Mittwoch, 1. Februar 2012

Um Himmels Willen - Ein Bischof als Staatsoberhaupt?


... so geht katholisch beim MDR:
Vor 10 Jahren schien es eine gute Idee, dem in die Jahre gekommenen Don Camillo-Thema einen modernen Nachfolger zu schicken.
Inzwischen gab es ja keinen Kommunismus mehr und glaubenstreue Pfarrer konnte man nur noch stellenweise finden.
Also setzte man an die Stelle des bekannten Priesters „Frauenpower“. Politisch korrekt wurde ein Nonnenkloster erdacht, das sich mit einem verschlagenen kapitalistischen Bürgermeister „herumschlagen“ muss.

„Um Himmels Willen“ war beim Publikum erfolgreich und die Serie läuft und läuft...
Wie das aber so ist bei lang laufenden Serien, fällt dem Autor nichts mehr ein und er muss deshalb immer tiefer in die Trickkiste der Phantasie greifen, aus der dann die seltsamsten Blüten kommen.
So geschehen in der neuesten Staffel:
Die „Mutter“ wurde durch eine Baronin ersetzt und wird auch so angesprochen. Sogar von den Nonnen des Klosters.
Das Kloster ist inzwischen zu eine Damenkränzchen mutiert, deren dort lebende Nonnen sich um die Sozialfälle des Ortes kümmern, und deshalb für Gebete und Andachten überhaupt keine Zeit mehr haben. Nonnen kommen und gehen, je nachdem, wie das Leben draußen gerade für sie "läuft".

In der gestrigen Folge durfte der Bischof mit seinem neuen Wagen übers Land fahren, der wohl seit neuestem von Mercedes gesponsert wird! Und damit nicht genug. Er fährt mit „voller Beflaggung“ (links weiß-gelb inkl. Fantasie-Bischofswappen, rechts die Flagge des Freistaates Bayern), wie es in Deutschland nur bei Staatsoberhäuptern zulässig ist.
Da hat wohl der Papstbesuch den Ausstatter der Serie auf eine Idee gebracht ...
Während sie in ihrer Staatskarosse so dahin fahren, spricht ihn die Frau Baronin Nonne auf seine anstehende Kardinalserhebung an. Darauf meint der Bischof, „dass er für das hohe Amt nicht zur Verfügung stehe.“ 
Die Frau Baronin, die eine Nonne ist, darf sich auch noch über eine Erbschaft freuen. Sie hat ein Bordell geerbt, und will natürlich auf keinen Fall darauf verzichten – schließlich sind es zwei Millionen, die sie sonst ausschlagen würde.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das beim MDR einfach nur Dummheit ist. Das würde einen ja bei diesem Ost-Atheo-Sender nicht wundern. Oder setzt man darauf, dass beim Volk folgendes hängen bleibt:
Bayern wird von einem Fürstbischof regiert, denn er darf mit einer Staatskarosse umherfahren, die eindeutige Hoheitszeichen trägt. Als „Gesellschafterin“ hat er sich eine Frau Baronin erwählt, die eine Nonne ist. In Bayern sind nicht nur Bürgermeister korrupt, sondern auch alle Kirchenleute insb. Klostervorsteherinnen, die grundsätzlich die Eurozeichen in den Augen haben und vor nichts zurückschrecken, wenn es nur Geld einbringt.
Man sollte über diese dümmliche und durchsichtige SED-Atheisten-Propaganda einfach nur lachen und ansonsten „Abschalten“.  

5 Kommentare:

  1. Wer diese letzte Folge gesehen hat,muß davon ausgehen, daß das Drehbuch vom Ex-Kirchenkampfbeauftragten der SED verfaßt wurde. Da paart sich die böse Absicht mit abgrundtiefem Nichtwissen auf Analphabetenstufe. So stellt sich der kleine Kader und der kleine Blockwart Ost die Kirche vor.
    Daß ein Kloster wohl eine Mädels-WG für Damen mit Helfersyndrom und Allmachtsphantasien sein müsse-haben sich die Drehbuchdilettanten irgendwie zusammengereimt-wie den erbärmlichen Rest, der mittlerweile unerträglich dümmlichen Handlung auch.
    Man sollte die Zuschauer von dieser Zumutung erlösen und deren Urheber in die Dauerarbeitslosigkeit und zu Hartz IV entlassen.

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  2. Aber nur, wenn sie im Rahmen eines 1 Euro Jobs bei den Buddhisten "den Wald fegen" dürfen. Dort lernen sie dann, dass sie den ganzen Dreck, den sie bewegen, irgendwann zu ihnen zurückkommt.

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  3. Vielleicht könnte man sie aber auch dafür einsetzen, zu putzen oder bei Bedarf die Gläser auszutauschen. Denn wenn man auch bei den Ideologie-Brillen wieder klare Sicht hat, gewinnt man den Blick aufs wesentliche und kann mit eigenen Augen sehen, warum es wo Probleme gibt und woanders nicht.
    www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,812752,00.html

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  4. Naja blos das denen zur Lösung der Probleme, auch nur die Verschärfung selbiger, durch die Förderung, dieser offensichtlich als Allheilmittel angesehener Kindertagesstätten, einfällt.

    Zur Serie selber, das kannste echt vergessen. Die verwechseln so ein Frauenkloster echt mit einer Frauen WG.

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  5. Ich habe noch nie eine Folge "Um Himmels Willen" gesehen, aber öfter mal reingezappt und fragte mich die ganze Zeit, ob sich die Macher die Mühe gemacht hatten, einmal in einem beliebigen Kloster vorbeizuschauen.

    Da gab es das Morgen-Meeting, die Oberin machte Meditationsübungen, damit ihre Nonnen auch alle Multi-Tasken lernten und dann schaltete ich weg.

    Mutter Baronin erbt Bordell und will das behalten, also bekommt das Kloster jetzt Zuwachs? Um Himmels Willen...

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