Montag, 13. Februar 2012

Frischer Wind? Oder doch nur ein Plagiat?


Eifrige Fernsehgucker unter uns kennen bestimmt diesen Spot eines Schweizer Hustenbonbon-Herstellers, der die Produktpiraterie mit dem Slogan „Wer hat’s erfunden?“  mit Humor an den Pranger stellt.
Nun diese Produktpiraterie ist ein großes Geschäft. Eine Agentur hat jetzt sogar einen Preis ausgerufen, um das „Plagiat des Jahres“ zu prämieren.
So einen Plagiatspreis sollte man auch für die Politik einführen, denn:

Manche Dinge sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Da hat sich in Deutschland mit Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Partei etabliert, die sich die Themen des Umweltschutzes ganz dick auf ihre grüne Fahne geschrieben hat.
Mit Hilfe der Medien hat man über die Jahre das Volk überzeugt, dass das nun einmal so stimmt. Und die meisten glauben es tatsächlich. Es gibt sogar Katholiken, die verkünden, den Grünen zu folgen sei das elfte Gebot.
Erste Risse in dieser Legende hat ja nun schon die nicht wegzuleugnende Tatsache gebracht, dass es in Bayern seit 1971 (!) ein Umweltministerium gibt, das allerdings noch nie von einem Grünen geführt wurde, sich aber schon immer für eine saubere Umwelt in Bayern stark gemacht hat.
Schön war auch zu sehen, wie die Grünen nach der Rede des Papstes im Bundestag der ganzen Welt verkündeten „Er hat uns gemeint“, obwohl er doch in seiner Rede von „der ökologischen Bewegung seit den 70ern“ sprach, und ausdrücklich betonte, dass er damit nicht "Propaganda für eine bestimmte Partei" machen wolle. .

Soweit so gut, andere für sich zu instrumentalisieren ist Teil des grünen Parteiprogramms. Diese Strategie könnte jetzt aber einige Zweifler auf den Plan rufen, denn 
.... kürzlich hat ein eifriger Leser der „Achse des Guten“ einen Zeitungsartikel aus dem Linzer Volksblatt des Jahres 1932 gefunden, in dem es um die Schonung der deutschen Kohlevorkommen, und die Nutzung der Windenergie über Riesenwindkrafttürme für ganz Deutschland, die Umwandlung der nicht genutzten Energie in Wasserstoff usw. ging. Sprache und Diktion des Artikels entsprechen der heutigen Grünen-Propaganda und wenn man den Artikel liest, könnte man glatt meinen, die Grünen hätten ihr Parteiprogramm zur Nutzung der regenerativen Energien aus eben diesem Artikel abgeschrieben. Nur, dass sie von der Tatsache, diese Riesenwindkraftanlage inmitten der Städte zu positionieren, Abstand genommen hätten. 

Müssen wir jetzt ein neues Denunzianten-Grüli-Plag einrichten, um den Plagiaten der Grünen akribisch auf die Spur zu kommen?
Oder reicht es, wenn die Partei auf der anderen Seite des Spektrums nach guter Schweizer Manier fragt: Wer hat’s erfunden? 

3 Kommentare:

  1. "Reichskrafttürme" hießen die geplanten riesigen Windkraftanlagen damals.
    Wie hieß der dumme Spruch doch "Neun von zehn neuen Ideen sind nichts anderes als alte Irrtümer"

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    1. Ich befürchte eher, man wird bei den Windrädchen jetzt sehr genau hinschauen. Wenn sie linksrum drehen ist alles gut, wenn sie rechtsrum drehen, ist die falsche Gesinnung sofort erkannt und sie werden abgeschaltet. Gut, dass es die Österreicher gibt, die uns derzeit mit Strom aushelfen ...

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  2. Reichskrafttürme? Ich bin begeistert!
    Jetzt warte ich gespannt darauf, ob unsere grünen Freunde auch die Reichsflugscheibe wieder entdecken, mit ihr die Weltraumfahrt revolutionieren und neue Lebensräume erschließen, in oder außerhalb unserer Milchstrasse, wo die Wälder nicht sterben, das Ozon keine Löcher hat und das CO² nicht böse sondern gut ist.

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