-Wortlaut  klicken 

"GLEICHBERECHTIGUNG IST NUR IM STAAT WICHTIG" 

ZITAT..."Wir Frauen der „Neuen katholischen Frauenbewegung“, NkF, stimmen den Forderungen der Aktivistinnen nicht zu. Im Gegensatz zu diesen möchten wir beispielsweise nicht Priesterinnen – oder wie manche auch fordern – Päpstin werden. Nicht nur, weil Papst Johannes Paul II. endgültig erklärt hat, dass es keine theologische Möglichkeit der Priesterweihe für Frauen gibt, sondern weil auch wir in Übereinstimmung mit der jahrhundertealten Tradition wissen, dass Frauen nicht in Persona Christi handeln können." ...

Quelle: Neue katholische Frauenbewegung

Papst Franziskus und die Institution des Papstamtes

In seiner montäglichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" läßt uns A. Gagliarducci an seinen Kenntnissen der vaticanischen Szenerie teilhaben und analysiert das jüngste Geschehen um Kardinal Becciu und die Vatican-Finanzen.
Hier geht´s zum Original:  klicken 

"PAPST FRANZISKUS UND DAS THEMA INSTITUTION" 

Wir kennen den offiziellen Grund für die Entscheidung Kardinal Angelo Beccius, auf seinen Titel als Kardinal zu verzichten und aus der Heiligsprechungskongregation zurückzutreten nicht. Am Anfang konnte man raten, daß sein Rücktritt mit dem Erwerb der Londoner Luxusimmobilie durch das Staatssekretrariat zusammen hängt, der noch untersucht wird und bei dem noch entschieden werden muß, ob es einen Rechtsprozess geben wird. Kardinal Becciu hat später klargemacht, daß der Papst glaubt, daß er unterschlagen habe. Es gibt jedoch keine offizielle Mitteilung des Hl. Stuhls über den Grund. 

Wenn der mit Mißmanagement zusammenhängt, geht es bei Kardinal Beccius Rücktritt nicht nur um einen finanziellen Skandal. Dann ist er außerdem Teil eines größeren, beunruhigenden institutionellen Rahmens.

Die Untersuchung selbst hat ein institutionelles Problem erzeugt, Es begann nach einem Bericht, der dem obersten Wirtschaftsprüfer des Vatricans zugespielt wurde. Die Staatsanwaltschaft des Vaticans bekam den Bericht und die Genehmigung des Papstes zu Durchsuchung und Beschlagnahmen im Staatsekretariat und bei der Finanzaufsicht (AIF) . Wegen der laufenden Ermittlung wurden fünf Vatican-Mitarbeiter suspendiert, vier aus dem Wirtschaftssekretariat und einer aus der AIF: 

Mit dieser Untersuchung waren jedoch viele problematische Themen verbunden. Ertens hat die Polizei des Vaticans keine Jurisdiktion über den Apostolischen Palast. Deshalb haben die Durchsuchung und die Beschlagnahmen das Machtgleichgewicht zwischen dem Hl. Stuhl und dem Vatican-Staat in Gefahr gebracht. 

Aldo M. Valli hat Kardinal Zen bei seinem kurzen Aufenthalt in Rom getroffen

und berichtet auf seinem  Blog darüber.
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"KARDINAL ZEN IN ROM."ICH HABE FRANZISKUS UM EINE AUDIENZ GEBETEN, ABER KEIN ZEICHEN AUS SANTA MARTA" 

"Was für ein Desaster!" Der Kardinal schüttelt den Kopf und hebt die Augen zum Himmel, wie um zu sagen "Herr warum läßt du das alles zu?" Aber er sit nicht traurig oder entmutigt. Tatsächlich ist er kämpferischer denn je. 

Kardinal Zen, der im vergangenen Januar 88 wurde, hat immer noch die gleiche jugendliche Art.  Das Gehör läßzt nach und auch die Beine funktionieren nicht mehr so gut, aber der Elan bleibt der von immer. 

Wir haben uns in Rom in den letzten Stunden seine kurzen- vom Wunsch dem Papst zu begegnen motivierten Aufenthaltes (120 Stunden, die ihm von den Hong Konger Autoritäten gewährt wurden) -getroffen. Aber aus Santa Marta gab es für den alten Kardinal kein Zeichen, nicht auch nur einen Gruß.  Darauf hat Zen dem Privatsekretär von Papst Franziskus einen Brief überreicht, in dem es um die Frage um den neuen Bischof von Hong Kong geht. "Seit jetzt eineinhalb Jahren- sagt er- haben wir keinen Bischof. Da war die Idee, Msgr. Joseph Ha als Weihbischof zu ernennen. Jetzt aber steigen die Quoten für Msgr. Peter Choi, einen der Vikare, ide Peking zu nahe stehen. In dem Brief warne ich den Papst: die Ernennung von Choi wird eine Katsatrophe. Ich bin für die gewährte Zeitspanne gblieben, aber aus Santa Marta nicht mal ein Zeichen." 

Sehr klar beziueht sich Kardinal Zen auch auf das immer noch geheime und seit einigen Tagen abbelaufene Abkommen zwischen Pekinb und dem Hl. Stuhl. "Unvorstellbar" sagt er, daß es auch für die geheim geblieben ist, die sich aus der Nähe mit diesen Problemen befassen.  So kann man nichtvorgehen" In Peking wollen jedoch nicht alle, fügt er hinzu, daß es ratifiziert wird. Es gibt eine Gruppe in der Partei, die keine Vereinbarung will. Das sind die Härtesten, die die Kirche einfach kontrollieren und wenn nötig, jedes Abkommen verhindern wollen Xi Jinping hat viel Macht, aber auch viele innere Feinde. Der Bürgerkrieg dort hört nie auf."  

"Zu glauben, man könne mit Peking übereinkommen, ist verrückt. Es gibt keine Abkommen mit dem Teufel. Den Teufel bekämpft man- und Schluss! Die Kirche empfängt keine Befehle von Regierungen und das gilt überall." 

Kardinal Zen spricht geistvoll, brillant, ernst frei und kompetent. Es ist eine Ehre, ihm noch einmal begegnen zu dürfen. Ein unermüdlicher Verteidiger des Glaubens und der Kirche. An diesem Morgen ist er nach Hong Kong zhurückgekehrt. 

AMV

Quelle: Aldo M. Valli


     

Schülerkreis II

Wenn der amtierende Pontifex über Umweltfragen und Klatsch und Tratsch spricht, müsen Schülerkreise sich der Theologie annehmen.
Bei vaticannews berichtet Maria Galgano unter dem Titel: "Ratzinger Schülerkreis: Kirche soll Weiheamt stärken" über das diesjährige Treffen des Ratzinger-Schülerkreises in Rom -das erstmals -im Augustinianum- auch teilweise öffentlich stattfand. In seinem Vortrag bei diesem Symposium hat Dogmatikprofessor Karl-Heinz Menke über die Verbindung des Weiheamtes der Kirche zur Eucharistie gesprochen. 

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Quelle: M.Galgano, vaticannews.va

Kardinal Pell kehrt nach Rom zurück....

