Montag, 25. Januar 2021

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute noch einmal über die "Niederen Weihen". Hier geht´s zum Original:  klicken

              "WAS WAREN DIE NIEDEREN WEIHEN?" 

"Wie so oft, benötige ich hier die Hilfe von Lesern, die in der Lage sind, mir weiterzuhelfen. Wie so oft, wurde mein Gedankengang angeregt durch einen schönen kürzlich erschienenen Artikel des stets bewundernswerten Peter Kwasniewski. ( klicken ) Und wie so oft, geht es im Grunde auf PF zurück. (Dokument Spiritus Domini :klicken)

Was waren das eigentlich für Leute, die im ersten christlichen Jahrtausend die Fülle der niederen Weihen bekleideten? Und damit meine ich in erster Linie, was und wer waren sie soziologisch gesehen?

Waren damals, als die Gesellschaft noch christlich war, all diese Türwächter und Kerzenträger, Vorleser und Exorzisten, das, was wir heute als reguläre Angestellte der Kirche bezeichnen würden? Oder waren sie wie die Ministranten, Vorleser Kommunionausteiler und ständigen Diakone von heute eher eifrige und würdige Ehrenamtler, die nicht von der Diözese bezahlt werden, die Sonntags eine Albe überziehen und behilflich sind, die Liturgie anzureichern?

Ich denke, das macht einen Unterschied, denn es läuft auf die Frage hinaus, was sind denn eigentlich die Laien und wo liegt ihre besondere Berufung? Das hat enorme praktische Konsequenzen – etwa: Klerikalisieren wir die Laien? (s. dazu Peter Kwasniewskis Artikel in NLM  klicken ) Mein Bauchgefühl sagt mir: „Ja – genau das tun wir, aber wir sollten es nicht tun“. Aber ich habe das alles noch nicht vollständig durchdacht.

Ich finde einige sehr aufschlußreiche Verständnishilfen im alten Pontificale Romanum, und zwar in dem, was der Bischof den Kandidaten vor der Weihe zum Subdiakonat sagt: “Bis jetzt seid ihr frei und ungebunden und könnt Euch nach eigenem Willen ganz eurer weltlichen Berufung zuwenden. Doch wenn ihr diese Weihe empfangt, dann wird es euch nicht mehr möglich sein, von eurem Vorhaben zurückzutreten. [Hactenus enim liberi estis, licetque vobis pro arbitrio ad saecularia vota transire; quod si hunc Ordinem susceperitis, amplius non licebit a proposito resilire ...]."

Und er fährt fort mit der ausdrücklichen Erwähnung des Zölibats und der Verpflichtung der Subdiakone, stets zum Dienst der Kirche bereit zu stehen.

Demnach hätten also all diese Träger niederer Weihen jederzeit aufhören und sich die Haare wachsen lassen können, einen weltlichen Beruf ergreifen und (das scheint darin implizit enthalten zu sein) sich eine Frau suchen können. Ich fürchte, ich kann da nicht Bischof Schneiders Ansicht folgen, die er kürzlich in einem Artikel (s. hier: klicken) vorgetragen hat, daß  „es zur Übernahme eines jeden noch so bescheidenen Dienstes im öffentlichen Gottesdienst erforderlich ist, daß derjenige, der ihn ausführt, eine dauerhafte und gesegnete Beauftragung erhält“. Das vorkonziliare Pontifikale ist ganz eindeutig darin, daß die Träger der niederen Weihen die Freiheit haben, wenn sie das wollen (pro arbitrio), ihren Dienst zu verlassen (transire) und sich einem weltlichen Beruf (votum saeculare) zuzuwenden. Wenn der Bischof (bei der Weihezeremonie) feststellt, daß die Subdiakone stets zum Dienst der Kirche verpflichtet sind (wie eine zum dauernden Gebrauch erworbene Ware) – dann bedeutet das doch wohl,, daß sie das vorher nicht waren.

Doch so lange sie ihre Funktion als Türwächter usw. ausübten, waren sie ein regulärer Bestandteil des clerus Romanus, die am Tisch des Bischofs verköstigt wurden und an ihrer Tonsur kenntlich waren? Oder waren sie eher wie moderne Laien, die sich nützlich machen?

Dieses Vorgehen, sich in den alten Texte des römischen Ritus schlau zu machen, bietet uns das einfachste und zuverlässigste Verfahren, uns darüber zu informieren, was das für Leute waren, die in den Rängen der „niederen Weihen“ amtierten. Und was sind die Männer und Frauen in den beiden vom Hl. Paul VI. erfundenen „Dienstämtern“? Und was ist überhaupt ein Laie?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Aus der Rubrik: "Doch Biden ist ein frommer Katholik" ....

Wie "Die Tagespost" berichtet hat Präsident J.Biden ein Dekret unterschrieben, das es biologischen Jungen erlaubt, in Sportwettkämpfen gegen weibliche Konkurrenten anzutreten und deren Umkleideräume zu nutzen. Konservative Medien verurteilen die Entscheidung, die auf lange Sicht das Ende des Frauen /Mädchen-Sports bedeutet. 
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Unter dem Titel 

"USA: Transgender dürfen gegen Mädchen im Sport antreten."

 beginnt der Artikel so-  ZITAT:

"Der neue US-Präsident Joe Biden hat in den ersten Tag seiner Amtszeit bereits zahlreiche Dekrete unterzeichnet. Eines davon befasst sich mit dem Umgang mit Transgender-Personen im Sport: Es erlaubt Transgender-Sportlern, die biologische Jungen sind, bei sportlichen Wettkämpfen gegen biologische Mädchen anzutreten. Das konservative französische Wochenmagazin "Valeurs Actuelles“ nennt den Erlass „ein wenig kontrovers“ (...)

Quelle: Die Tagespost

Die Drehtüren im Vatican

In seiner heutigen Kolumne für Monday in the Vatican beschäftigt sich A. Gagliarducci mit den Aufgaben, die 2021 auf Papst Franziskus warten und mit dessen Ernennungspraxis. 
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"PAPST FRANZISKUS UND DIE DREHTÜREN DES VATICANS" 

Es scheint, daß 2021 ein Jahr wichtiger Veränderungen für Papst Franziskus sein wird. Die Kurien-Reform sollte beendet werden, die Vatican-Finanzen werden wieder vom MONEYVAL-Kommitee überprüft werden und Papst Franziskus ist zu einer robusten Umgestaltung bei den Führungspositionen der Dicasterien aufgerufen, weil etliche ihrer Leiter über 75 Jahre alt sind und das Pensionsalter erreicht haben. Dennoch gibt es bei all diesen Veränderungen auch Sicherheiten: daß Papst Franziskus sowieso Änderungen vornehmen würde- unabhängig von feststehenden Daten, weil das seine Strategie ist.

Papst Franziskus mag es nicht, verpflichtet zu sein und verteidigt seine Unabhängigikeit rigoros. Er kommuniziert seine persönlichen Entscheidungen nur wenig, ist bzgl. seiner Entscheidungen diskret und gibt seinen Sekretären nicht seine ganze Tagesplanung bekannt. Seine Tage werden von offiziellen Begegnungen und einer Reihe von privaten Treffen und Telefongesprächen,die er tätigt und von denen niemand irgendwas weiß, bestimmt. 

Diese Unabhängigkeit wird auch durch den Drehtürmechanismus verteidigt. Papst Franziskus will,  daß niemand um ihn ist, der die Macht hat, eine Art "Türhüter" zu werden. Bei anderen Päpsten waren das Kardinal Stanislaw Dziwicz, Sekretär von Johannes Paul II und in gewisser Weise Erzbischof Georg Gänswein, Sekretär von Benedikt XVI. Im allgemeinen waren alle Papst-Sekretäre die Person, zu der man gehen mußte, um einen Termin beim Papst zu bekommen, oder dem man eine Nachricht zukommen lassen mußte. 

