Freitag, 10. Februar 2012

Nachtkritik


Katholikenbashing als leichte Abendunterhaltung. 

Donnerstag ist Heimatabend beim ZDF. Es ist fast schon Tradition, dass an diesem Abend die Bergserien laufen. Anheimelnde Heimatserien aus der Welt der Berge, die dem ZDF-Zuschauer die Wärme ins Wohnzimmer bringen sollen.

Ich muss zugeben, auch ich schaue zur „Entspannung“ gerne mal für eine Stunde zu.
Es sind ja auch schöne Bilder, Herz-Schmerz, Abenteuer, spannende Rettungsszenen und atemberaubende Hubschraubereinsätze, geflogen von wagemutigen Piloten – und es ist fast immer schönes Wetter ... Alles könnte so schön sein. 

Könnte – wenn sich nicht das ZDF vorgenommen hätte, ganz subtil, aber in kleinen giftigen Dosen, Katholikenbashing zu betreiben.
  • Vor 3 Wochen war es nur eine kleine Nebensache: Ein Mann saß in Todesgefahr in einer Kapelle fest, die abzustürzen drohte. Er starrte mit zusammengepressten Lippen an die Wand und die Kamera hielt auf die Marienstatue auf dem Altar. Der Mann wurde gerettet – man wird also auch gerettet, wenn man nicht betet....
  •   Letzte Woche war der Priester der böse, der schon eine Trauermesse feiern wollte, obwohl die beiden Verschütteten noch lebten.
  • Und heute gab es einen bösen alten „erzkatholischen“ Mann, der vor 20 Jahren seine Tochter verstoßen hat, die schwanger war und abgetrieben hat... Er wurde dann noch vom Bergretter angebrüllt: "Was sind Sie denn für ein Christ?"

Man sieht also, das ZDF hat vom offenen Krieg gegen die Kirche in den Guerilla-Modus gewechselt.
Der Drehbuchautor der Serie, Timo Berndt, scheint ein sehr angespanntes Verhältnis zur Kirche zu haben. Er durfte seinen Kirchenhass auch schon an Filmen wie „Der Bibelcode“ ausleben.

Ich bin gespannt, welche Schüsse in der nächsten Folge gegen die Kirche abgeschossen werden. Lassen wir uns überraschen.

3 Kommentare:

  1. die ARD gibt sich aber och nicht geschlagen und hat als ihren Favoriten ( für Kirchenanalphabeten) "Um Himmels Willen" ins Rennen geschicht. Was uns da als Kloster und Klosterleben verkauft wird, ist schon starker Tobak, von den vielen anderen teilweise geradezu grotesken Fehlern gar nicht zu reden.
    Da fährt ein Bischof mit dem Vatikanstander am Dienstwagen und verkündet, auf eine mögliche Ernennung zumm Kardinal angesprochen," dafür stehe er nicht zur Verfügung" , die Ordensoberin erbt ein Bordell, keiner von ihnen-auch die Nonnen nicht- besuchen je eine Messe, beten jemals -außer schnell mal zwischendurch , wenn es darum geht, irgendwelche illegalen Tätigkeiten verdecken zu helfen.
    Noch steht nicht fest, wer von diesen beiden Kandidaten: Bergretter oder Klostertaler Nonnen den Siegeslorbeer der unterschwellig katholikenfeindlichsten Ausstrahlung erringen wird.

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    1. Wahrscheinlich hat man die Serie deshalb in die Zuständigkeit des Atheistensenders MDR gegeben. Die aus den SED-Sendern übernommenen kirchenfernen Redakteure haben von Kircheninterna keine Ahnung. Und damit es noch authentischer wirkt, hat man den Handlungsort nach Bayern verlegt - während die "Doktorspiele" des MDR in Leipzig oder Eisenach angesiedelt sind.

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  2. Ich habe vor Jahren mal eine Serie dieser Frauen WG. Serie gesehen.
    Also diese Nonnen wären aus jedem, noch so modernen Kloster schon lange rausgeflogen.

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