Freitag, 17. Februar 2012

Sensation in der Medienwelt!


Wie wir aus gut informierten Kreisen erfahren konnten, ist es dem SpOn gelungen einen der versiertesten und international renommiertesten Vatikankenner als freien Autor zu gewinnen: 
Dan Brown schreibt ab sofort exclusiv für SPOn und hat sich mit einem spannenden Insiderartikel aus dem Vatikan auch gleich gut eingeführt:
Viel Neues erfährt der geneigte SpOn-Leser, wenn er lesen muss, dass hinter den  mächtigen Mauern des Vatikanstaates ein Machtkampf tobt. Es geht um die Nachfolge von Benedikt XVI. 
Auch wird das Geheimnis der Vatikanbank erneut beleuchtet, die ja in den 80er Jahren so böse war und Solidarnosc unterstützt hat, und damit langfristig den Lebenstraum der Kommunisten zerplatzen ließ. Natürlich werden in bekannter Dan Brown-Manier noch mehr Verdächtigungen nach oben gespült, denn man will ja die Spannung steigern. Deshalb wird auch hin und wieder aus Briefen zitiert, die zwar in den letzten Wochen gehäuft durch die Medien gingen ... aber steter Tropfen höhlt den Stein.
Nachdem wir nun über die Machenschaften der Bank aufgeklärt sind, kommt Dan (der natürlich unter diversen Pseudonymen schreibt), zum ersten Höhepunkt: „Die Nerven liegen blank“, denn VatiLeaks hat erneut zugeschlagen. Dass es ein paar undichte Stellen gibt, lesen wir zwar seit einigen Tagen in jeder Provinzzeitung. Aber dass die Nerven blank liegen und Pater Lombardi sich selbst Mut zuspricht, das kann nur ein Insider wie Dan Brown wissen.  
Natürlich muss Dan Brown auch ausführlich erläutern, dass sich die Kirche diese „Nestbeschmutzung“ nicht gefallen lassen kann. Deshalb wurde die päpstliche Gendarmerie (wer ist das?) in Bewegung gesetzt, um in intensivster Recherche den Übeltäter ausfindig zu machen. Wie man gegen diesen Täter vorgehen wird, lässt Dan Brown noch offen (man will ja die Spannung erhalten): er spricht aber von arbeitsrechtlichen Schritten, z.B. wg. „Verletzung von Betriebsgeheimnissen“ oder wg. „übler Nachrede“. (Das ist aber jetzt wirklich total uncool!!!). 
Aber dann hat er wohl seinen Faux pas selbst bemerkt und legt noch mal nach, denn nur er kennt die Agenten der Papstpolizei, die jetzt endlich den einen oder anderen VatiLeaks-Entüller zu fassen bekommen wollen, was in dem chaotischen Durch- und Gegeneinander mitten in Rom gar nicht so einfach ist. Werden sie es schaffen?
Schließlich konnten die Ermittler herausfinden, dass sich im Vatikan die Reformer und Traditionalisten permanent beharken und weder der Papst noch Kardinal Staatssekretär Bertone den Laden im Griff haben. Viel zu tun haben die Ermittler damit, herauszufinden, ob die beiden „Top-Leute mit- oder gegeneinander kämpfen.“ Und die Vatikanagenten wissen sogar schon, dass bereits die Truppen für die nächste Papstwahl zusammengestellt werden.  
Zu guter Letzt macht Mr. Brown noch einen kleinen Umweg über Deutschland und nutzt die Gelegenheit, die Wünsche der deutschen Politiker,  Memorandisten und des ZDK in den Schauplatz Vatikan zu verlegen und somit den allseits bekannten Wünschen dieser Altdamen- und -Herrenriege etwas internationales Flair zu verpassen. Da darf der Vorwurf an den Papst nicht fehlen, der partout die Kirche unseres Herrn nicht den deutschen Befindlichkeiten anpassen will und es erst recht nicht zulassen wird, dass die Glaubenstiefe verflacht. (wunderbar kreativ, Mr. Brown, da hat Ihnen wohl der Dichter Nebel geholfen). 
Und deshalb wird als Höhepunkt des Artikels dem Papst noch mal tüchtig eingeschenkt: Da lesen wir dann, dass der Papst der unumschränkte Herrscher der letzten absoluten Herrschaft in Europa ist. Gleichzeitig erfahren wir, dass der sanfte Hirte vor den Wölfen nicht zurückweicht. Deshalb  glaubt auch niemand an ein Mordkomplott und auch nicht an eine schwere Krankheit. Aber, und  das weiß Dan Brown jetzt wieder aus erster Quelle: der Papst sei lust- und kraftlos, ein Mann des Geistes – nicht der Macht (s.o.) Die zahlreichen Audienzen, Auftritte, Besuche  machten ihn müde und schwach ....
Keine Rede ist in diesem Artikel davon, dass die Täter inzwischen identifiziert wurden. Wir dürfen also gespannt auf die Fortsetzung des Artikels warten. Schließlich ist Dan Brown dafür bekannt, dass er ein solch heißes Thema nicht in einem Buch abhandelt. Denn erst die Mehrteiler bringen den Erfolg ... In der Faschingszeit ist wenig los, so dass wir davon ausgehen können, dass der nächste Teil bereits an diesem Wochenende erscheinen wird.
Bei SpOnLeaks konnte ich in Erfahrung bringen, was in etwa drinstehen wird (allerdings ohne Gewähr):
die VatiLeaks Verantwortlichen wurden enttarnt (wie wir ja schon wissen). Jetzt stellt sich Frage, was mit denen passiert. Die Tatsache, dass diese Verantwortlichen einfach entlassen würden, war dem Autor dann doch zu uncool. Deshalb hat er sich todesmutig in die Tiefen des Vatikans gewagt, bis zum hinteren Ende, wo ein paar einsame Sauerkrautfässer stehen. Dort entdeckte er einen Eingang zum allergeheimsten Raum, wo nur noch mit Schwarz-Licht und schwarzen Kerzen beleuchtet wird. Nichtsdestotrotz sah er die Folterinstrumente aufblitzen, die gerade geputzt werden, um die Übeltäter mit den Methoden der Inquisition zum Sprechen zu bringen.... Wir dürfen gespannt sein, was der Großinquisitor aus ihnen herauskitzeln wird... Dan Brown war live dabei und wenn wir Glück haben erhalten wir die ersten Geständnisse schon am Sonntag. 
Erst wollt ich es ja nicht verlinken, aber wem „Mainz bleibt Mainz“ zu fad ist, der hat hier einen echten Karnevalskracher!