Courtney Mares berichtet für CNA, daß Kardinal George Pell am kommnenden Dienstag aus Australien nach Rom zurückkehren wird. Hier geht´s zum Original:   klicken

"KARDINAL PELL WIRD DIESE WOCHE NACH ROM ZURÜCKKEHREN"

"Kardinal Pell bereitet sich darauf vor Dienstag nach Rom zurückzukehren, zum erstenmal nach 2017 in den Vatican, seit er sich von seiner Rolle als  Präfekt des vaticanischen Wirtschaftssekretariates beurlauben ließ, um nach Australien zu fahren. 

Der Kardinal wird- wie Pell nahestehend Quellen CNA heute- nach einem Bericht des australischen Journalisten Andrew Bold im  Herald Sun bestätigten.

Pell hat seit seinem Freispruch vom Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs durch den Obersten Australischen Gerichtshof im Apsil in seiner früheren Diözese Sydney gelebt.

2014 war der Kardinal von Papst Franziskus beauftragt worden, das neu geschaffene Wirtschaftsekretariat zhu übernehmen und die Bemühungen um die Reform der Vatican-Finanzen zu leiten. Nachdem von der Polizei von Victoria Beschuldigungen wg. sexuellen Mißbrauchs erhoben wurden, ließ sich Pell 2017 vorübergehend von dieser Rolle beurlauben, um nach Australien zurück zu kehren und seine Unschuld zu beweisen.

Pell sah sich Anschuldigungen eines einzigen Klägers gegenüber, die sich auf seine Zeit als Bischof von Melbourne bezogen. Er hat 13 Monate in Einzelhaft verbracht, nachdemn er anfänglich zu euiner 6-jähtigen Haftstrafe verurteil worden war, bevor er nach einem Revisionanstrag vom Obersten Gerichtshof freigesprochen wurde. 

Pells Amtszeit als Leiter des vaticbnaischen Wirtschaftssekretariates lief 2019 während seiner Zeit im Gefängnis und der Ernennung von Antonio Guerrero Alves, SJ; zu seinem Nachfolger aus. 

Die Nachricht von Pells Rückkehr nach Rom kommt Tage mach dem dramatischen Rücktritt von Kardinal Angelo Becciu, den Papst Franziskus am 24. September aufgefordert hatte, als Präfekt der Heiligsprewchungskongregation zurückzutreten und auf seine Rechte als Mitgleid des KArdinalskollegiums zu verzichten, weil er in eine laufende Untersuchung finanziellen Fehlverhaltens im Vatican verwickelt war. 

Becciu hatte zuvor als Nr. Zwei im Staatsekretariat gearbeitet, wo- wie CNA berichtet hat-. er wiederholt mit Pell wegen der Reform der Vatican-Finanzen zusammengestoßen war. 

Pell der bis zu seiner Entlastung nicht über seine frühere rolle im Vatican gesprochen hatte, reagierte dankbar auf die Nachricht von Beccius Rücktritt. 

Sonntag, 27. September 2020

Der Schülerkreis

Kardinal Kurt Koch hat bei der Hl. Messe, die der Ratzinger-Schülerkreis nach Abschluß des diesjährigen Treffens in Rom gehalten. CNA dokumentiert.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Die Predigt 

"DEN LEBENDIGEN GOTT IM DIENST AM MENSCHEN VERKÜNDEN" 

beginnt so- ZITAT

"Wir haben uns zur Feier der Heiligen Messe versammelt, mit der wir das Treffen der Schülerkreise Joseph Ratzinger - Papst Benedikt XVI. und das gestrige öffentliche Symposion, das der Frage nach Gott in den gegenwärtigen Herausforderungen gewidmet gewesen ist, beschliessen. Wenn wir jetzt zum Gottesdienst zusammenkommen, bringen wir unsere Glaubensüberzeugung zum Ausdruck, dass noch viel wichtiger als das Reden über Gott das Reden zu Gott, wichtiger als die Theologie die Doxologie, der Lobpreis Gottes ist."  (...)

Quelle: CNA, Kard. Koch

Tweet zum Tage

 Kardinal G.Pell wird kommenden Dienstag, dem Fest des Hl. Michaels, nach Rom zurück kommen. 

Papst Franziskus hat keine Zeit für Kardinal Zen.

Marco Tosatti kommentiert heute bei Stilum Curiae, die Tatsache, daß Papst Franziskus Kardinal Zen, der extra aus Hong Kong angereist war, um mit ihm über die aktuelle Lage in der Diözese von Hong Kong zu sprechen-während der vier Tage seines Aufenthaltes in Rom- nicht empfangen hat.
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"KARDINAL ZEN KOMMT ZUM PAPST NACH ROM,  DER KEINE ZEIT FÜR IHN HAT" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, gestern habe ich Kardinal Zen getroffen, der gerade aus HongKong gekommen war-zu einem auf 120 Stunden begrenzten Aufenthalt- um den amtierenden Pontifex zu sehen und zu ihm über die Kirche von Hong Kong zu sprechen. 

Der 88-jährige Kardinal ist heute morgen wieder aufgebrochen, ohne daß der regierende Pontifex ihn empfangen hätte. Wenn man die menschliche Qualität einer Person auch an Details erkennen kann, weiß ich nicht, wie man jemanden- einen Chef- beurteilen soll, der innnerhalb von 4 Tagen keine halbe Stunde Zeit findet, um einen alten Priester zu empfangen, der trotz einiger Gesundheitsprobleme aus Liebe zur Kirche beschlossen hat, eine Reise vom anderen Ende der Welt zu unternehmen. Ich verstehe, daß es Menschen gibt, die als peinlich, nervig usw. beurteilt werden können. Aber ich erinnere mich vage daran, daß zu den Werken der Barmherzigkeit auch gehört, sich mit lästigen Menschen zu beschäftigen. Aber offensichtlich war der amtierende Papst in diesen Tagen zu beschäftigt, Mitarbeiter zu enthaupten, um einen treuen alten Berater zu empfangen. 

Hier haben wir einige der Dinge gesammelt, die der Kardinal während einer Begegnung mit einigen Freunden und Kollegen in Rom gesagt hat. Was die Situation in China und in HongKong angeht, ist er nicht sehr optimistisch: "Wir sind jetzt ganz unten" und er befürchtet eine dramatische Entwicklung in der nächsten Zukunft.

- Ich bin aus einem Grund aus HongKong gekommen. Um den Fall unseres zukünftigen Bischofs zu besprechen.

-Seit mehr als eineinhalb Jahren sind wir in HongKong ohne Bischof. Zuerst war es eine gute Idee einen Weihbischof zu ernennen, der blieb, als der Bischof starb, ein freundlicher Franziskaner aber auch ein freundlicher Herr, Msgr. Joseph Ha Chi-shing. Er hat die Regierung höflich kritisiert, ohne zu schreien. 

-Man hat von diesem Weihbischof als Nachfolger gesprochen. Jetzt aber sagen sie, daß wir einen Bischof mit dem Segen Pekings haben sollten und ziehen einen Priester aus dem Hut, Peter Choi. Viele von uns sehen das nicht gern. Die Gemeinde war gespalten. 

- An einem bestimmten Punkt habe ich verstanden, daß das keine passende Wahl war und habe gesagt: suchen wir einen Dritten. In diesen Tagen sehe ich, vermute ich, daß die andere Gruppe versucht, den zweiten Namen, Peter Choi, wieder ins Rennen zuschicken. 

