Sonntag, 19. Februar 2012

Weg zum Bahnhof

Ich gebe zu besonders neu ist das nicht, aber immer wieder gut.

Ein Mann fragt in einer fremden Stadt nach dem Weg zum Bahnhof:

… ein Gesprächstherapeut: 
«Sie möchten wissen, wo sich der Bahnhof befindet?» 
… ein Psychoanalytiker: 
«Seit wann spielen Ihre Träume  in einer so dunklen Höhle?» 
… ein Verhaltenstherapeut: 
«Heben Sie den rechten Fuß. Schieben Sie ihn nach vorn. Setzen Sie ihn auf. Sehr gut, hier haben Sie ein Gummibärchen.» 
… ein Gestalttherapeut: 
«Junge, du, lass es voll zu, dass Du zum Bahnhof willst.» 

… ein Hypnotherapeut: 
«Schließen Sie die Augen. Entspannen Sie sich total. Fragen Sie Ihr 
Unterbewusstsein, ob es Ihnen bei Ihrer Suche behilflich sein will.» 
… ein Logopäde:
«Bahnhof ist ein viel zu schweres Wort für den Anfang. Beginnen Sie doch erst einmal mit 'Bubu'.» 
… ein Provokativ-Therapeut
«Ich wette, darauf kommen Sie nie im Leben!» 
… ein Familientherapeut: 
«Was ist Dein sekundärer Gewinn, wenn Du ausgerechnet  mich nach dem Weg zum Bahnhof fragst? Möchtest Du einfach meine Bekanntschaft machen?»
… ein Telefonseelsorger: 
«Weiß ich echt  nicht, aber wir können gern darüber sprechen.» 
… ein TZI-Therapeut
«Sag die Frage noch einmal. Sei jetzt aber bitte ganz und ausschließlich Du selbst.» 
… ein Neurolinguistischer Programmierer: 
«Stell Dir vor, Du bist bereits am Bahnhof. Welche Schritte hast Du davor getan?» 
… ein Sozialarbeiter: «Sorry, keine Ahnung, aber ich fahr Dich schnell hin.»....
ein Reinkarnationstherapeut:
 "Geh mit meiner Hilfe zurück in die Zeit vor Deiner Geburt. Welches Karma lässt Dich immer wieder auf die Hilfe anderer angewiesen sein?"
 ...ein Esoteriker:
"Wenn Du dahin sollst, wirst Du den Weg auch finden."
....ein Coach:
"Wenn ich Ihnen die Lösung jetzt einfach so vorkaue, wird das Ihr Problem nicht dauerhaft lösen."
...Ein Lehrer
 "Wenn Sie in der Schule besser aufgepasst hätten, müssten Sie mich jetzt  nicht fragen.
… ein Caritasmitarbeiter: 
«In Deutschland werden Menschen nicht ausreichend über den Weg zum Bahnhof informiert.» 
… ein Manager: 
«Fragen Sie nicht so lange. Gehen Sie einfach los!» 
… ein Benchmarker
« Sie kennen  bestimmt  jemanden, der ähnliche logistische Probleme bereits 
erfolgreich gelöst hat! Wie lässt sich dessen Vorgehen sinnvoll auf Ihre Situation übertragen?» 
… ein Moderator: 
«Welche Lösungswege haben Sie schon angedacht? Schreiben Sie diese hier auf dieses Kärtchen.» 

… ein Soziologe: 
«Bahnhof? Zugfahren? Welche Klasse?» 
… ein Bioenergetiker: 
«Machen Sie bitte mal  sch… sch… sch… !» 
… ein Psychiater: 
«Seit wann beschäftigt Sie diese Frage?» 
… ein frommer Mensch: 
«Sind wir denn nicht alle auf der Suche nach dem Bahnhof unseres Lebens?» 
… ein Pilger aus Taizé 
«Geh jeden Tag nur so viele Schritte, wie Du vom Weg zum Bahnhof kennst. Und seien es noch so wenig.» 
...ein Pfarrgemeideratsmitglied:
Ich weiß es nicht, wir werden uns aber darum bemühen, ihr Anliegen über unseren Liturgieausschuß in die  nächsten Fürbitten zu bekommen
...eine Hauptamtliche Laiin:
Solche Auskünfte zu geben, steht nicht in meinem Anforderungsprofil.

… ein Priester: 
«Heiliger Antonius, du bist ein guter Mann, hilf, dass er ihn finden kann. Amen.» 
… ein Bischof: 
«Wo,  wollen Sie  hin?» 
… der Papst: 
«Hinterm Petersdom halb links. Ungefähr 15 Minuten zu Fuß. Gute Reise.» 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.