Bei Papst Franziskus ist das nicht länger der Fall. Der Papst hat im vergangenen Jahr den gesamten Stab von Sekretären ausgewcjselt und hat zuerst Msgr. Fabian Pedacchio weggeschickt, der seit Beginn seines Pontifikates an seiner Seite war und dann Msgr. Ioannis Lahzi Gaid, der 2014 zu seinem zweiten Sekretär ernannt worden war. 

Es ist schwer zu wissen, wer in diesem Kreis von Freunden von Papst Franziskus oder den am meisten gehörten Beratern gehört. Bischof Bruno Forte von Chieti war Generalsekretär der beiden Familien-Synoden und wurde als einer der Theologen betrachtet, auf die Papst Franziskus sich bezieht. Er fiel in Ungnade, als er unvorsichtigerweise enthüllte, wie der Papst in gebeten hatte, wie er das Thema der Hl. Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene handhaben sollte. 

Folgt man dem Entscheidungsmuster, kann man sehen, daß Papst Franziskus sehr schnell, fast sofort Vertrauten schenkt. Tatsächlich verteidigt Papst Franziskus Leute, denen er vertraut oder die er für nützlich hält, rigoros. Nach dem "Letter-Gate"-Skandal (dem Brief von Papst Benedikt XVI zu einer Buchpräsentation des Vatican-Velags) trat Msgr. Dario Edoardo Viganò als Präfekt des vaticanischen Kommunikations-Dicasteriums zurück. Der Papst  lehnte seinen Rücktritt zuerst ab und behielt ihn dann als Assessor -einer ad-hoc geschaffenen Stellung- im Dicasterium. 

Sonntag, 24. Januar 2021

Tosatti: "Doch Biden ist ein frommer Katholik"

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die medial propagierte katholische Frömmigkeit des neu gewählten amerikanischen Präsidenten und spielt dabei auf den berühmten Satz aus der Rede des Marc Anton zum Mord an Julius Caesar an, wo er immer wieder sagt, "aber Brutus ist ein ehrenwerter Mann": Hier geht´s zum Original:  klicken

"BIDEN ABTREIBUNGSBEFÜRWORTER. VERRÜCKTES IM VATICAN, DER MUT DER US-BISCHÖFE"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae- das Verrückte - beschützt und befördert von den Regime-Medien- als von fast allen- scheint zuzunehmen. Und im Vatican- besonders in der Päpstlichen Akademie für das Leben - das dem- vorsichig gesagt-  phantasievollen Management von Msgr. Vincenzo Paglia von Sant´Egidio anvertraut ist, hält sich nicht zurück. Aber der Reihe nach...

In den letzten paar Tagen haben- wie Sie wissen, die us-amerikanischen Bischöfe an den neuen Präsidenten Joe Biden geschrieben und ihn daran erinnert, daß die schlimmste Form von Diskriminierung. die es zur Zeit im Land gibt, die Abtreibung ist. LifesSiteNews erinnert uns heute daran, daß seit der Roe versus Wade-Entscheidung von 1973 in den USA 62.502904 menschliche Wesen getötet worden sind. Bestimmte Kardinäle - von der progressiven McCarrick-Linie, wie Blase Cupich-haben zuerst versucht, den Vatican zum Eingreifen zu bewegen und dann [im USCCB-Statement] protestiert- wenn auch ohne großes Glück. 

 

Heute aber hat der neue Präsident - oder wer immer in seinem Namen handelt- einige Entscheidungen präsentiert, die sicher jenen Katholiken gefallen werden, die den spaltenden, bösen Trump verabscheuten und den neu gewählten Biden sehr lieben, der auch- wie seine Pressesprecher uns erinnern- ein "frommer Katholik" ist, Deshalb ist der natürlich Pazifist. Und natürlich - macht es dann Sinn, daß bereits ein großer Convoi Amerikanischer Truppen- eskortiert von Kampfhubschraubern ins nordöstliche Syrien eingedrungen sind,. Mit welchem Recht? Vor allem -nehme ich an-  um den Öl-Diebstahl zu schützen, daß der auf diesem Gebiet seit Jahren stattfindet. 

 Aber Bidens zweiter Schritt (oder dessen, der an seiner Stelle handelt (Planned Parenthood, die abtreibungsaktive multinationale Firma ist eine der Hauptfinanciers der Demokratischen Partei,  -aber denken Sie daran- er ist ein frommer Katholik) war es, diesen Text im offziellen Twitter-Account des Präsidenten zu veröffentlichen: "Jetzt, wo wir den 48. Jahrestag von Roe v. Wade begehen, ist es Zeit, uns wieder der vor uns liegenden Arbeit zu widmen. Angefangen mit der Kodifozierung von Roe - bis zur Eliminierung von mütterlichen und kindlichen Gesundheits-Problemen ist unsere Regierung engagiert, jedem den Zugang zur Gesundheitsversorgung, die er braucht, zu sichern. Und natürlich bedeutet "Gesundheitsfürsorge" - mit den Worten von Roe v. Wade die Ausweitung von Abtreibungen. 

Samstag, 23. Januar 2021

G.Weigel: "Kardinal Cupichs Kritik an Erzbischof Gomez ist unbegründet".

CNA veröffentlicht einen Kommentar von George Weigel zur Kontroverse um den Aufruf von Erzbischof Gomez an den neuen us-ameriukanischen Präsidenten- innerhalb der us-amerikanischen Bischofskonferenz - in die sich inzwischen auch ein deutsches Ordinariat eingemischt hat.                Hier geht´s zum Original:  klicken

"GEORGE WEIGEL: KARDINAL CUPICHS KRITIK AN ERZBISCHOF GOMEZ IST UNBEGRÜNDET" 

Erzbischof Jose Gomez, Vorstizender der us-amerikanischen Bischofskonferenz hat Mut bewiesen, als er am Tag der Amtseinführung von Präsident Joe Biden -trotz der Opposition innerhalb der Bischofskonferenz- ein Statement veröffentlichte-  sagt der Papstbiograph und Langzeit-Kirchenkommentator George Weigel:

Weigel sagt, daß Gomez "bischöflichen Mut" bewiesen habe- zu einer Zeit, in der andere "die Wiederaufnahme der Anpassung an Katholische Amtsinhaber verlangen,  für die sich Theodore McCarrick lange eingesetzt hat," (...)

In seinem Statement stellte Gomez fest, daß mit Bidens Amtsantritt zum ersten mal seit 60 Jahren wieder ein Präsident den Katholischen Glauben bezeugt. Das stellt einen einzigartigen Umstand dar, sagt Gomez, weil Biden legale Abtreibung unterstützt und dafür plädiert hat, sie vermehrt durcuh Steuergelder zu finanzieren.

Cupich kritisierte Gomez dann dafür, dieses Statement veröffentlicht zu haben und sagte, das sei eine "schlecht.durchdachte Äußerung" gewesen. die "ohne Beteiligung des Verwaltungsausschusses, ohne eine kollegiale Beratung" formuliert wurde, ohne das normale Procedere für Statements zu befolgen, die die amerikanischen Bischöfe repräsentieren  und sich ihrer Zustimmung erfreuen."

Die Regeln der Bischofskonferenz zeigen jedoch, daß das Standardvorgehen vor der Veröffentlichtung des Statements eingehalten wurden. 

Tweet zum Tage

Seit dem 22. Januar 2021 besteht die von Papst Julius II gegründete Schweizer Garde seit 515 Jahren

Freitag, 22. Januar 2021

Kardinal Müllers Predigt zum Fest der Hl. Agnes

Am Fest der Hl. Agnes hat Kardinal G.Müller in der Kirche Sant´Agnese in Agone auf der Piazza Navona in Rom die Hl. Messe gefeiert. La Nuova Bussola Quotidiana berichtet 
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"MIT DEM BLICK DER HL.AGNES BESTEHEN WIR ALLE PRÜFUNGEN" 

"Wir begehen in dieser heiligen Liturgie das Gedächtnis der Hl. Agnes. Im zarten Alter von 12 Jahren gab sie lieber ihr Leben für Christus dahin, als die falschen Götter der Heiden zu verehren. Und sie wäre heute angewidert von dem Spektakel um das Heidnische, das Christen veranstalten, die das erste Gebot vergessen haben. Im Glauben widerstand sie den Drohungen der Mächtigen und den Verlockungen des materiellen Lebensgenusses. Im ersten Buch seiner Schrift "Über die Jungfrauen" beschließt der Hl. Ambrosius von Mailand seine Darlegungen über unsere Hl. Märtyrerin mit diesen Worten: "So habt ihr denn in dem einen Opfer des Lebens ein zweifaches Martyrium, das der Jungfräulichkeit und das der Gottesverehrung" (De virginitate I,II, 9).