Pezzo Grosso interpretiert die Causa Becciu

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae eine kurze Überlegung von Pezzo Grosso zur Causa Becciu veröffentlicht, die den bisherigen Interpretationen komplett widerspricht und sehr aufschlußreich ist.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"PG: DER PAPST OPFERT BECCIU. UM EINE BANKROTTE KIRCHE ZU HABEN" 

Liebe Stilumcuriale, Pezzo Grosso hat über die causa Becciu nachgedacht, gelesen, was die mainstream-Zeitungen, besonders die Repubblica schreiben, und er hat daraus mit einwandfreier Logik seine Schlüsse gezogen. Gute Lektüre!      

                                                    §§§

Lieber Tosatti, gestatten Sie mir nur zwei Zeilen, um die causa Becciu zu kommentieren, nachdem ich die Zeitungen gelesen habe. Der Fall Becciu ist der typische Trick, um die Perspektive durcheinander zu bringen. 

Becciu ist der klassische Zeigefinger, auf den man schaut- statt auf das, worauf er zeigt. 

Liebe Leser, es ist nicht wichtig zu verstehen. ob Becciu sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmerte oder nicht. Ob andere das Gleiche tun, ob es in der vaticanischen Kurie viele oder wenige Hühnerdiebe gibt.  

Es könnte wichtiger sein, statt dessen zu verstehen, warum Repubblica bei dieser Gelegenheit Bergoglios Einsamkeit betont- mißverstanden, gehindert, von allen verraten (von den Dubia-Kardinälen bis zu Viganò und jetzt Becciu, dem treuen Becciu). Ein Bergoglio, der mit Christus verglichen wird, der die Händler aus dem Tempel vertreibt und deshalb gekreuzigt wird. 

Vielleicht, weil Repubblica weiß oder verstanden hat, wohin Bergolgio will und alles tun wird, um ihm zu helfen und ihn zu unterstützen. 

Aber denken wir nicht an die angekündigte theologische Revolution, die bereits abgeheftet ist.

Denken wir an eine einfachere Erklärung, die direkt mit der causa Becciu verbunden ist, daß alle auf verschiedene Weise -je nach dem ursprünglichen Hinweis, den sie erhalten hatten, oder je nach Intuition, versuchten, den größten Scoop zu landen.

Alles Phantasie...lassen Sie uns über die Fakten nachdenken, über das von Bergoglio so geliebte "Reale".

Fragen wir uns, was das wahre Resultat dieses jüngsten eklatanten Skandals ist? Ist das nicht ein weiterer Zusammenbruch des Vertrauens in die Kirche? 

Ist das wahre Ergebnis nicht die wachsende Empörung über die Art und Weise, wie die Finanzen des Vaticans verwaltet werden, die 0,8 Prozent-Abgabe, der Peters-Pfennig, die Beiträge zur Caritas, die Opfergaben der Kirche? 

M. Tosatti: stimmt das aktuelle, einheitlich von allen Medien verbreitete Narrattiv der causa Becciu?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die causa Becciu und veröffentlicht einen lesenswerten Artikel, den Lucetta Scarrafia, eine Vatican-Kennerin, dazu geschrieben hat und die Zweifel am bisher verbreiteten Narrativ thematisiert. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE FROMME - FALSCHE- ERZÄHLUNG VOM "VERRATENEN PAPST"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, ich sehe, daß man in den Zeitungen- oder zumindest in einigen- versucht, eine Erzählung zu konstruieren, daß der arme amtierende Pontifex, der versucht die Vaticanischen Finanzen und drumherum Ordnung zu schaffen, leider verraten wird...das wäre sehr schön und erbaulich- wenn es wahr wäre. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so; auch in den üblicherweise gut informierten -sicher nicht mainstream- Zeitungen finden wir Rekonstrutkionen und Erzählungen, Frucht persönlichen, niemals ruhenden Grolls, die immer noch trügerisch Eindruck machen. Für diejenigen, die die Ereignisse im Vatican sorgfältig und leidenschaftslos verfolgen. ergeben sich einige Elemente.

Es ist wahr, daß Papst Bergoglio -zu Beginn seiners Pontifikates versucht hat, im Gestrüpp der Finanzen in Oltretevere Klarheit zu schaffen. Er hat ein Moitu Proprio unterzeichnet, mit dem er alle Fnanzfragen einer einzigen Institution anvertraute. Dem Wirtschaftssekretariat und an seine Spitze setzte er Kardinal Goeroge Pel, den er mit voller Handlungsvollmacht ausstattete. Pell, als guter australischer Rugby-Spieler hat sich kopfüber in die Aufgabe gestürzt. Dabei traf er offensichtlich auf die ganzen Schwierigkeiten und Widerstände derer, die ihre Macht und ihre EInkünfte nicht verlieren wollten: das Staatssekretariat mit der Wirtschaftsabteilung, die APSA, das IOR, Propaganda Fide mit ihrem unhängigen Etat, usw. usw., wer giete mehr? Und was tat der Pontifex? Bei ihren Gesprächen sagte er zu Pell: schaue keinem ins Gesicht, mach weiter. Und unmittelbar danach unterzeichnete er ein Schreiben, mit dem er dessen Gegner zufriedenstellte und Pell ein Stück Macht nahm. Pell war durch diese endlose Serie geringfügigen Verrats, die sein Vorgesetzter beging, verbittert und ist es vielleicht immer noch. Und der kleine vaticanischen Dschungel ist gebleiben, was er war- ein Dschungel. Es gab die Gelegenheit aufzuräumen, aber das scheiterte und dafür war einzig und allein der Papst verantwortlich. 

Ein  zweites Element. Becciu hat in der Vergangenheit erklärt, daß er seine Vorgesetzten über seine Aktivitäten informiert hat. Das ist für einen Substituten des Staatssekretariates der Papst. Der Staatssekretär sieht im Allgemeinen dem Papst sehr viel seltener als der Substitut. Nach dem, was wir aus den vergangenen, nicht verdächtigen Jahren wissen, hat der Papst Becciu ausgiebig für Arbeiten aller Art eingesetzt. Becciu strebte den Purpur an. Der Papst wollte ihm den nicht geben und wollte ihn nach Cagliari schicken. Schließlich bekam Becciu den Purpur und die Heiligssprechungskongregation.

Samstag, 26. September 2020

Warum machen die sowas eigentlich mit?

 Diese Frage drängt sich mir bei Bilden wie diesem hier

einfach auf und das nicht erst seit gestern!

Das Bild zeigt gestandene Damen und Herren Wichtig die zu vollem Ornat stolz ihre gebastelten Papiervögelchen zeigen und sich dabei, so sieht es aus, total klasse vorkommen.

Gut es scheinen da noch ein paar nicht ganz so wichtige, aber nichtsdestotrotz erwachsene, gestandene Leute drumherumzustehen die genauso stolz ihre Papiervögelchen präsentieren.

Ich meine, bekanntlich ist es ja nie zu spät für eine glückliche Kindheit, aber mir waren solchelei Aktionen schon im Kindergarten zu blöd und ich kann mich nicht erinnern, dass die Kindergartentante darauf bestanden hat, dass wir unsere Bastelelaborate im Kollektiv präsentierten

Mozart am Abend auf Originalinstrumenten

 Klavierkonzert Nr. 20 in d-moll

              

Fundstück

Oliver Maksan kommentiert für "Die Tagespost" die Reaktionen Katholischer Jugendverbände auf Bischof Osters Äußerungen zum Schutz für das Leben.
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Unter dem Titel: 

"KOMMENTAR: JUNGE PARALLELHIERARCHIE" 

beginnt der Artikel so: ZITAT

"Ohne Umwege über katholische Theologie und Morallehre werden linke Denkschablonen auf den innerkirchlichen Diskurs übertragen. Das zeigt sich am Umgang mit den Äußerungen des Passauer Bischofs Oster zum  Lebensschutz." (...)