1 Kommentar:

  1. Das ist ja eigentlich keine Neuigkeit.
    Dan Brown ist für´s Spiegelniveau wirklich die Autorität in Sachen Vatikan schlechthin, Mentor all der kleinen ritalinbetriebenen Praktikanten.
    Wahrscheinlich ist der ruhelose Geist des Gründers Rudolph A. wieder zur Geisterstunde in der Redaktion erschienen, um bei den dort Anwesenden um etwas Linderung der Hitze an seinem derzeitigen Aufenthaltsort zu bitten- durch einen der üblichen Katholikenfresserartikel- die zwar viele Buchstaben enthalten aber keinerlei Informatives.
    Früher war man dort einmal schneller und nicht darauf angewiesen, schon zweimal wiedergekäutes, aus allerlei mehr oder weniger dubiosen Quellen& Provinsblättchen Abgeschriebenes im redaktionseigenen Mixer zu einem "eigenen" Brei zu verarbeiten und für Geld feilzubieten.
    Man muß langsam anfangen, sich um den vebliebenen Leserrest Sorgen zu machen.
    Ach übrigens die beiden Maulwürfe im Staatssekretariat sind ausgemacht- ihre Versetzung nach Timbuktu oder nach Lappland steht bevor und man könnte in der Spiegelredaktion aufhören, sich Sorgen um den Vatikan zu machen und sich wieder dem eigenen Finanzproblem widmen.
    Vielleicht gewährt die Vatikanbank dem Praktikantenjourenal- ehedem Nachrichtenmagazin-ja einen Kredit?

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