Das Martyrium der Hl. Agnes fällt in die Zeit einer furchtbaren Pestepidemie, die in der Mitte des 3. Jahrhunderts fast im ganzen Römischen Reich wütete und an manchen Orten die Hälfte der Bevölkerung dahinraffte. Der Märtyrerbischof Cyprian von Karthago (+ 258 n. Chr.) spendete in seiner Schrift "Über die Sterblichkeit" den Christen seiner nordafrikanischen Heimat den einzigen Trost in ihrer Todesangst, der über leere Worte und hoffnungslose Verzweiflung hinausgeht. Es ist der Blick auf unseren Herrn Jesus Christus, der als der Sohn des leidenslosen und unsterblichen Gottes unser armes Leben und Leiden bis zum bitteren Tod am Kreuz auf sich genommen hat. Das Fleisch gewordene Wort des Vaters allein kann uns im Leben und Sterben beistehen, weil er durch seinen Tod unsern Tod überwunden hat.

Der große Kirchenvater schildert uns eindrücklich, wie sich jeden Tag in Karthago die Leichenberge auftürmten, wie die Seuche die Menschen körperlich entstellte und sie in den Wahnsinn trieb. Auch der familiäre und soziale Zusammenhalt löste sich auf und brachte hemmungslose Lebensgier und rücksichtlosen Egoismus an den Tag. Und wie heute in der Corona-Epidemie wurden auch Christen in ihrem Glauben schwankend. Cyprian beschrieb die Lage so: "Sie stoßen sich daran, daß die Macht der wütenden Krankheit ebenso wie die Heiden auch die Unsrigen ergreift: gerade als ob der Christ nur deshalb gläubig geworden wäre, um, von der Berührung mit den Übeln verschont, in Glück die Welt und das zeitliche Leben zu genießen, und nicht vielmehr deshalb, um für die künftige Freude aufbewahrt zu werden, nachdem er hier alles Widrige erduldet hat" (De mortalitate 8).


Hallo Samuel....

Aleteia hat einen Text von Fr. Jean-Thomas de Beauregard OP zur Frage, wie sich Gott an die Menschen wendet, die er berufen will, veröffentlicht.
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"HALLO SAMUEL? WIE GOTT UNS NOCH UND IMMER BERUFT" 

Gott beruft immer noch aus seinem himmlischen Call-Center. Wie Samuel ruft er uns, ihm zu folgen. Wie Samuel können wir diesen Appell nicht immer hören, der auch ein Appell unserer Berufung ist. Und oft widerstehen wir ihm....

Es klingelt. Eine metallische Stimme vom Band erklärt "Die Nummer, die Sie gewählt haben ist nicht vergeben - oder der Teilnehmer ist nicht erreichbar. " Es klingelt erneut  und am anderen Ende entschuldigt sich jetzt- deutlich beschämt- eine echte Stimme: "Tut mir leid, ich bin nicht interessiert". Seit dem Garten Eden bis heute lebt Gott als Verkäufer eines Call-Centers, der eine neue Telefon-Flatrate oder eine neue Versicherung anbietet. Aber Gott gibt nicht auf. Gott ruft Tag um Tag Herz nach Herz.

Bei Samuel mußte Gott es dreimal versuchen . Samuel hatte allerdings seine Kindheit im Tempel verbracht - in der familiären Nähe zum Priester Eli. Aber er hatte sich nie träumen lassen, daß Gott sich direkt an ihn wenden könnte. Für ihn blieb Gott eine etwas vage Figur, zu finden zwischen den Torah-Rollen, zu spüren im Rauch des Weihrauchs, durch die Priester gelehrt. Gott war etwas Großes, aber er war noch kein Jemand." 

Gott ruft einmal, zweimal, dreimal, aber Samuel Zwillinge durch die Zeitalter erkennen ihn nicht. 

Der kleine Samuel hat durch die Zeitalter hindurch viele Zwillinge. Heute- groß geworden in einer katholischen Familie -haben sie die Rudimente des Glaubens im Katechismus gelernt, sie sind vielleicht sogar Priestern oder Mönchen begegnet- beim Almosensammeln oder in einer Pfadfindergruppe. Aber Gott hat sich noch nicht als ein Jemand offenbart. Gott ruft einmal, zweimal, dreimal, aber sie erkennen ihn nicht. Werden sie einen Eli finden, einen im Glauben Fortgeschrittenen, der sie lehrt, wirklich auf das Wort Gottes zu hören und ihr Leben in seine Hände zu legen?

Im Himmel fährt Gott fort- umgeben von den Legionen der Engel und der Heiligen, die bereits in die Seligkeit eingetreten sind, zu rufen. Er könnte via mailing-list einen Sammel-Appell schicken, eine Plakataktion in der U-Bahn starten oder ein Video bei Tic-Toc, aber Gott weiß, daß nichts ein persönliches Gespräch ersetzen kann, von Herz zu Herz. Also nimmt Gott wieder das Buch des Lebens und wählt erneut eine Nummer. Er kommt. jeden von uns zu holen, einen nach dem anderen. 

Donnerstag, 21. Januar 2021

Fundstück

Die Tagespost hat eine Untersuchung von Limore Yagil zum Verhalten der französischen Bischöfe bei  der Judenverfolgung und zu ihrem Verhältnis zum Hl. Stuhl und Papst Pius XII während der deutschen Besatzung veröffentlicht. Yagils Befunde stützen sich auf das Studium französischer, italienischer, israelischer Quellen und auf die Quellen des Vaticanischen Archivs.  
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Unter dem Titel 

"DER BISCHÖFE WERKE UND EUGENIO PACELLIS BEITRAG" 

beginnt der Artikel so - ZITAT: 

"Zwar hat auch Rolf Hochhuth versucht, mit seinem Stück "Der Stellvertreter" Papst und Kirche zu beschädigen und zu beschuldigen, doch erneut belegen jüngere Forschungen, dass Kardinal Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., bereits sehr früh die Rettung von Menschen jüdischen Glaubens seitens der Kirche Frankreichs, nach Kräften  unterstützte. 

Bis heute beschuldigen die meisten Historiker die Kirche in Frankreich, nicht genügend für die Rettung von Juden getan zu haben. Im Allgemeinen berücksichtigen sie lediglich den Beitrag von sechs Bischöfen, die seit Juli 1942 der Verhaftung von Juden öffentlich widersprachen. Zudem hatte kein einziger Historiker versucht, den Zusammenhang zwischen den Bischöfen in Frankreich, die Juden retteten, und ihrer realen und theologischen Verbindung zu Papst Pius XI. und seinem Sekretär Pacelli, der 1939  zu Pius XII wurde. " (...)
 

Quelle Limore Yagil, Die Tagespost 

Seid umschlungen Millionen

Hannah Brockhaus kommentiert für CNA den derzeitgen Stand der Dinge bei den Ermittlungen um verdächtige Geld-Transfers vom Vatican nach Australien.
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"BERICHT: ÜBERPRÜFUNG KANN KEINE ERKLÄRUNG FÜR 2 MILLIONEN AUSTRALISCHE DOLLAR VOM VATICAN NACH AUSTRALIEN FINDEN" 

Wie die Zeitung "Australian" vom 20. Januar berichtete; sind weitere 5,4 Millionen $ aus den Vatican-Tranfers als legitime Ausgaben für Reisen, Gehälter, Pensionszahlungen identifiziert worden. Australische Behörden haben seit mehreren Monraten verdächtige Überweisungen vom Vatican nach Australien untersucht. 

