Sonntag, 26. Februar 2012

Aufgeschnappt


"... wenn Sie mich so fragen, Herr Gauck, ich würde  noch einen Tugendgerichtshof einrichten an Schloss Bellevue, einen ersten Senat, da sitzen dann der Plasberg, Beckmann, Maischberger, Jauch und Will drin, die bereiten dann die moralischen Erregungszustände regelmäßig vor und machen Empörungsangebote und auf diese Weise regulieren wir einmal pro Woche den Tugendhaushalt. Präsident dieses ersten Senats, ja wer könnte das machen, ja da brauchen wir einen Professor. Ich würde sagen, was halten sie vom Heribert Prantl von  der Süddeutschen Zeitung, weil der völlig frei von Eitelkeit rechtsprechen kann."

Bruno Jonas in "Die Klugscheißer", Bayerisches Fernsehen am 24.2.2012

Die ganze Sendung war Kabarett vom feinsten, hier kann man sie anschauen
und dann auf "Meistgesehen" klicken.

3 Kommentare:

  1. Tugengerichtshof ist eine glänzende Lösung- möglicherweise flächendeckend?
    Daß Heribert Prantl, was sein Äußeres angeht, eitelkeitsfrei ist, würde ich sofort unterschreiben, aber generell? Sein Sendungsbewußtsein jedenfalls muß sich weder im Ausmaß noch im Ziel hinter dem eines Robespierre verstecken.
    Aber also Obertugendjuror kann man ihn sich schon vorstellen. Tugenterror die Zweite.......

    AntwortenLöschen
  2. Das war doch ironisch gemeint, mit dem "Eitelkeitsfrei". Insider wissen doch, dass der Heribert Prantl die gelebte Eitelkeit ist. Keiner ist so schlau wie er und natürlich steht er tugendmäßig über allen ... man könnte ihn direkt als "Tugendprofessor" bezeichnen.

    AntwortenLöschen
  3. Weiß ich wohl. Aber er gibt ja immer, fast oscarverdädchtig, den Eitelkeitsfreien und Du mußt zugeben, daß sich eine Eitelkeit, was sein Äußeres angeht, nicht ohne Weiteres erschließt. Da muß man schon ein Eingeweihter sein. Der Rest- ....ist leider seinerseits nicht Schweigen.
    Eine Tugend jedenfalls gehört nicht in sein Repertoire: die des Mitgefühls oder Mitleids, wie sich angesichts seines Furors gegen den Polizeipräsidenten Daschner im Fall Jakob v. Metzeler klar beweisen läßt. Zumindest wenn es um reiche oder wohlhabende Eltern - vielleicht gar noch Bänker! - eines ermordeten Kindes geht: Pardon wird nicht gegeben. Nach dem Leitartikel war der gute Heribert für mich gestorben- mausetot.

    AntwortenLöschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.