Sonntag, 18. März 2012

Die Fastenzeit, Aldi und politisch korrektes Handeln

Wie jeder weiß, geht das heutzutage mit der Fastenzeit nicht mehr so einfach, wie in der, je nach Couleur, als gut oder böse titulierten Zeit, vor dem 2ten Vatikanischen Konzil.
Damals war die Sache einfach.
Die Kinder verzichteten auf Süßes, die Erwachsenen auch und diese versuchten dazu noch ihre sonstigen Laster,  wie zuviel Alkohol, Tabak und schlechte Laune, einzuschränken.
Gefeiert (Taufen, Hochzeiten und runde Geburtstage der Erwachsenen) wurde zwischen Fassenacht und Ostern nicht, nur Beerdigungen mit nachfolgendem Leichenschmaus, - der dann oft damit endete, dass die Trauergemeinde bier - und weinseelig sang "so ein Tag, so wunderschön wie heute..."- gab es.
An Ostern wurde gefeiert und die Ärzte hatten dann auch gleich wieder was zu verdienen, wegen den verdorbenen Mägen.
Heutzutage geht das, wie gesagt, so einfach nicht mehr.



Dem modernen, aufgeklärten umfassend durch die Zeitung mit den großen Buchstaben und ihre Cyperspace Ableger und Nachahmer, sowie den inhaltlich gleichen, nur intellektueller daherkommenden,  Druckerzeugnissen, also diesem umfassend informierten Menschen kann man mit sowas altmodischen "Gibt es halt nicht" und "Ab Ostern dafste wieder" weil "Die Kirche das so sagt" gar nicht kommen.
Man fastet heutzutage um gesund zu werden  (obwohl man es schon ist),  um die Umwelt zu retten und das eigenen Verhalten auf Umweltverträglichkeit, politische Korrektheit und das Offensein für versteckte innere Formen der Diskriminierung und der Intoleranz zu überprüfen und neu zu justieren, wie das in diesem seltsamen verschwurbelten Deutsch heißt.
Ein guter Freund unseres Beibootes, der sich immer bemüht alles richtig zu machen, hat sich nun mit folgender Frage an uns gewand:


 Meiner Frau habe ich die Tage frische Tulpen vom Aldi mitgebracht. :) Fehlen die jetzt in der Sahara und ebenso das Blumenwasser in der Vase? 


Darauf ist zu antworten:
Aldi geht gar nicht! Im Gegensatz zu dem Bioladenbesitzer der ja auf gar keinen Fall Gewinn machen will, geht es den Gebrüder Aldi nur ums Geld und sie sind noch erfolgreich dabei. Daher müssen es, wenn überhaupt, Tulpen aus einer   biologisch dynamischen Gärtnerei, mit Mist von glücklichen Kühen, sein.
Problematisch ist auch die Frau. wahrscheinlich die einzige und kirchlich anvertraute.
Das geht heutzutage gar nicht!
 Um das wiedergut zu machen müssen die Tulpen schon rote Nelken aus einer von starkpigmentierten, bekennenden Homosexuellen betriebenen transfair Gärtnerei sein. 
Und dann solltest du dir angesichts des strömenden Regens überlegen, ob du diese Wasserverschwendung vor deinem Gewissen verantworten kannst!

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