Quelle: O.Maksan, Die Tagespost 

Heute in Rom...

 

Auch Kardinal Becciu nimmt Stellung....

zu seinem Rücktritt und zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. KNA berichtet. 
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unter dem Titel: 

"KARDINAL BECCIU VERTEIDIGT SICH:  HABE KEIN GELD UNTERSCHLAGEN" 

beginnt der Artikel so - ZITAT:

"Der von Papst Franziskus seines Amtes entbundene Kardinal Giovanni Angelo Becciu hat sich gegen Unterschlagungsvorwürfe verteidigt. Bei einer Pressekonferenz am Freitag sagte der 72-Jährige, die ganze Angelegenheit sei "surreal". Bis zu dem Treffen am Donnerstagmorgen habe er sich für einen "Freund des Papstes" gehalten. "Dann sagte er, dass er mir nicht mehr vertraut." Der Grund seien finanzielle Unregelmäßigkeiten" (...) 

Quelle: KNA 

Freitag, 25. September 2020

Auch Msgr. ICS hat einige Fragen zur Causa Becciu,

die er in einem Artikel für Stilum Curiae -nicht ohne Satire- überdenkt.
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"NACH DER ENT-KARDINALISIERUNG DIE ENT-PÄPSTLICHUNG?" 

Liebe Stilumcuriale, so hat Msgr. ICS hat die jüngsten Erklärungen über den regierenden Pontifex und Kardinal Becciu kommentiert. Und wie immer, scheint mir, daß seine Analyse tadellos ist. Gute Lektüre. 

§§§

Sie haben Kardinal Becciu "entkardinalisiert" und der Umwelt-Papst fordert "Säuberung", aber erst zwei Tage bevor der Skandal öffentlich wird. Also.

Lieber Tosatti, überspringen wir auch die Informationen (die jetzt allen bekannt sind) über die Absetzung von Dr. Angelo Becciu aus allen Ämtern, die er im internationalen Vatican-NGO-Spa innehatte, dessen Präsident Dr, Jorge Bergoglio aus Argentinien ist. 

Der Skandal, der dieses multinationale Unternehmen an allen internationalen Börsen zu Fall bringen wird, wurde bereits von der Ratingagentur L´Espresso erwartet. 

Diese Ratingagentur geht davon aus, daß Dr. Becciu erklären muss, wohin ein Berg von Dollars und Euros, der aus dem St. Peters-Pfennig, aus den CEI-Fonds usw. stammte und offenbar in ein Familienunternehmen umgeleitet wurde, gegangen ist.

Dr. Becciu, der seit mindestens 8 Jahren Skandale vorweisen kann, die vom Versäumnis bei der IDI* bis zu den Immobilien in London reichen. ist bei diesem Verdacht kein Unbekannter.

Vor allem aber wird der Dr. Becciu als der in Erinneruung bleiben, der 2012 das von Benedikt XVI gewollte Antigeldwäschegesetz scheitern und zuerst den Präsidenten des IOR (Gotti Tedeschi) und dann den Präsidetnen der AIF (Kard. Nicora) verjagen ließ. 

Aber die wichtigsen Fakten für unsere Überlegung sind die folgenden: bis 2013 lebte und gedieh Dr. Becciu (Sarde aus Pattada) im Schatten seines "Bosses", des Buchhalters Bertone aus Canavese, von Beruf Staatssekretär.

Das Berufsdebut des Dr. Becciu fand statt, als die Versammlung der Aktivisten des Vatican-ONG-Spa den Rücktritt des amtierenden Präsidenten forderte und als Präsidenten und Aufsichtsratvorsitzenden (mit allen Befugnissen) den Dr. Bergoglio nominierte.

In seinen neuen Ämtern, die er seit sieben Jahren (7 Jahre, nicht 7 Monate) bei der Ernennung von Doktor Bergoglio innehat, hat unser Dottore alle möglichen Dinge getan, aber niemand hat es bemerkt.

Als Co-Staatssekretär hat er Kardinal Pell und den Wirtschaftsprüfer Milone verjagt, weil sie etwas über seine kleinen Offshore-Konten gefunden hatten….

A. Gagliarducci analysiert den bisherigen Verlauf der Causa Becciu

Der Aufgalopp der Kommentatoren hat begonnen...auch Andrea Gagliarducci analysiert bei acistampa die Entlassung/ den Rücktritt von Kardinal G.A. Becciu.
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"DIE ENTLASSUNG BECCIUS UND DIE OFFENE FRAGE DER VATICAN-FINANZEN" 

Der unvorhergesehene Verzicht Kardinal Giovanni Angelo Beccius auf die mit dem Kardinalat verbundeten Rechte- ebenso wie auf sein Amt als Präfekt der Seligsprechungskongregation, läßt viele Fragen offen. Im Komuniqué des Pressesaales des Hl. Stuhls wird keine offizieller Grund dafür angegeben, aus dem diese Entscheidung getroffen wurde.  Dennoch sind die Gedanken aller sofort zu den Untersuchungen gegangen, die mit dem Kauf und Verkauf einer Luxusimmobilie in der Sloane-Street in London durch das vaticanische Staatssekretariat verbunden sind. Untersuchungen, die vor kurzem ausgeweitet wurden und die auch auf die Verbindung mit einem sardischen Unternehmen hinweisen, "Spes di Ozieri", das vom Bruder des Kardinals geleitet wird. 

Alles hat mit dem Geschehen in London angefangen. Als Substitut des Staatssekretariats hatte Becciu die Investition und auch die folgenden Prozeduren des Ankaufs zuerst des Immobilienfonds und dann der Immobilie gebilligt. Er war bereits Kardinal und Präfekt der Seligsprechungskongregation als das Staatssekretariat die Investition umstrukturieren mußte, um zu vermeiden, den letzten Heller zu verlieren. Man beschloss, die Vermittlungsgebühren zu kürzen, die vereinbarten Provisionen zu bezahlen, dann beim IOR ein Darlehen (technisch gesehen einen Vorschuss) zu beantragen, um den Kauf abzuschließen. Das IOR lehnte den Antrag auf Gewährung des Darlehens ab und löste mit ihrem Bericht den Beginn der Untersuchung durch die Justizmitarbeiter des Vaticans aus- mit der Durchsuchung des Staatssekretariates und bei den Autoritäten der Finanzaufsicht beim IOR. Das war im Oktober 2019, vor fast einem Jahr. 

Ergebnis war, daß 5 Mitarbeiter des Vaticans suspendiert wurden und dann noch einer. Dann wurden die beiden beteiligten Priester (Don Mauro Carlino und Msgr. Alberto Perlasca) in ihre Diözesen zurück geschickt, zwei Funktionäre des Staatssekretariats (Vincenzo Mauriello und Frabrizio Tirabassi) sind bis zum Juli suspendiert geblieben und dann -wie es aussieht -in den Vorruhestand geschickt worden, eine weitere Mitarbeiterin des Staatssekretariates (Caterina Sansone) hat eine andere Aufgabe bekommen. Der letzte Verdächtige, Tommaso Di Ruzza wurde einfach in seinem Amt als Direktor der Finanzsaufsicht nicht bestätigt. 