Der australische "Finanz-Wachhund" anerkannte schon früher im Januar daß man die Anzahl der Vatican-Tranfers  -mit 47.000- massiv überschätzt hatte. Am 13. Januar hatte die Zeitung auch berichtet, daß AUSTRAC (Australian Transaction and Analysis Centet) -eine Regierungsbehörde- diese Fehlberechnung einem computer-Codieriungsfehler zuschreibt. 

Nach einer detaillierten Überprüfung der ursprüngliche Ergebnisse  hat AUSTRAC den Australischen Senat informiert, daß die ursprüngliche Summe von 1,8 Millairden  falsch war und der wahre Betrag sich auf 7,4 Millionen $ beläuft, die zwischen 2014 und 2020 in 372 Transaktionen überwiesen wurden.

Ermittler von AUSTRAC, der Italienischen Bank und des IOR -auch Vatican-Bank genannt- führen eine gemeinsame Untersuchung der 7,4 Millionen $ durch.

Nachdem sich ergeben hat, daß 5,4 Millikonen $ aus legitimen Ausgaben stammen, bleiben noch 2 Millionen, die aufgedeckt werden müssen. . 

Australian hat letzte Woche berichtet, daß AUSTRAC auch herausgefunden habe, daß es während der vergangenen 6 Jahre auch 237 Überweisungen von insgesamt  20,6 Millionen $ in die andere Richtung gab: von Australien in den Vatican. Die Zeitung schreibt, daß AUSTRAC jedoch weiterhin verdächtige Transfers aus dem Vatuican nach Australien untersucht. Und sie fügte hinzu, daß die Australische Bundespolizei und das Finanz-Überwachungsbüro des Vaticans 4 Überweisungen vom Vatican nach Australien untersuchen.

Sie berichtet, daß zwei dieser Transfers mit Kardinal Angelo Becciu in Verbindung stehen. Eine Gesamtsumme von 1,5 Millionen $ wurden zwischen 2017 und 2018 an eine Firma in Melbourne überwiesen.

Berichte über verdächtige Geldüberweisungen vom Vatican nach Australien gehen auf den Oktober zurück, als Italienische Medien berichteten, daß eine angebliche Überweisung Teil eines Dossiers sei, das Vatican-Ermittler und Staatsanwälte gegen Becciu zusammenstellten.

Becciu trat am 24. September von seinen Kurienämtern zurück und verzichtete auf seine Rechte als Kardinal - in Verbindung- wie berichtet wurde- mit zahlreichen Finanzskandalen aus der Zeit, als er zweiter Mann im vaticanischen Staatssekretariat gewesen war. 

Er hat wiederholt jede Art von Fehlverhalten geleugnet - oder jeden Versuch, den Prozess gegen Kardinal Pell, den früheren Präfekten des vaticanischen Wirtschaftssekretariats, der im August 2018 begann, zu beinflusssen.."

Quelle: H. Brockhaus, CNA 

 

Mittwoch, 20. Januar 2021

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes auf gewohnt ironische Art über die angebliche Ahnenreihe des neuen us-amerikanischen Präsidenten Joe Biden. Hier geht´s zum Original:  klicken

                                           "JEDE MENGE AZTEKEN" 

In der öffentlichen Presse wird viel über Mr. Bidens Vorfahren geredet. Gott segne ihn an seinem verheißungsvollen Tag! 

Augenschenlich gibt es das Narrativ, daß er von einem Captain George Biden von der Ehrenwerten East India Company abstammt, der nach Indien (Überraschung!) Indien ging und (Wie außerordentlich politisch korrekt) eine Inderin heiratete, Das Problem ist, daß die Archive der Company nichts von einer solchen Person weiß. Es gab einen Captain Christopher  Biden, aber der hatte eine englische Frau. Natürlich könnte er auch in Bigamie gelebt haben, aber würde ihn das nicht in einen kolonialistisches Raubtier und imperialistischen Ausbeuter wehrloser eingeborener Weiblichkeit machen? Falsche Botschaft. 

Die Leidenschaft nordamerikanischer Präsidenten für Genealogie erinnert mich an unsere eigene Tudor-Periode....die Dom Gregory Dix einmal als die Zeit beschrieb, in der England der Herrschaft der Gestapo am nächsten kam. Das Tudor-England war voller neuer Männer und viele von ihnen waren nicht abgeneigt mit den Mitgliedern der Heraldiker-Gilde eine Vereinbarung zu treffen, um....ähm.. ihre Abstammung von großen aber inzwischen ausgestorbenen Familien zu beweisen. Nehmen Sie die Spencers...deren berühmtestes Mitglied die beliebte Diana war. Als sie allmählich die soziale und finanzielle Leiter hinaufkletterten, erhielten die Tudor- Spencers ein erstes Wappen...das weder explizit noch implizit Adel behauptete. Aber als sie noch weiter hinauf gestiegen waren, überredetet sie Clarenceux King of Arms , ihre Abstammung von der mächtigen mittelalterlichen Despencer-Familie zu beweisen ....und ihnen ein neues Wappen zu verleihen, das ihre "Wiederentdeckte" Identität als Juniorzweig der Familie implizierte.

Genealogen und Antiquare waren - fürchte ich- in den Tudor (und Stuart-)Tagen nicht weniger korrumpierbar als einfache Leute. Wenn Sie nächste mal bei einer Party sind, bei der auch ein Mitglied der Heraldiker-Gilde anwesend ist, versuchen Sie sich hinter ihn zu schleichen und zur ´murmeln "Garter Dethick". Sie werden herausfinden, daß ihn das ganz  schwach und zittrig werden läßt. Und ein Tudor-Antiquar (Leland) fuhr in Cornwall herum, grub nette Bücher aus unterdrückten Klöstern aus und sammelte lokale historische Informationen. Eine mittelalterliche katholische cornische Legende hatte ziemlich viel über einen äußerst tyrannischen und hassenswerten Tudor-König zu sagen. Glücklicherweise zeigten Lelands gründlichere und ausgewogenere Recherchen, daß der Tudor ein frommer und gutmütiger Monarch war. Sogar im mörderischen Tudor-England lebte Leland -anders als andere- lange genug, um verrückt zu werden. 

Das Verschwinden der religiösen Ehen ....

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Text zum Schwinden der religiösen Ehen und dem Zusammenbruch der Geburtenraten,  den Professor Ettore Gotti Tedeschi für La Verità verfaßt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"ETTORE GOTTI TEDESCHI: DAS VERSCHWINDEN DER RELIGIÖSEN EHEN IN ITALIEN" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Prof. Ettore Gotti Tedeschi hat für La Verità, der wie danken, diese sehr interessante Überlegung zum numerischen Zusammenbruch der religiösen Ehen verfaßt. Gute Lektüre.

                                                                 §§§

"DAS VERSCHWINDEN RELIGIÖSER EHEN" Ein gelinde gesagt beunruhigendes Phänomen - mindestens so sehr wie der Zusammenbruch der Geburtenrate- besteht darin, daß die religiösen Ehen fast verschwunden sind. Am vergangenen Freitag habe ich gemeinsam mit Prof. Gian Carlo Biangiardo, Präsident von Istat, an einer vom Senat der Republik gesponserten und Senatorin Tiziana Drago für die neue Generation organisierten Diskussion teilgenommen
Bei dieser Konferenz "Demographisches Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung (Covid-Effekt auf die Geburtenrate). Prof. Biangiardo illustrierte einige noch vorläufige Daten zur Ehe, die in Italien von Januar bis Juli 2020 geschlossen wurden. Diese Daten verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Zwischen Januar und Juli 2020 betrug die absolute Zahl der in Italien geschlossenen Ehen 34.059 gegenüber 101.461 im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 und 107.990 im Jahr 2018. Das überraschendste und beunruhigendste Phänomen ist jedoch das Verschwinden religiöser Eheschlkießungen zwischen Januar und Juli 2020: 4141 gegenüber 47.025 im Jahr 2019. Praktisch machten die religiösen Ehen im Jahr 2019 fast die Hälfte der gesamten Ehen aus (46,5%) , während es 2020 nur 12% waren.

