Donnerstag, 16. Februar 2012

Der Haushalt der ED Freiburg und der Papstbesuch

Vor mir liegt die neueste Ausgabe des Konradsblattes, das ist das Diözesanblättchen für die ED Freiburg und darin findet sich ein Bericht über den Haushalt 2011/2010, dessen Titel lautet "Gute Bilanz  mit Schönheitsfehler".
Im Verlauf des Artikels wird der Schönheitsfehler benannt, das ist, man höre und staune der Papstbesuch.
Waren hierfür zunächst 9,6 Mio Euro verplant, kostete das Ereignis am Ende 22 Mio Euro.

Leider verschleiert der Artikel woher die Mehrkosten kommen, aber ich vermute doch, dass die Kosten  speziell für die Jugendvigil, für die "Luftwürste" und die unnötige, von der Mehrheit der Teilnehmer als unpassend empfunden, und nicht gerade sakrale Musik und das Honorar für die eingeflogenen Radiomoderatoren,  nicht gerade kostendämpfend zu Buche schlugen.
Um korrekt zu sein, es  wird festgestellt, das die Herrrichtung   des Flughafengeländes für Vigil und Messe, 10,2 Milionen Euro gekostet hat, da sind wohl die Kosten für die Jugendvigil "drin". Aber es ist doch merkwürdig, das man das nicht vorher eingeplant hat.
Erklären kann ich mir nur, das man bei der Planung davon ausgegangen ist, das eh keiner kommt.
Aber dem mag sein, wie es will.
Übersetzen wir die Zahlen mal in für normale Menschen vorstellbare Größen. Will hießen, wir dividieren alles durch 10000.
Also das Gesamtvolumen des Haushaltes beträgt 512 Mio Euro das gibt durch zehntausend geteilt  51.200€ das wäre das Jahresbruttoeinkommens eines Gutverdieners.
Jetzt kündigt sich in dieser Gutverdiener-Familie der Pater Familias an und man plant und rechnet damit, dass der Besuch gerade mal 900 € kosten wird.
Bei der Abreise stellt sich dann heraus, aus dem geplanten Mac Donalds Besuch ist doch ein Essen in einem besseren Restaurant geworden und auch sonst war es teurer, nämlich 2200 €.
Sorum betrachtet ist das Lamento über die hohen Kosten lächerlich.
Oder wenn in einem Haushalt mit einem Bruttoeinkommen von 51.200€ Mehrkosten von 1240€ zu solchen Tränen führen, dann stimmt da was nicht.
Erinnert mich an die alten Damen die immer am sparen und heulen waren und dabei doch eigentlich gut betucht waren.

5 Kommentare:

  1. Da sind die Luftwürste wohl doch viel teurer geworden als ursprünglich geplant. Denn an T-Shirts mit dem Aufdruck "Demokratisch.Amen" kann es ja nicht gelegen haben. Hier wurde ja bei der Herstellung weitgehend am Stoff gespart (Wir erinnern uns an das Bild mit der jungen Dame im grünen T-Shirt). Der Papst kann es aber auch nicht gewesen sein. Denn der ist für seine Bescheidenheit bekannt. Er hat ja z.B. nicht mal in einem Luxus-Hotel übernachtet, sondern im Priesterseminar. Sein eigenes Auto hat er auch noch mitgebracht. Und im Inland geflogen wurde er von der Flugbereitschaft der Bundesregierung.
    Da sollten die Gläubigen des Bistums Freiburg mal einen Prüfer vorbeischicken, wo die ganzen Gelder hingeflossen sind oder lässt sich der Hersteller der Luftwürste schon auf den Bahamas die Sonne auf den Bauch scheinen?

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  2. Einen Buchprüfer und einen Menschen, der der Grundrechenarten mächtig ist.
    Danach dürfen sie sich noch einmal an die Öffentlichkeit wenden.

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  3. Ja, das wäre doch wirklich mal interessant zu erfahren, womit (und warum) sie sich so arg verrechnet haben. Wenn das EB nicht mal richtig mit dem Geld, dem ungerechten Mammon, umgehen kann, wie sollen sie dann mit den wahren ....... (hier breche ich räuspernd ab...)
    In Berlin hat das eingeplante Geld gereicht! :-)

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    1. ja ich kann mir das auch nur so erklären das die in Freiburg davon ausgingen, das eh nur der Rosenkranzbetverein der aus dem ehemaligen Jungfrauenverein der Gemeinde St. Vorvorgestern übriggeblieben ist, kommt.
      Dazu eventuell noch einige ältere Semester aus badisch Sibirien....
      Für diese maximal 50 Leute zusammen mit den Hauptamtlichen , denen keine Ausrede (Joch Ochsen, habe gerade einen Acker gekauft...Luk 14,18-20) eingefallen ist, dafür hätte die ursprünglich eingeplante Summe üppig gereicht und man hätte den Rest, noch medienwirksam, dem Hilfsfond für verwitwete, schwule Juchtenkäferinnen spenden können.
      Aber so, dass da 100.000 Leute den Papst sehen und hören wollen, Nein sowas aber auch!

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    2. Ester, für das gendertheoretisch korrekte "Juchtenkäferinnen" danke ich Dir ganz ausdrücklich. Sicher liegt in der nun unmöglich gewordenen materiell-ideellen Unterstützung der uns von Dir so sensibel ans Herz gelegten besonders Benachteiligten, die man voreiligerweise schon zugesagt hatte, das finanzielle Hauptdilemma der Diözese Freiburg.Extrapoliert werden sollten auf jeden Fall die Ausgaben für die Luftwürste.
      Die Verantwortlichen in Freiburg müssen den Ernst der
      Lage aber schon früh erkannt haben, sie hätten sonst nicht schon während des Papstbesuches zu so drastischen Sparmaßnahmen gegriffen, wie bspw. für die "Messehelferinnen" nur noch T-Shirts in kleinen Kindergrößen zu genehmigen.

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