Die Bekanntgabe dieser administrativen Maßnahmen gegen die Funktionäre erfolgte am Abend des 30. April, am Vorabend des Festes des Hl. Josephs des Arbeiters durch eine dürftige Pressemitteliung des Hl. Stuhls, wie von vielen betont wurde. Es ist nicht bekannt, ob sie vor Gericht gestellt werden, oder ob die Richter des Vaticans entscheiden, nicht weiter zu machen.

Fundstück

Dorothea Schmidt kommentiert für CNA die Kritik einiger Theologen an Kardinal Woelki und Bischof Voderholzer und weist sie entschieden zurück.
Hier geht´s zum Ortiginal:  klicken

Unter dem Titel:

"MEHR GOTT WENIGER EGO"

beginnt der Artikel so- ZITAT.

"Theologen haben dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer wieder ordentlich Kritik an den Kopf geworfen. Sie unterstellen ihnen Spaltung und mangelndes Niveau. Zu unrecht.

Ausgerechnet diejenigen Bischöfe ernten Kritik, die nichts anderes wollen, als dass Katholiken sich wieder von Jesus lieben lassen und dessen Auftrag treu bleiben. Der Auftrag ist der, Werkzeug der Erlösung zu sein, sich von Jesus durchdringen zu lassen und damit eben nicht von der Welt zu sein. Eine Kirche, die sich in der Welt einrichtet, sich ihr angleicht und sich selbst genügt, verstößt gegen den Auftrag Jesu." (...)

Quelle: D.Schmidt, CNA

Kardinal Pell zum Becciu-Rücktritt

Edward Pentin berichtet: "In Sydney hat Kardinal George Pell die Entlassung Kardinal Becciu so kommentiert:

"Der Hl. Vater wurde gewählt, um die Vatican-Finanzen zu ordnen. Er spielt das lange Spiel und man muß ihm für die jüngste Entwicklung danken und gratulieren. Ich hoffe, daß die Säuberung weitergeht- sowohl im Vatican als auch in Victoria" 

 

Zur Causa Becciu: R. Cascioli kommentiert ...

In La Nuova Bussola Quotidiana kommentiert Chefredakteur R..Cascioli und schlägt dabei ganz andere Töne an, als die ersten Berichterstatter :   klicken

"WIE EINE SÜDAMERIKANISCHE MILITÄRJUNTA" 

"Die Entlassung von Kardinal Becciu ist die zigste Säuberung an der Spitze des Heiligen Stuhls, die in diesem Pontifikat stattfindet. Säuberungen, die einer südamerikanischen Militärjunta würdig sind, es vermeiden, die Wahrheit herauszufinden und nur die siegreiche Seilschaft retten.

Schuldig oder unschuldig? Vielleicht werden wir es nie erfahren, aber sicher ist, daß Kardinal Angelo Becciu schon vor Zeiten in den Augen des Papstes in Ungnade gefallen ist.; und deshalb mußte- wie es in diesem Pontifikat Praxis ist, sein Kopf (bildlich gesprochen) rollen.. 

Die Liste der Personen aus der höchsten Ebene im Vatican, die gesäubert, in Pension geschickt oder aus ihren Ämtern entfertn wurden, ist lang: die Kardinäle Müller, Burke, Comastri, Erzbischof Gänswein- um nur die berühmtesten Fälle zu zitieren. Und jetzt Becciu. 

Die Motive für solche Entscheidungen sind nie klar, sondern werden nach Art südamerikanischer Militärjuntas erklärt. Wir müssen uns damit zufrieden geben, was uns gesagt wird, über das mit der Zeit geduldige Zusammentragen der gesammelten Indizien, über die Rekonstruktion irgendwelcher Fakten, die das ausgewählte Opfer in den Augen des Papstes in ein schuldiges Licht setzen.  Für Becciu muß das Chaos beim Kauf der berüchtigten Immobilie in London gereicht haben, selbst wenn beim deutschen Flügel des Malteser Ordens wegen seines Abschusses die Champagnerkorken knallen. Der Papst muß sich von der Korruption Beccius überzeugt haben oder ist überzeugt worden, und hat nicht zweimal darüber nachgedacht. 

Aber es besteht der Eindruck, daß der Palazzo in London der Vorwand für einen internen Krieg ist, der mit der Notwendigkeit von Transparenz und Korrektheit im Wirtschaftsmanagement wenig zu tun hat. Vor einigen Monaten -zum Zeitpunkt des öffentlichen Hin und Her zwischen dem vaticanischen Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin und Kardinal Becciu- haben wir über einen fortwährenden Bandenkrieg an der Spitze des Vaticans- mit einer wahrscheinlich anderen Entwicklung- gesprochen. Wir hatten es leicht als Propheten. 

Gerade dieser letzte Fall offenbart eine beunruhigende Chrakteristik der Entscheidungen der Regierung von Papst Franziskus. Das ist die öffentliche Verurteilung, ohne daß es einen Prozess gegeben hat. Durch diese Maßnahmen ist Kardinal Becciu als "korrupt" bezeichnet worden, ohne formal von einem Richter beschuldigt oder von einem Gericht so bezeichnet worden zu sein, Was die Immobilie in London betrifft, so ist noch nicht klar, über welches Vergehen gesprochen wird und ob wirklich ein Verbrechen begangen worden ist. 

Man wird sagen: macht nichts, wir machen inzwischen- ohne lange Prozesszeiten- reinen Tisch. Justizialismus ist aber das genaue Gegenteil von Gerechtigkeit. Und die drastischen Maßnahmen gegen einige mutmaßlich Korrupte lassen sich nicht mit dem Schützen, der Verteidigen bis zum bitteren Ende und der Beförderung anderer vereinbaren, die ebenfalls Gegenstand schwerer Anschuldigungen sind- siehe Kardinal Maradiaga- oder die sicher für den eklatanten Geldmangel verantwortlich sind. siehe Erzbischof Paglia. 

Urteile ohne Prozesse verhindern außerdem, daß die ganze Wahrheit über kriminelle Situationen oder mutmaßliche derartige Situationen ans Licht kommt. Wenn Kardinal Becciu für das Londoner Geschehen verantwortlich war, dann war er sicher nicht der Einzige und es sollte die Rolle der gesamten derzeitigen Spitze des Staatssekretariates geklärt werden. Etwas, was sicher ziemlich unwahrscheinlich ist.

Es ist der selbe modus operandi wie im Fall von Ex-Kardinal Theodore McCarrick- der beschuldigt wird, Dutzende von Seminaristen mißbraucht zu haben.  An seiner Schuld kann man schwerlich Zweifel haben, aber seine Rückversetzung in den Laienstand war der Beschluss eines Herrschers,- des Papstes ohne gründliches Vorgehen und ein ordnungsgemäßes Verfahren. Auf diese Weise wurde nicht nur ein Recht verweigert, das jedem Angeklagten zusteht- ausgenommen in diktatorischen und totalitären Regimes- sondern es hat auch verhindert, alle seine einflußreichen Komplizen zu erkennen und strafrechtlich zu verfolgen, die ihm ermöglicht haben, Karriere zu machen und sogar im ersten Jahr dieses Pontifikates Sonderbeauftragter zu werden. 