Eine Folge geschlossener Kirchen und offener Rathäuser? Auswikung einer Verssschiebung der religiössen Ehe auf besserer Zeiten? Entmutigende Wirkung des Ehe-Sakramentes? Es wir interessant sein, die Kommentare der Experten bei einer möglichen Diskussion über dieses Thema zuu lesen, aber
in der Zwischenzeit müssen wir erkennen, wie schwerwiegend dieses Phnänomen und seine Folgen nicht nur für die Gründung von Familien sein wird. sondern auch für das Problem der Geburtenzahlen, die wir erst 2021 und den folgenden Jahre sehen werden. Bald werden wir Klagen über einen weiteren Zusammenbruch der Geburtenrate hören, gelehrte Kommentare zum demographischen Winter lesen, dem Schrei der hersteller voin Baby-Windeln lauschen und vor allem über due Zufriedenheit wegen weiterer Landungen von Migranten lesen, die die Lücken in der Bevölkerung füllen sollen.

Aber während wir einerseits das Flüstern derer hören, die den Zusammenrbuch der Geburtenrate klagen, glauben wir andererseits den Jubelschrei zum gleichen Zusammenbruch zhu vernehmen, der es uns ermöglicht, den Planeten -Dank der wenigeren Münder, die zur Ausbeutung der Umwelt erforderlich machen- vor der Umweltzerstörung durch ddie gierige Menschheit zu schützen. Hier ist der Widerspruch zwischen denen, die sich über die Nicht-Geburten beklagen und denen die sich darüber freuen, besorgniserregend. Geburtenrückgang -unabhängig von einer moralischen Beurteilung- bedeuten nicht nur wirtschaftlichen Niedergang sondern auch (für malthusianische Umweltschützer) Umweltschutz.
Ein irrationaler Widerspruch, der auch für die Lösungen geährlöich ist, die folglich niemals akzeptiert werden.

Dienstag, 19. Januar 2021

Fundstück

Thorsten Paprotny begründet bei CNA, warum das "nihil obstat" bei der Vergabe kirchlicher Lehraufträge unverzichtbar ist. 
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"WARUM DAS "NIHIL OBSTAT" UNVERZICHTBAR IST"

beginnt der Beitrag so- ZITAT

"Der weithin bekannte Ethiker Dietmar Mieth hat sich mit einem provokativen Beitrag über die kirchliche Praxis der Vergabe des "Nihil obstat" zu Wort gemeldet und als "römischen Machtanspruch" kritisiert

Ganz einfach gedacht: Ein Student der Katholischen Theologie darf erwarten, dass er in Katholischer Theologie unterwiesen wird, vertreten von Lehrpersonen, die fachlich geeignet sind und zugleich im Einklang mit der Lehre der Kirche aller Zeiten und Orte stehen. Natürlich gibt es auch kluge und wissenschaftlich versierte Spezialisten, die sich vom Lehramt der Kirche kritisch absetzen. Über Sinn und Zweck des "Nihil obstat"-Verfahrens wird seit langer Zeit kontrovers diskutiert. Zunächst aber gilt es, sich einige Aspekte bewusst zu machen."  (...)

Quelle: T. Paprotny, CNA

Das NHS hat wieder einen Gefangenen gemacht

und mit Hilfe der britischen Justiz -wie im Fall des kleinen Alfie Evans- das Todesurteil gegen R.S. zur Vollstreckung bestätigt. R. Cascioli kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana
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"DIE KULTUR DES TODES REGIERT, ABER WIR SIND BETÄUBT" 

Fast sind Fälle wie dieser keine Nachricht mehr wert und interessieren die Öffentliche Meinung nicht. Dennoch haben wir Grund, uns sehr ernsthafte Sorgen zu machen: wenn wir krank werden, riskieren wir Geiseln in Ländern zu werden, die uns töten können. Und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist eine "Filiale" von Soros. 

Es sind weniger als drei Jahre seit dem Fall von Alfie Evans , des schwerbeschädigten Kindes vergangen, das nach einem langen medico-legalen Kampf in England getötet wurde, aber es scheint ein Jahrhundert vergangen zu sein. Das war ein Fall, der die Welt bewegte, vor allem wegen des Kampfes und des Mutes seiner Eltern, Tom und Kate, gegen ein unmenschliches System, das eine Grenze zieht, die das Leben auslöscht, weil es als lebensunwert erachtet wird. Die Zeitungen der ganzen Welt haben darüber berichtet und auch der Papst war beteiligt. Es gab eine große Volksmobilisierung auf der ganzen Welt, Gebete und Proteste. 

Aber seitdem scheint ein Jahrhundert vergangen zu sein: die Kämpfe einzelner Familien gegen das System gehen weiter, aber ohne mediales Aufsehen. Das wird immer weniger oder falsch verstanden, die Zeitungen und die Öffenbtliche Meinung scheinen sich nicht mehr dafür zh interessieren. Schon der Fall der kleinen Tafida Raqeeb - auch sie im Vereinigten Königreich zum Tode verurteilt- hatte Mühe, in den Medien Raum zu finden- auch wenn die Eltern am Ende die Möglichkeit hatten, ihre Tochter nach Italien zu bringen- ins Gaslini-Krankenhaus in Genua, wo sich ihr Zustand sehr verbesserte, sodaß sie vor einem Jahr aus der Intensivstation entlassen werden konnte. 

Aber heute interessiert die Geschichte von RS niemanden mehr, kaum einige Zeilen auf den Seiten der sehr wenigen Lokalzeitungen in England. Für den Rest der Welt existiert der Fall nicht. Sicher- RS ist ein Erwachsener, kein Kind, und schon das ruft weniger Gefühle hervor. Die Richter waren schlau, vor der ersten Verhabndlung haben sie sofort verboten die Identität des Betroffenen und die Geschichte seiner Familie bekannt zu geben und Fotos zu veröffentlichen. So wurde es schwerer,einen Medienfall zu schaffen. Name und besonders Fotos sind essentiell, um Emotionen auszulösen, es ist schwierig, eine Bewegung zugunsten von Initialen auszulösen. Aber es wäre heuchlerisch zu denken, daß das genügt, um das totale Desinteresse an RS zu rechtfertigen.

Sandro Magister über die Bedeutung eines katholischen Präsidenten der USA

Sandro Magister äußert sich bei Settimo Cielo über die Bedeutung, die die Amtsübernahme des zweiten katholischen Präsidenten für Amerika, die Katholische Kirche und die massive Spaltung der Gesellschaft haben könnte. 
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"BIDEN IM WEISSEN HAUS. IST DAS DER AUGENBLICK DER WAHRHEIT FÜR DIE AMERIKANISCHEN KATHOLIKEN?" 

Religiöse Zusammensetzung des 117. Kongresses  

CapitolHill 

Wenn Joe Biden ab dem 20. Januar der zweite katholische Präsident der USA ist, dann aber in einer politischen und religiösen Landschaft, die sich von der seines Vorgängers John F. Kennedy stark unterscheidet.
Kennedys Problem war, allen Bürgern zu versichern, daß sein katholischer Glaube nie seine Loyalität gegenüber Amerika beeinflussen werde. Biden muß dagegen eine tief gespaltene Nation, in der auch die Katholische Kirche auf allen Ebenen gespalten ist, in der Hierarchie,  unter den Gläubigen, den Wählern und den in den Kongress Gewählten wieder zusammenbringen. 
Im oben wiedergegebenen Diagramm des Pew Research Centers kann man sehen, daß unter den Protestanten auf Capitol Hill die Republikaner die Demokraten bei weitem übertreffen, daß unter den Juden die Demokraten auf überwältigende Weise überwiegen, daß alle Mormonen Republikaner sind, und daß die, die nicht zu den Jüdisch-Christlichen Religionen gehören, alle Demokraten sind, Entweder auf der einen Seite oder der anderen.
Die Katholiken dagegen sind die am meisten zwischen den beiden Lagern Gespaltenen, mit einem leichten Überwiegen der Demokraten gegenüber den Republikanern. Und wir wissen, daß das Land weit von einer friedlichen Spaltung entfernt ist, besonders nach den 4-jährigren Präsidentschaft von Donald Trump. 

