Freitag, 30. März 2012

Kommen die bösen Mädchen wirklich überall hin?


Vor ein paar Jahren schrieb die Autorin Ute Ehrhard das Buch „Gute Mädchen kommen  in den Himmel, böse überall hin“.
Der Buchtitel klang vielversprechend - wie eine Anweisung, in Beruf und Leben schneller nach „oben“ zu kommen.
Es enthielt zwar nur die üblichen Allgemeinplätze, entwickelte sich aber trotzdem zu einem Bestseller.
Aber viele Frauen dürften die Tipps, wie man sich selbst rücksichtslos nach oben katapultieren kann, mit Freuden angenommen haben.

Dass es bei einigen wirklich „geholfen“ hat, sieht man an der Unmenge „Moderatorinnen“, die heute die öffntlich-rechtlichen und privaten Fernsehkanäle bevölkern.
Es ist sehr anstrengend, gerade in den Medien, wo die attraktiven „Jobs“ eher dünn gesät sind und frau wirklich alle Mittel einsetzen muss, um sich gegen die „Konkurrenz“ erfolgreich durchzusetzen.

Das ist nicht immer sehr gottgefällig und fällt der einen oder anderen auch nicht leicht. Da reichen meistens die Ellenbogen oder die üblichen Intrigen nicht aus, sondern oft werden alle  "Waffen der Frauen" rücksichtslos eingesetzt.
Kein Wunder, das ein solches „böses“ Mädchen auch oft so aussieht, als ob sie das, was sie nun nach langem Kampf erreicht hat, gar nicht mehr freut.
Man muss keine Namen nennen, aber man kennt die Gesichter. Schaut man sich z.B. das ZDF heute-journal oder die Tagesthemen regelmäßig an, gewinnt man doch den Eindruck, dass die Moderatoren dort doch deutlich kompetenter, relaxter und weniger verbissen agieren. Dass sie bei Interviews ihre Fragen stellen, bestimmt, aber nicht unfair. Dass sie sachlich berichten, manchmal auch in einem lockeren Ton aber niemals bösartig.

Anders die Moderatinnen: Meistens wird das Gift, das sie auf dem Weg nach oben verspritzen mussten, Bestandteil ihrer Moderation. Diese Damen freut einfach nichts mehr. Und man sieht es ihnen an.

Sehr schön war dies wieder zu beobachten während der Berichterstattung über die Reise von Papst Benedikt nach Mexiko und Kuba. Eine Reise, die so viele schöne Bilder, soviel Freude vermittelte. Und diesen Damen doch nur ein paar zynische Kommentare oder üble Verdächtigungen entlockte – verbunden mit der Aufforderung, der Papst hätte doch in Kuba mindestens das Regime beseitigen sollen..

Tut mir leid meine Damen, wenn ich da mal die Frage stellen muss: War’s das wirklich wert?

1 Kommentar:

  1. Warum nur kommt mir da unser alter Nationaldichter Fritze Schiller mit seiner "Glocke" in den Sinn?

    "Da werden Weiber zu Hyänen
    Und treiben mit Entsetzen Scherz,
    Noch zuckend-mit jacketüberkronten* Zähnen-
    Zerreißen sie des Feindes Herz "
    So dichtete er.

    *Schiller schreibt: "mit des Panthers Zähnen"

    Wir distanzieren uns selbstverständlich von dieser kruden, mittelalterlichen Sichtweise

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