Vor einem Jahr wurde vom Vatikan ein genauer Bericht über die gesamte causa McCarrick versprochen, der vor einigen Monaten hätte veröffentlicht werden müssen, aber von diesem Bereicht weiß man noch nichts. Selbst wenn er veröffentlicht würde, könnte er ein faires Verfahren nicht ersetzen, das es aber nicht geben wird. Es wird nur die Version des Chefs bestehen bleiben. 

Und die bestürzten katholischen Gläubigen werden weiter dieses traurige Spektakel von Hinterhalten, rücksichtslosen Operationen und Säuberungen durch Hirten erleiden müssen, die sich vor allem um die Rettung der ihnen anvertrauten Herde kümmern sollten." 

Quelle: R. Cascioli, LNBQ

Zum Rücktritt von Kardinal Angelo Becciu

Massimilano Coccia / L´Espresso berichtet exklusiv: Kardinal Becciu sei zurückgetretenn, weil er Gelder aus dem Peters-Pfenning an seinen Bruder weitergeleitet und auf ein Off-Shore-Konto überwiesen habe.

Nach der Nachricht, von den Geldern aus dem Peters-Pfennig für den Erwerb der Londoner Immobilie -geht die Untersuchung jetzt auch dahin, daß Kardinal Becciu Geld aus diesem Almosenfond seiner Familie hat zukomnmen lassen. Papst Franziskus habe jetzt eine Klärung des Falles angeordnet sowie eine Bestrafung der Verantwoirtlichen . 

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Donnerstag, 24. September 2020

Rom heute: Kardinal Becciu tritt zurück - up-date

up-date Edward Pentin berichtet, daß verläßliche, gut informierte Quellen sagen. daß die jüngsten Finanzskandale im Vatican klar mit der heutigen Entscheidung von Papst Franziskus, das Rücktrittsgesuch Beccius zu akzeptieren, in Verbindung steht., 

Wie die Sala Stampa des Hl. Stuhls heute bekannt gab, hat Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des 72-jährigen Kardinals Angelo Becciu vom Amt des Präfekten der Seligsprechungskongregation und seinen Verzicht auf die Rechte als Kardinal angenommen. Kardinal Becciu war bisher auch Sonderdelegierter des Papstes beim Malteser Orden. 
Im Bulletin werden keine Gründe für diesen Schritt angegeben. 

Quelle: La Santa Sede

Tweet zum Tage

 Heute fand im Kölner Dom die Dreikönigswallfahrt statt, 

Neues aus der Archäologie der Bibel

Cruxnow berichtet über eine wichtige, neue Studie über in Tel Arad/Israel gefundene Schrifttafeln aus der Zeit des späten 7. Jahrhunderts vor Christus, die eine t4eilweise neue Sicht auf Datierung und Verfasser des Alten Testaments  erfordert
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"NEUE STUDIE SAGT,  DIE ALPHABETISIERUNG WAR BEI DEN ALTEN ISRAELITEN WEIT VERBREITET." 

Eine neue Studie besagt, daß die Alphabetieriungsrate unter den alten Israeliten viel höher gewesen sein könnte, als man bisher annahm. 

Eine neue Studie an Inschriften in Tel Arad, einem antiken Fort, das wahrscheinlich während der Invasion durch den Babylonischen König Nebudkadnezar II zerstört wurde, behauptet, daß im späten 7. Jahrhundert v. Chr. mindestens 12 verschiedene Menschen geschriebene Aufzeichnungen am Ort hinterlassen haben. 

Die handschriftlichen Proben -auf als Ostraca bekannten Scherben, die mit alltäglichen Instruktionen für eine Militär-Festung beschriftet sind, waren seit sie in den 1960-er Jahren entdeckt wurden für Gelehrte interessant. 

Die neueste- von Gelehrten der Dukr-Universität in Tel Aviv  durchgeführte und am 9. September im PLOS ONE Journal veröffentlichte Studie, hat zwei neue algorithmische Analyse-Methoden bei den Ostraca - ebenso wie eine unabhängige Analyse durch einen forensischen Dokumentenprüfer.- benutzt. 

"Wir haben die Frage der Alphabetisierung empirisch aus verschiedenen Richtungen der Bildverarbeitung und des maschinellen Lernens untersucht" sagt Shira Faigenbaum-Golovin, eine der Autorinnnen der Studie. 

"Unter anderem helfen  uns diese Gebiete heutzutage beim Identifizieren, Erkennen und der Analyse der Handschriften, Unterschriften usw.  Die große Herausforderung war, moderne Technologien bei 2600 Jahre alten Ostraca anzuwenden. Mit viel Mühe waren wir in der Lage, zwei Algorithmen zu entwickeln, die Briefe und Antworten vergleichen und die Frage beantworten konnten, ob zwei vorhandene Ostraca von zwei verschiedenen Personen geschrieben wurden."

Tosatti: Msgr. ICS und die heutige Kirche

Marco Tosatti läßt bei Stilum Curiae heute Msgr. ICS zum Fest Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit zu Wort kommen und seine Entstehung und Bedeutung erklären.
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"MSGR ICS: DIESE KIRCHE SCHEINT VON DER ERDE ZU SEIN, NICHT VOM HIMMEL" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wie Msgr. ICS uns heute erinnert, wird heute das Fest Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit begangen. Und nur Gott weiß, daß wir ihrer auch heute, heute mehr denn je, bedürfen. Gute Lektüre.

    §§§         

Lieber Tosatti, am 24. September wurde (einmal) das Fest unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit gefeiert. Dieses Fest einnerte an die Gründung des Ordens der Mercedarier (um 1270), dessen Aufgabe die Befreiung der christlichen, von Muslimen gefangenen Sklaven war. In der Folge verlagerte der Orden seine Mission auf eine aus christlkicher Sicht wichtigere Befreiung, die Befreiung der Seelen von den Ketten der Sünde, Ketten die viel schwerer waren als die der Gefängnisse. 
Ich möchte an dieses Fest erinnern, weil wir heute einen paradoxen Moment erleben. 

Große Teile (wenn nicht -unbewußt- alle) der modernen Welt der Laien scheinen heute "Brot" (des ewigen Lebens) zu suchen, zeigen an,  Werte zu brauchen und erklären einen ethischen Bezug zu suchen. 

Die zeitgenössische Kirche von heute bietet ihnen statt dessen "Steine" an, sie bietet ihnen slow food, sie schlägt ihnen fortwährend, ununterbrochenin in jeder Umgebung und in jeder Beziehung "Nichtwerte" vor. 

Aber nicht nur das, ein Teil der modernen Welt schätzt die Beständigkeit der Katholiken, die sich ihrer Prinzipien der Loyalität, des Pflichtbewusstseins und der Ehrlichkeit sicher sind ... die im Wesentlichen auf der Gewissheit ihres Glaubens an den Erretter beruhen, aber vor allem auf der Vereinigung und nicht auf der Trennung zwischen Glauben  und Werken (was die protestantische Welt sehr stört).

Die Kirche hingegen verachten sie und nennen sie traditionalistische Pharisäer. Diese Kirche sieht (?) die schmelzenden Gletscher, sieht aber nicht die Tränen Christi, d.h. die Tränen Gottes, der über die  Erde weint.

Diese Kirche sieht leidende Kreaturen auf den Boote der ONGs,  aber nicht das Drama der Abtreibung (außer in gelegentlichen opportunistischen Zitaten). 