Montag, 18. Januar 2021

Manopello: Segen für die ganze Welt (korrigiert)

Hier noch einmal die korrigierte, endgültige Fassung. Wir entschuldigen uns bei unserer Lesern für die Freischaltung des unfertigen Beitrags. 

Angela Ambrogetti berichtet für ACI Stampa vom der gestrigen Zeremonie der Segnung der Welt mit dem Volto Santo in Manopello. Hier geht´s zum Original:   klicken

"IN MANOPELLO SEGNUNG DER WELT MIT DEM BILD DES VOLTO SANTO"

Die Feier wurde von Erzbischof Georg Gänswein geleitet" 

Ein antiker Ritus , der noch nie so reich an B Edeutung war in diesem Jahr. Die Segnun g der ganzen Welt mit dem Bild des Angesichts Christi, das im Heiligtum von Manopello in den Abruzzen aufbewahrt wird.  

Die Zeemonie fand gestern morgen statt und erinnert an den Willen Papst Innonzenz´  III , der dieses Fest 12308 für den zweiten Sonntag nach Epiphanias, Omnis Terra, einführte. Begleitet von den Kanonikern von Sant Peter hat er das "Veronica" genannte Bild in einer Prozession ins benachbarte Hospital Santo Spirito in Sassia getragen, 

Heute findet die Feier jedes Jahr im Waqllfahrtsort in den Abruzzen statt -und dieses JAhr wurde es von EWTN übertragen. Geleitet wurde sie vom Präfekten des Päpsltichen Hauses und Sekretär des Papa emeritus, Erzbischof Goerg Gänswein, der in seiner Predigt auch an den E Bsuch BEnedikts XVI im September 2006 in Manopello erinnterte.
Aber heute, Sonntag 17. Januar, erinnern wir uns besonders daran, wie Papst Innozenz III zusammen mit seinen Kanonikern das Volto Santo nicht zu den Intellektuellen und den Adligen der Stadt trug sondern zu den Kranken und Armen Roms: heute  -wo der Ausdruck Omnis Terra "die ganze Welt- vielleicht wie nie zuvor eine gekannte erschütternde Aktualität hat. Tatsächlich ist es die ganze Erde, die plötzlich von einem un sichtbaren Virus bedroht wird- alle Kontinente, ethnischen Gruppen, alle Nationen und Religionen- wirklich alle Menschen auf der Erde, jung und alt! Es sitg die ganze Erde, die plötzlich Angst vor Krankheit und Tod hat, von Feuerland bic Wladiwostok . Wann war der Ausddruck "Omnis Terra" aktueller? 

Der Erzbischof erinnerte auch daran, daß Pater Carmine, Rektor der Basilika in Manopello, die Idee hatte, während des "Jubiläums der Barmherzigkeit", das Papst Franziskus für das Jahr 2016 ausgerufen hat, eine drittes jährliches Fest zur Verehrung des Heiligen Antlitzes einzuführen. Und der Omnis Terra Sonntag war in Erinnerung an die pionierihafte Initiative von Innocenz III im Jahr 1208 einfach am besten geeignet.

Die Erhebung zum Fest wurde im Lauf der Jahre von Kardinal Gerhard L.Müller, Kardinal Kurt Koch und dem Erzbischof von San Francisco, Salvatore J. Cordileone sowie Bruno Forte, Erzbischof von Chieti-Vasto, in dessen Diözese sich der Wallfahrtsort befindet, gefeiert. "

Quelle: A. Ambrogetti, ACI-Stampa

Fr. Hunwicke spricht...

heute bei liturgicalnotes über den emeritierten anglikanischen Erzbischof von Canterbury Rowan Williams. Hier geht´s zum Original:  klicken

                             "ROWAN WILLIAMS" 

"Einer meiner früherer Studenten hat eine Zeitschrift gegründet: "MONK: art and the soul; an Imaginarium." 15£, 20€ oder 25$ kostet das großformatige Hochglanzprodukt, das nicht von Anzeigen finanziert wird. Ich glaube nicht, daß Sie denken werden, Ihr Geld aus dem Fenster geworfen zu haben, wenn Sie es sich einmal anschauen.

Ich zitiere hier einen Abschnitt aus einem langen Interview mit dem emeritierten (anglikanischen) Erzbischof Rowan Williams. Seine Ausführungen passen m.E. sowohl auf die Weiheriten des nachkonziliaren römischen Ritua als auch auf die modernen Riten in der Kirche von England:

„... Es ist keine Strategie für die Glaubensverbreitung, wenn wir sagen, wir müssen die Dinge weniger geheimnisvoll oder weniger fremdartig machen. Ich bin kein Fundamentalist, weder in Sachen Lateinische Messe noch in Sachen PrayerBook, aber ich denke, wir begehen einen großen Fehler, wenn wir darauf aus sind, alles irgendwie zu glätten, zu vereinfachen und leichter zugänglich zu machen. Als ich seinerzeit die Weihen nach dem anglikanischen Ritus spendete, fühlte ich mich richtig ungeduldig bei all den andauernden Erklärungen. Immer folgte noch ein Abschnitt mit Erklärungen, und ich dachte: Warum können wir denn nicht einfach weitermachen?“

Höchstwahrscheinlich hat Williams "After Writing“ von Catherine Pickstock gelesen, wo verschiedene Erklärungen dafür geboten werden, was es mit der "abgehackten“ mündlichen Vortragsweise im alten römischen Ritus auf sich hat. Wenn einiges anders verlaufen wäre, hätte Erzbischof Williams auch einer von uns sein können.

Tatsächlich sagt er nach ein paar Seiten: "Ich habe lange darüber nachgedacht (katholisch zu werden), aber...“ Er erklärt dieses "aber“ und fährt dann fort: Es ist mir immer als die große Stärke der Katholischen Kirche hier und anderswo erschienen,daß sie das Gebet und die andauernde sakramentale Gegenwart immer als Selbstverständlichkeiten betrachtet hat.

Bei Gelegenheit eines Besuches von Rowan bei Papst Benedikt teilte man ihm mit, daß das Treffen sich ein wenig verspäten werde, da der Hl.Vater gerade vor dem Allerheiligsten Sakrament bete. Daraufhin antwortete er "Und warum kann ich nicht auch vor dem Allerheiligsten Sakrament beten?“ Als junger Priester hatte er den sakramentalen Segen in seiner Pfarrei eingeführt.

Als Williams bei seiner Emeritierung Benedikt seinen letzten Besuch abstattete und vor diesem niederkniete, um seinen Segen zu erbitten, standen, wie es heißt, beiden Männern Tränen in den Augen."

Quelle:liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

10 Jahre nach Errichtung des Ordinariates "Unsere Liebe Frau von Walsingham"

Nico Spuntoni  kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana den 10. Jahrestag der Priesterweihe von drei anglikanischen Bischöfen und ihrer Aufnahme in die Katholische Kirche. 
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10 JAHRE SPÄ'TER 

"DAS ORDINARIAT FÜR EX-ANGLIKANER, BENEDIKT XVI HAT ES RICHTIG GESEHEN" 

Am 15. Januar 2011 wurde das Ordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham errichtet, dazu berufen, jene Gruppen von anglikanischen Hirten und Gläubigen zu vereinen, die die Absicht hatten, sich unter die Autorität des Papstes zu begeben. Das alles war eine Folge der von Benedikt XVI geschriebenen Apostolischen Konstitution Anglicaonrum Coetibus  (2009) - die einer der wichtigsten Akte seines Pontifikates geblieben ist. 

