Samstag, 11. Februar 2012

Der Fall Galilei - wie man's macht, ist es verkehrt

Eine Sache die immer wieder hochkommt ist der Fall Galilei.
Davon mal abgesehen, dass der Gute keinen Tag in Haft war, und auch, was mich immer wieder fasziniert, die Mutter seiner Kinder nicht heiraten wollte und in der Beziehungskrise sie hat sitzen lassen.
Davon abgesehen dass eine der Töchter als Oberin im Kloster gelandet ist, lässt sich wissenschaftlich sagen:

Nach der Relativitätstheorie (kann mir nur nie merken, ob es die allgemeine oder die spezielle ist) ist es völlig unklar und auch prinzipiell nicht herauszufinden, wer sich im Weltall um was dreht.
Mit Sicherheit lässt sich nur sagen "es gibt Bewegung".
Galilei wollte außerdem,. das man die Bibel umschreibt und das in einer Zeit, wo nördlich der Alpen die Reformation tobte, wegen des Vorwurfs, die Schrift nicht ernst zu nehmen.
Weiter hielt er seine Erkenntnisse (die ja zum Teil überholt sind ) für das nonplus ultra, nach dem sich alle anderen richten müssten.


Und er konnte seine Thesen aber nicht beweisen und die für den damaligen Kenntnisstand, offensichtlichen Widersprüche nicht auflösen.
Das ist ganz einfach die Frage "Warum merkt man nichts von der Drehbewegung?" (Erklärung : wegen der Schwere der Luft, das hat erst Torrielli (oder wie der hieß) ein Schüler Galileis, bewiesen)
Die zweite Frage war, warum es nicht wegen der Reibung der Erde am Äther oder der Substanz die das Weltall erfüllt zu beständigen Bränden kommt. (Antwort im Weltall ist Vakuum, wurde erst ca. 1910 (oder so) Michelson und Morley, Realtivitättheorie ,als völlig überraschende Lösung) gefunden.
Galilei hat also der Kirche eine Stelllungnahme zu einer Aussage aufgedrängt , die man immer noch nicht beantworten kann.



Warum ich das so ausführlich schreibe? 
Nun neulich stand ich neben dem grünen  Oberguru vor Ort, den ich zufällig kenne, der bestimmt nichts mit Kirche am Hut hat, der diskutierte wild über die historischen Grundlagen der Industrialisierung und deren für die Grünen negativen Folgen (siehe die diversen Umwelthypes) und sagte dann, eigentlich, wenn man sich die Folgen der Industrialisierung anguggt, dann war die Kirche im Fall des Galiläi, viel zu nachsichtig.
Tja dachte, ich so isses, alles was die Kirche macht ist verkehrt!




1 Kommentar:

  1. Mit dieser Einschätzung liegt der gute Grüne, dem Du lauschen durftest, ganz auf der Linie der damaligen Reformatoren.
    Auch sie befanden , man hätte die Wissenschaftler, die am biblischen ( sola scriptura) Weltbild rüttelten, verbrennen sollen.
    Daß sich um Galilei eine schwarze Legende bilden konnte, die von Generation zu Generation kolportiert wird ,ist wohl, daß er als Märtyrer
    für eine postulierte Geistesfreiheit wider die engstirnige und wissenschaftsfeindliche Kirche geradezu ideal war und ist.
    Sein "e pur si muove" das er mutig und trotzig, aber nur in der Phantasie seiner Instrumentalisierer, den angeblich mit Folter & Tod drohenden bösen, bösen Inquisitoren entgegenschleuderte, die ja nur einen Beweis für eine Behauptungen begehrte, war für jeden Katholikenfeind einfach unwiderstehlich.
    Dagegen schreiben Kirchenhistoriker selbst vergebens - es ist zu einem Synonym geworden für eine behauptete Wissenschaftsfeindlichkeit des Hl. Stuhls seit jeher und deshalb für sie unverzichtbar.
    Daß damit eine historische Unwahrheit bedient und am Leben erhalten wird, beunruhigt nicht weiter- geht es doch um Größeres : um Ideologie und eine wirksame Waffe im Propagandakrieg gegen die Kirche.

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