Diese Kirche sieht und verdammt den Konsumismus und vergißt, daß der die ökonomische Konsequenz des Zusammenbruchs der Geburtenzahlen ist- von ihr nach dem II. Vaticanischen Konzil toleriert, vom aktuellen Papst wiederholt, als er sagte, man solle es nicht "wie die Kaninchen" machen. 

Diese Kirche verbietet buchstäblich, über die Verantwortlichkeit des II. Vaticanums zu sprechen, nur weil sie nicht will, daß das II. Vaticanum beschuldigt wird, das I. Vaticanum revolutioniert und als Ganzes negiert zu haben (bezüglich der Kontinuität des Lehramtes). 

Schließlich schätzt diese Kirche auch einen Orden der Mercedarier nicht mehr, der noch diejenigen befreien will, die Sklaven der Sünde sind. Diese Kirche scheint nicht zu wissen, was die Sünde ist, die nicht "gegen die Natur" begangen werden soll, aber.... Sie scheint zu denken, daß alle bereits gerettet sind und eine Umkehr der Herzen nicht mehr nötig ist, sonden nur eine ökologische Umkehr. 

Diese Kirche scheint eine Kirche von der Welt zu sein, keine des Himmels. Erinnern wir deshalb an jedem 24. September an Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit, ihre göttliche Mutterschaft, damit sie uns vom Bösen befreie, das uns heute unterdrückt."
Msgr. ICS

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae, Msgr. ICS 
 
 

Kardinal Müller und die US-Wahlen

Edward Pentin hat Kardinal Gerhard L. Müller für den National Catholic Register interviewt.
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"KARDINAL MÜLLER SCHAUT AUF DIE US POLITIK, DIE 2020 WAHL UND DAS KATHOLISCHE GEWISSEN"

Der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation sagt gegenüber dem Register, daß die Katholische Kirche nicht nur Religionsfreiheit fordern, sondern auch die Aufgabe übernehmen muß zu fordern und zu unterstützen, daß der Politik eine moralische Basis gegeben wird. 

DAS INTERVIEW

Kardinal G.Müller drängt die us-amerikanischen katholischen Wähler dazu "die Geister darauf hin zu prüfen, ob sie von Gott kommen" während sie sich auf die Wahl am 3. November vorbereiten.  In einem Exklusivinterview mit dem Register vom 22. September untertützt der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation keinen Kandidaten ausdrücklich, aber er ist klar darin, daß jeder Katholik oder religiöse Politiker, der Abtreibung und Euthanasie unterstützt "bei der Wahl nicht wählbar ist".

Der Kardinal diskutiert auch, ob er dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden, der die  legalisierte Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehen unterstützt, die Hl. Kommunion spenden würde und ob ein Katholik mit gutem Gewissen für Präsident Donald Trump stimmen kann. Er kritisiert auch manche in den Kirchenmedien, die ein "ideologisches" Vorurteil gegen die "amerikanische religiösse Rechte" haben. 

Kardinal Müllers Kommentsar folgt dem Interview, das er früher in diesem Monat Raymond Arroyo von "The World Over" von EWTN gegeben hat, in dem er die Wähler drängt "auf die Kandidaten zu schauen, die für das Leben sind" - ein Prinzip. sagte er, das die Basis ist und daß man nicht sagen kann, daß soziale Gerechtigkeit wichtiger ist als das Leben". Der Kardinal sagte auch, daß es "unmöglich" ist, die Unterstützung für die Todesstrafe und die Umwelt mit der Unterstützung für Abtreibung gleichzusetzen. 

Während er über die  Verantwortung jedes Bürgers in einem pluralistischen Staat sprach. sagte der deutsche Kardinal: "Ich unterstütze in Deutschland keinen Kandidaten, weil er Katholik ist, sondern weil er das richtige Verständnis für das Leben und Menschenrechte hat. Es ist besser für einen guten Protestanten zu stimmen als für einen schlechten Katholiken."

"Wir müssen danach urteilen, was sie tun, nicht nur nach ihren Worten....nach den Früchten," sagte er.

Eminenz, was ist ihre Meinung als Beobachter der kommenden Präsidentschaftswahlen in den USA?

"Die USA sind das führende Land im Westen. Es steht für Demokratie und die Herrschaft des Rechts-im Gegensatz zu all jenen Staaten, in denen von diktatorischen Regierungen oder einer ideologischen Oligarchie auf den Menschenrechten herumgetrampelt wird.Wenn alle Amerikaner ihrer Verfassung folgen und wenn die Millionen Christen und religiösen Menschen ein Beispiel für Respekt und Barmherzigkeit für ihre Mitbürger geben, kann das Amerika seine politische Aufgabe in der internationalen Politik geben und sein Innenleben am Allgemeinwohl orientieren. Das Land braucht eine innere Versöhnung. "

Mittwoch, 23. September 2020

Tweet zum Tage

heute vor 9 Jahren, am 23.9.2011 besuchte Papst Benedikt XVI Erfurt

Text der Ansprache des Hl. Vaters beim Ökumenischen Gottesdiesnt im Augustinum:     klicken

Historische Realität versus nützliche Schwarze Legenden

Martin Eberts hilft in der Tagespost mit historischen Tatsachen, die ewig nützliche schwarze Legende vom ach so toleranten, friedlichen und aufgeklärten Kalifat in Andalusien auf den Platz zu verweisen, auf den sie gehört- den einer Legende. Hier geht´s zum Original:  klicken  LESEN!

Unter dem Titel; 

"CREDO: TOLERANTE MAUREN, BIGOTTE CHRISTEN?"
"Das
 arabisch-islamische Spanien gilt als Hort der Toleranz, das von fanatischen Katholiken zerstört wurde. Warum handelt es sich dabei aber um eine groteske Legende?

beginnt der Artikel so -ZITAT:

"Zu den besonders realitätsfernen Legenden gehört der Mythos von den toleranten Mauren und der bigotten Kirche. Er lässt sich bis zu den Aufklärern des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen und erfreut sich neuerdings wieder wachsender Beliebtheit. Demnach seien die islamischen Herrschaften des frühen Mittelalters, besonders in Spanien, viel aufgeklärter und kultivierter gewesen als die christlichen. Die katholische Kirche habe dann einen gnadenlosen Religionskrieg gegen diese edlen Bewahrer antiker Kultiviertheit vom Zaun gebrochen und alles zerstört. Eine groteske Legende."  (...)

Quelle: M.Eberts, Die Tagespost

Die Predigt des Kölner Erzbischofs in Fulda

domradio berichtet:  klicken und die DBK hat den Predigt-Text veröffentlicht  klicken

Die Predigt bei der Eucharistiefeier zur Eröffnung der Herbstvollversammlung der DBK beginnt so-ZITAT .

"Wir alle sind viel unterwegs. Heute bin ich in Fulda, gestern war ich in Köln, morgen geht’s weiter nach Frankfurt und Rom. Vielen von Ihnen wird es ähnlich ergehen. Manchmal denke ich: mein Leben, das ist gar nicht so weit weg von dem der Apostel. Ich ziehe in der Welt umher und verkünde das Evangelium – in kleinen Dörfern wie Düsseldorf und in großen Städten wie Bonn, Unkel oder Wipperfürth, manchmal auch in Frankfurt und in Rom. Und nun eben in Fulda. Bei aller Routine gibt es immer neue spannende Begegnungen und Erlebnisse. Einen Wanderstab habe ich nicht dabei. Ich nehme auch keine Vorratstasche und kein Brot mit. Aber ohne Geld und zweites Hemd bin auch ich nicht hierher nach Fulda gekommen.  (...) 

