Donnerstag, 3. Mai 2012

Ein Wunder? eine Schwalbe? oder hat der Herr unsere Gebete erhört?

Vor mit liegt das neueste Konradsblatt.
Auf die Lobeshymne für die pillenlobende Margot will ich nicht eingehen, eingehen will ich auf das, was fehlt.
Bekanntlich hat unser verehrter Heiliger Vater angemahnt, die Wandlungsworte doch bitte der ursprünglicheren Form anzupassen.
Ich will das nicht diskutieren, hoffe doch und denke, man sollte alles dafür tun, das die Vielen, doch alle sind, aber das ist ein anders Thema und nicht der Punkt.
Der Punkt ist, üblicherweise gelangen Anweisungen, auch in Enzykliken gefasste, bei uns auf den langen Dienstweg, sprich, sie werden in D, von einigen verschrobenen Hardcorekatholiken abgesehen, geflissentlich ignoriert.
Ich fühle mich dann immer an das Schlagwort, das angeblich zur Zeit der Reformation kursierte, erinnert, das da lautete "Rom und der Papst sind weit".
Ein ähnliches  Schicksal erwartete ich, in Extrapolation  langjähriger Erfahrung, auch für den päpstlichen Brief.

Ich öffne das Konradsblatt, erwarte einiges zum Katholikentag und überlege schon ob und wie ich da was für Satire brauchen kann,
Was ist? Nix? Verweis auf's Konradsblatt online, aber das tue ich mir nicht an!
Gut, dann finden wir einen Artikel des Chefredakteurs über den Papstbrief betreffs der Wandlungsworte unter der Überschrift "Papst mahnt Änderungen beim "pro Multis" an!"
Das steht da so einfach im Konradsblatt.  Latein!!!



einfach so, bis vor 2 Jahren ein absolutes Unding der Horror pur! und nirgendwo eine Polemik dagegen, auch der Artikel drunter ist absolut sachlich.
Einige Seiten weiter wird der Brief des Papstes abgedruckt komplett unter der Überschrift "zurück zur lateinischen Version".
Und kein wild keifender Artikel drunter, der Latein zur Ursache aller Übel (die im Bereich von Anathema bis Zingulum, auftreten) erklärt.
Keine Lobeshymne auf dern unvergleichlichen Aufschwung, dern die Kirche seit der Einführung der Landesprachen genommen hat.
Einfach den Brief des Heiligen Vaters  abgedruckt.
Ich beginne langsam zu glauben, das es doch soweit ist,
Wir werden wieder richtig römisch katholisch!

Vielleicht ist dieses ZdK Treffen in Mannheim sowas wie das letzte Aufflackern einer verlöschenden Kerze.

Unser Pfarrer, dem ich eigentlich den Titel des Vorsitzenden des Strickclubs  (am Hochgebet) zuerkenne möchte, hat heute anstatt Sanctus und Agnus Dei, durch ein, mehr oder wenige passendes, Lied zu ersetzen, was er sonst gerne macht, beides auf Latein gebetet!
Während des Rosenkranzes bei der Anbetung nicht die Flucht ergriffen und dann Tantum Ergo auf Latein angestimmt und den Segen erteilt.
Ich glaube, obwohl ich es nie glauben konnte, die Herren Supermodernistischen Pfarrer sind im Grunde ihres Herzens auch froh, das sie wieder so "richtig römisch katholisch" sein dürfen.

Sollte es doch wahr sein? Dürfen wir den alten Psalm singen?

Als der Herr das Geschick Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende,
da war unser Herz voll Jubel und unser Mund voll Lachen...


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