Am 15. Januar 2011 gab es in der Kathedrale von Westminster nur Stehplätze. Ein "einzigartiger Tag, der einen neuen Schritt im Leben und in der Geschichte der Katholischen Kirche darstellt" so die damalige Predigt vin Kardinal Vincent Nichols, Primas von England und Wales.Der Erzbischof von London begrüßte daher die historische Priesterweihe für 3 ehemalige anglikanische Bischöfe, die beschlossen hatten, ihren Titel, ihr Gehalt und ihre Wohnung aufzugeben, um zusammen mit ihren Familien in voller Gemeinschaft mit der Kirche von Rom begrüßt zu werden. 

Die Zeremonie, dank derer John Broadhurst, Andrew Burnham und Keith Newton katholische Priester wurden, wurde wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Dekrets zur Errichtung des Ordinariats unserer Lieben Frau vin Walsingham vollzogen. dazu bestimmt, jene Gruppen von Hirten und Gläubigen zu vereinen, die die Absicht hatten, sich unter die Autorität des Papstes zu stellen. 
Mit diesem Dokument folgte die Glaubenskongregation dem, was Benedikt XVI vor wenig mehr als einem Jahr in der Apostolischen Konstitution Anglicanorum Coetibus (4. November 2009) gewollt und geschrieben hatte, bzgl. der Errichtung von Personalprälaturen zum Empfang der Anglikaner, die "mehrmals und nachdrücklich darum gebeten hatten "auch zur vollen Kommunion aufgenommen zu werden und dieser Apostolische Sitz hat ihre Bitte gern entgegen genommen". Diese kanonische Formulierung des Ordinariates  die zulassen sollte, die vom Hl. Stuhl approbierten liturgischen Bücher der anglikanischen Tradition zu behalten, ist in der Lage die Elemente der Übereinstimmung dieses Patrimoniums mit dem katholischen zu beweisen.

Verbesserungen oder nicht?

In seiner heutigen Kolumne für "Monday in the Vatican" befaßt sich A. Gagliarducci mit dem Vorgehen von Papst Franziskus bei der Kurienreform, speziell auf finanziellem und juristichem Gebiet und stellt die Frage, ob dieses Vorgehen eine Verbesserung bringt.  
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"PAPST FRANZISKUS- VERBESSERN SEINE REFORMEN DAS VATICAN- SYSTEM?"

Ein in der vorigen Woche veröffentlichter Artikel von Associated Press wirft ein Licht auf die Schwäche des Rechtssystems des Vaticans. Diese Schwäche hat sich auf dramatische Weise während der Untersuchungen des Erwerbs der Luxus-Immonbilie in London durch das Staatssekretariat manifestiert. 

Die Untersuchung war ein generelles Vorgehen, das direkt vom Papst angeordnet wurde. Papst Franziskus hat so den Schritt der Autorisierung durch das Vaticanische Gericht umgangen. Die Vaticanische Polizei durchsuchte und beschlagnahmte Material aus dem Staatssekretariat, der Vaticanischen Finanzaufsicht und den Wohnungen einiger beteiligter Personen,. Diese Operation wurde ohne jede Beachtung internationaler Normen durchgeführt. 

Zu der Zeit wurden wegen dieser Untersuchung 6 Personen zuerst suspendiert und dann aus ihren Ämtern entfernt (oder nicht in ihnen bestätigt). Die Vaticanische Finanzaufsicht wurde auf breiter Basis mit neuen Spitzen (alle aus italienischen Umfeldern) neu organisiert. Der Papst zwang Kardinal Angelo Becciu zurückzutreten und sogar seine Vorrechte als Kardinal aufzugeben.

Das Rechtssystem des Vaticans ist wie es ist: es funktioniert durch die Entscheidungen eines absoluten Monarchen und steht so außerhalb jeder internationalen Konvention, auch wenn der Hl. Stuhl viele internationale Konventionen unterzeichnet und ratifiziert.

AP hat sich also einem kritischen Thema gewidmet. Daß der Hl. Stuhl eine absolute Monarchie ist, ist eine Tatsache. Gleichzeitig ist der Hl. Stuhl auch Teil eines internationalen Systems  und unterzeichnet deshalb Dokumente, Erklärungen, Memoranden und UN-Konventionen. Der Hl. Stuhl könnte sich manchmal dazu gedrängt fühlen, seine Souveränität auf´s Spiel zu setzen. Dennoch will er die Besonderheiten seines kleinen Staates nicht riskieren, deren Hauptgrund am Ende war, dem Papst ein  internationales Bürgerrecht zu verleihen. Der Hl. Stuhl ist jedoch aufgerufen, die Verträge, die er ratifiziert, zu befolgen.

Sonntag, 17. Januar 2021

Musik am Sonntagabend....

Mozart auf 4 Flügeln.....( hier wurde das Orchester durch den 4. Flügel ersetzt) 

                 

Tweets zum Tage

Erzbischof Georg Gänswein hat am Sonntag Omnis Terra in Manopello die Hl. Messe zelebriert-gefolgt von der Segnung mit dem Volto Santo und dann- wie es Papst Innonzenz III im Jahr 1208 einführte- das Volto Santo in der Prozession getragen.



CNA hat den Predigt-Text veröffentlicht.  Klicken

"Erzbischof Georg Gänswein sagte, daß das als Volto Santo bekannte Bild von Manopello die "unvergleichliche Nachricht von der Aufersteheung Christi vermittelt" 

Fundstück

domradio befaßt sich in ein em Beitrag zum heutigen Evangelium- der Hl. Joihannes der Täufer sagt,als Jesus auf ihn zugeht: "Seht das Lamm Gottes" mit der -auch symbolischen Bedeutung des Lammes im christlichen Glauben.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

"TIER MIT TIEFER SYMBOLIK" 

beginnt der Artikel so- ZITAT

"Im Evangelium dieses Sonntags hört die Gemeinde den Täufer Johannes seinen berühmtesten Satz sagen: "Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt." Was genau ist damit gemeint?

Wenn in der Kirche vom Lamm Gottes die Rede ist, dann ist damit Jesus Christus gemeint. Das Lamm, auch im Bild, ist das weit verbreitetste Symbol für Christus. Die Bezeichnung hat mehrere Ursprünge. Der wichtigste davon ist Johannes der Täufer. Als er Jesus am Jordan auf sich zukommen sieht sagt er diesen berühmten Satz: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt" (Johannes 1,29). Der Bibelwissenschaftler Gunther Fleischer erklärt, was diese Bezeichnung Lamm Gottes über Jesus aussagt: "Hingabe für die Anderen. Also dieser Jesus ist einer, der sein Leben hingibt für die anderen und er tut dies ganz im Dienste Gottes. Deswegen: Lamm Gottes." (....)

Quelle: domradio.de

Samstag, 16. Januar 2021

M.Tosatti: Aufruf zum Protest mit Blumen....

Marco Tosatti  veröffentlicht bei Stilum Curiae den Brief  eines Lesers, der zum "stillen, respektvollen" Protest gegen Papst Bergoglio und "seine" Kirche aufruft. Dabei geht es auch nicht ohne sehr starken Tobak ab, was die Person des amtierenden Pontifex angeht. Cave also!
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIESE KIRCHE GEFÄLLT UNS NICHT. WARUM DAS NICHT IN DER MESSE MIT EINER BLUME SAGEN?" 

Liebe Stilumcuriale, "irgendein" Leser unserer Seite, hat uns diesen Brief geschickt, in dem er ein so nette und poetische Initiative vorschlägt, daß es uns falsch erscheint, sie nicht weiterzugeben. Gute Lektüre. 

§§§

Eine Blume, vielleicht weiß, im Knopfloch, um bei der Messe einen stillen Protest gegen den aktuellen Kurs der Kirche zu manifestieren. 
Eine dritte Hypothese, um in der Intensivierung der Konfrontation zwischen den verschiedenen Positionen im "una cum" in diesen Tagen, zu vermitteln. 