Quelle: domradio.de, DBK

S. Magister erteilt Kardinal Willem Jacobus Eijk das Wort, Fortsetzung...

von hier und hier 

Sicher konnte die Niederländische Kirche -mit ihrer Einheit auf Grund eher sozialer Verbindungen als wirklichen Glaubens solchen radikalen kulturellen Veränderungen der 1960-er nicht widerstehen.
In diesem Jahrzehnt stieg das Pro-Kopfeinkommen rapide an, was den Menschen ermöglichte, selbstbestimmt zu leben und deshalb unabhängig von einander. Es war ein großer Schub zur individualistischen Kuktur, die später hyper-individualistisch wurde. [...]

Der Hyperindividualist will kein Wesen, das ihn überschreitet- wie die Familie, der Staat, die Kirche oder Gott. Und wenn er die Notwendigkeit für eine dieser Wahrheiten manifestiert, dann aus nützlichen Gründen, d.h. eigenen Interessen- im allgemeinen wirschaftlichen- die das Individuum nicht allein aus eigener Kraft bewältigen kann. In diesem Klima kann man sich nicht vorstellen, zu einer Gemeinschaft wie der Kirche zu gehören, die gemeinsame Überzeugungen hat, am wenigsten über sich einen Papst oder eine Hierarchie zu haben, die die Glaubenswahrheiten - einschließlich Moral- lehren, vom Hl.Geist geleitet und teilhaftig an der Autorität Christi. [...]  

Was beeindruckt ist die Tatsache, daß in den Niederlanden die Entkriminalisierung der Abtreibung der Einführung der Euthanasie voranging- im Gegensatz zu dem, was praktisch in allen anderen Ländern passierte. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich daran, daß in unserm Land das Reden über Euthanasie in den 1969 Jahren mit dem Büchlein "Medizinmacht und Medizinethik" von Jan Hendrik van den Berg, Professor für Psychiatrie an der Universität Leiden, begann, das dafür plädiert, Kinder mit schweren körperlichen Anomalitäten durch Thalidomid (Contergan),ein Medikament, das von schwangeren Frauen eingenommen worden war, zu töten. [...]

Kaholiken und Protestanten waren in der Lage bis 1967 eine Mehrheit im Parlament zu halten. 1980 verschmolzen die Katholische Partei und die beiden Prostestantischen Parteien zur CDA (Christen-Democratisch Appel), die im Parlament mit einem Drittel der Parlamentssitze zur führenden Partei wurde. Das hinderte das Parlament jedoch nicht daran, 1981 das Abtreibungsgesetz zu verabschieden. Die CDA wurde säkular, verlor sehr schnell ihre ursprünglichen Züge [...] Zusäzlich zu dieser Christlich Demokratischen Partei, der größten, gibt es zwei kleinere Protestantische Parteien, Christen-Unie (CU) und Staatkundig Gereformeerde Partij (SGP). [...] 

Dienstag, 22. September 2020

S. Magister erteilt Kardinal Willem Eijk das Wort

Sandro Magister stellt bei Settimo Cielo das neue Buch des Erzbischofs von Utrecht, Kardinal Willem Eijk "Gott lebt in den Niederlanden" vor, in dem der Kardinal die Geschichte des Glaubensverfalls in der niederländischen Gesellschaft analysiert.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"ENDE DES CHRISTENTUMS? EIN KARDINAL ANALYSIERT DEN FALL DER NIEDERLANDE"

Wenn es eine Nation gibt, die mehr als alle anderen das Verschwinden des Christlichen Glaubens im Westen repräsentiert- meisterlich analysiert vom Historiker Roberto Pertici im vorigen post-, dann ist das die nierderländische.

Bis Anfang der 1960-er gehörten die Niederlande zu den christlichsten Nationen- was die Zahl der praktizierenden Gläubigen und ihre expansive Energie betraf. 12 % der katholischen Missionare in der Welt waren Niederländer. 

Dann- sehr schnell der Kollaps. Bis dahin, daß die Niederlande eines der entchristlichsten Länder in Europa ist. Heute gibt nur einer von vier Niederländern an, zu einer Katholischen oder Protestantischen Kirche zu gehören. Bei einer Bevölkerung von 17 Millionen ist die Zahl der Katholiken, die sich als solche bezeichnen auf 3,5 Millionen gesunken und von denen gehen nicht mehr als 150.000 am Sonntag zur Messe, die meisten von ihnen sind Einwanderer. Ungezählte Kirchen -sowohl katholisch als auch protestantisch -wurden geschlossen und in profane Gebäude verwandelt. 

Ein Buch,.das im Fall der Niederlande maßgeblich Zeugnis ablegt, ist gerade in Italien erschienen- verlegt von Ares. Es ist ein Interview von Andrea Galli mit dem Erzbuischof von Utrecht Kardinal Willem Jacobus. Eijk, das aus mindestens zwei Gründen von erheblichem Interesse ist: wegen der Schärfe, mit der er die Gründe des Zusammenbruchs identifiziert aber auch wegen des Vertrauens, das er auf eine beginnende Wiedergeburt -Dank der verbliebenen kleinen Herde von Gläubigen setzt, die eine personlichen Beziehung zu Christus haben- trotz der Tatsache, daß jeder "der den Mut findet, heute die Katholische Lehre anzubieten- besonders zu Ehe und Sexualkethik- verrückt genannt wird." 

Auf dem Umschlag des Buches steht die verstörende Frage Jesu: "Wird der Menschensohn, wenn er kommt, Glauben auf der Erde finden?" (Luk 18:8). Aber der Titel "Gott lebt in den Niederlanden" drückt genau dieses zuversichtliche Setzen auf den kleinenn Rest der Gläubigen aus, auf den Generationswechsel, der an Stelle des revolutionären Sturms der 60-er und 70-er heute schon in der Feier der Liturgie:lex credendi, lex orandi" einen wirklich katholischen Charakter sieht. 

Unten folgen einige Passagen ais dem Interview mit Kardinal Eijk, in dem er den Verfall des Christentums hauptsächlich auf die "hyperindividualistische" Kultur zurückführt, die sich im Westen seit Beginn der 60-er behauptet, intolerant gegenüber einem "Wesen, das sie transzendieren würde- sei es die Familie, der Staat, die Kirche oder Gott". Eine Kultur, der sich die beim II.Vaticanischen Konzil sehr aktive, progressive Elite der niederländischen Kirche der Zeit selbst unterwarf. 

Aber bevor wir Kardinal Eijk das Feld überlassen, ist es nützlich, die Aufmerksamkeit zwei anderen Elementen zuzuwenden, die für die Frage, die er analysiert hat, eine Bedeutung haben. 

Der Verlust des Kirchenstaates....

Ulrich Nersinger hat dazu einen Beitrag für domradio.de verfaßt:
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"ALS MAN DEM PAPST SEINEN STAAT NAHM" 

beginnt der Artikel so - ZITAT:

"Vom Kirchenstaat sind heute nur noch wenige Straßenzüge übrig. Fast 1.000 Jahre haben die Päpste über ein viel größeres Staatsgebiet geherrscht. Bis italienische Truppen im September 1870 Rom einnahmen und die päpstliche Armee kapitulierte." (...)

Quelle:domradio.de, U.Nersinger