Die sehr heftige Kontroverse ergibt sich aus der Tatsache, daß sowohl für Bergoglianer als auch für die Anti-Bergoglianer unbestritten ist, daß die formale, aber vor allem die innere und geistige Gemeinschaft mit dem regierenden Papst eine wesentliche Voraussetzung für die Gültigkeit der Messe und der Eucharistie ist.
Die una cum argumentieren jedoch, daß "die Kirche zu Christus gehört" und daß daher die innige Gemeinschaft mit dem Papst (una cum famulo tuo papa nostro...) für die Weihe und Gültigkeit der Eucharistie nicht zählt. Wie können einfache Seelen wissen, ob der Papst legitim ist oder nicht? Kann 
Gott ihnen seine Gnade verweigern? Es gibt das Ecclesia-Suppletion (Ergänzung) für Unwissende, die in gutem Glauben zur Messe gehen. (Aber nur für Unwissende).

Diejenigen gegen das una cum sind, zitieren hingegen den Hl. Thomas von Aquin, daß derjenige, der mit Ketzern zu Messe geht, eine Sünde begeht. Für sie ist Bergoglio ein Häretiker, Apostat, Idolatriker und auch Usurpator des Thrones Petri. 

Schließlich entgegnen die "Mediatoren", daß bis jetzt niemand Bergoglio zum Häretiker oder Abgefallenen erklärt hat. 

In den Augen eines Beobachters, eines titellosen Laien, wie der Schreiber, scheint es so zu sein, daß alle solide Gründe haben- die Sakramente una cum Papa Francisco en bloc abzulehnen, als auch sie problemlos zu akzeptieren. 

Jetzt geht es darum, daß sich für diejenigen, die die Hypothese akzeptieren, in der Kirche eine Art Staatsstreich stattfindet und/oder daß sie dank des amtierenden Papstes "im freine Fall" ist, weiterhin zur Messe zu gehen, als ob nichts geschehen wäre, was ziemlich egoistisch erscheinen kann- objektiv einige Probleme mit sich bringt. 

In diesem Sinn bekräftigen die Anti-una-cum, daß der angebliche Usurpator eben wegen der Indifferenz derer, die nicht auf die religiösen Dienste verzichten wollen, Erfolg hat.  Und doch hat er theoretisch und de facto Recht. 
Es genügt, nur an die Tatsache zu denken , daß wenn ALLE katholischen Gläubigen den Funktionen und Sakramenten ferngeblieben wären und der Klerus massenhaft gegen einen Papst, der als Häretiker, Idolatriker, Apostat und/oder Usurpator gilt, revoltiert hätte, die Bergoglio-Frage in einem Monat gelöst worden wäre. Keine 0,8%, keine Teilnahme an den Messen, verbreitet Rebellion, . Die gegenwärtigen Hierarchien würden wie trockenes Gras weggemäht. 

Fundstück

Regina Einig widmet dem Apostolischen Nuntius in Deutschland Nikola Eterovic anläßlich seines 70. Geburtstages einen Artikel in "Die Tagespost".  
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"DER STABILISATOR IM DEUTSCHEN KIRCHENSCHIFF" 

beginnt der Artikel so- ZITAT.

"Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, ist um seinen Posten in Berlin nicht unbedingt zu beneiden. Für die Kirche in Deutschland ist er aber ein Glücksfall. Am 20. Januar vollendet er das 70. Lebensjahr.

Synodale Kompetenz in deutschen Kirchenkreisen findet sich mitunter bei denen, die ohne lautstarke Forderungen und Reformagenda auftreten. Zu den diskreten, aber weltkirchlich überaus kompetenten Köpfen hierzulande gehört der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovíc. Nach dem ökumenisch anspruchsvollen Posten des Nuntius in der Ukraine übernahm er 2004 als Nachfolger des belgischen Kardinals Jan Schotte die Aufgabe des Generalsekretärs der Welt-Bischofssynode." (...)

Quelle: R. EInig, Die Tagespost  

Nuntius Nikola Eterovic und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Neben der Vielsprachigkeit gehört auch die Kontaktfreude des apostolischen Nuntius Nikola Eterovic zu seinen Vorzügen. Hier im Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Harald Tittel (dpa)

Synodale Kompetenz in deutschen Kirchenkreisen findet sich mitunter bei denen, die ohne lautstarke Forderungen und Reformagenda auftreten. Zu den diskreten, aber weltkirchlich überaus kompetenten Köpfen hierzulande gehört der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovíc. Nach dem ökumenisch anspruchsvollen Posten des Nuntius in der Ukraine übernahm er 2004 als Nachfolger des belgischen Kardinals Jan Schotte die Aufgabe des Generalsekretärs der Welt-Bischofssynode.

Freitag, 15. Januar 2021

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über 10 Jahre seit der Errichtung der Ordinariate gemäß Anglicanorum Coetibus und der Rückkehr vieler Anglikaner in die Kirche..
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                          "10 GLORREICHE JAHRE..."

...die Errichtung des Ordinariates scheint so viel länger her zu sein, obwohl es sich anfühlt, als ob wir schon immer dabei gewesen wären. Wie wir es- in gewissem Sinne-auch waren. 

Preisen wir Gott für alle die Gnaden, die von 1559 an- am Ende zu den Ordinariaten führten.  Und für die Gnaden, die dann folgten, Und Gott segne den guten Papst Benedikt. Möge Gott ihn für das mutige Pontifikat belohnen, das so viel dafür tat, die Lateinische Kirche zurückzuführen. Wie unglücklich ist es, daß einige traditionalistische Stimmen es jetzt für passend erachten, ihn anzuschwärzen. Sie sollten mehr Anstand besitzen. 

Ich bin nicht in die Westminster Cathedral gegangen, um Zeuge der Ereignisse vom 15. Januar 2011 zu werden, weil es mir irgendwie realistischer erschien, an diesem Tag ins Oxford Oratory zu gehen und Zeuge zu werden, wie ein ehrwürdiger und unterhaltsamer früherer Direktor von Pursey House zur vollen Kommunion aufgenommen wurde. Damals - als die Pursey-Kapelle für so viele von Oxfords Klügsten und Besten das Vorzimmer zur Katholischen Kirche war. (Zufällig hatte ich große Freude an den jüngsten Nachrichten von der Aufnahme eines weiteren Mitglieds meiner Kongregation in die Ecclesia Sancti Thomae Martyris Iuxta ferriviam, in eines von England Oratories. Was für ein Geschenk die Gemeinden der Oratories für Gottes Kirche sind. Nick, nick....wenn Sie sich einem Oratory-Priester wegen der Aufnahme zur vollen Kommunion nähern. stellt er Sie vielleicht nicht in die Schlange unter der Ausschrift RCIA mit dem Datum:"Nächstes Ostern", sondern wird Sie vielleicht individuell unterrichten und Sie dann aufnehmen, wenn Sie beide denken, daß die richtige Zeit dafür gekommen ist, Ich glaube, daß viele Ordinariatskleriker dasselbe tun.) 

Aber ich bin einige Tage vor dem 15. Januar zu einem surrealen Ereignis nach London gefahren: zur Diakonatsweihe unserer drei Bischöfe! Männer, die seit Jahren unter ihren Kaseln die Dalmatik getragen hatten, wenn sie das feierliche Hochamt zelebrierten....z.B. bei ihrem halben Dutzend Chrisam-Messen....die jetzt feierlich in das Gewand gekleidet wurden!  Wirklich surreal... Das erschien wie ein Witz. (Die Zeremonie fand in der Kapelle von Allen Hall statt, früher ein Teil eines Klosters der Immerwährenden Anbetung. In dieser Kapelle betete der zukünftige Dom Gregory Dix, bevor er aufgenommen wurde; und dort und damals war es auch, daß er sich berufen glaubte- anstatt unaufgenommen in der C of E zu bleiben und von diesem Ende der zerbrochenen Brücke aus für die Wiedervereinigung zu beten.  Kein solcher Gedanke trübte wahrscheinlich die Gemüter unserer drei ehrwürdigen Diakonats-Kandidaten!  Wasser....Brücken....)