Montag, 7. Mai 2012

Einen neuen Aufbruch wagen

Heute, also eigentlich gestern, sollte die Gemeinde so richtig auf den Katholikentag eingestimmt werden.
Möglicherweise leide ich ja an chronischem Widerspruchsgeist, aber ich bin mir immer sicherer, dass ich da ganz bestimmt nicht hingehe!
Wegen der Einstimmung  haben wir das Katholikentagsgebet gebetet
Also wir wollen einen neuen Aufbruch wagen.
Ja, kann mir mal einer erklären, wohin bitteschön?
Dann heißt es da "du bist der Gott des Aufbruchs" schon seit Anbeginn der Zeiten, sei Gott "ein Gott des Aufbruchs".
Ja irgendwie kann ich mich an keine Bibelstelle erinnern, wo die Rede davon ist, das Gott, also Jahwe, aufbricht, auf Reisen geht, öfter mal was Neues ausprobiert und so.
Also ich weiß nicht, mir schien das Motte des letzten heiligen Jahres "Christus ist derselbe gestern, heute und morgen" irgendwie treffender.
Dann heißt es da "Gott du bist aufgebrochen in deine Schöpfung zu uns Menschen"
Naja so kann man es auch nennen, mir gefällt nur eigentlich "er ist herabgesandt worden vom Vater" oder auch "er der herabgestiegen ist, ist auch wieder hinaufgestiegen" besser.
Je länger das ging mit dem Katholikentag und der Aufbrecherei, wobei unklar war, wohin aufbrechen bzw was denn konkret aufbrechen, desdo mehr kam mir das Bild  "einen neuen Wagen aufbrechen" in den Sinn.
Es ist nicht alles verkehrt in dem Gebet, aber irgendwie nervte es mich und ich kam mir vor wie als Schüler im Deutschunterricht  wo die Frage häufig  lautete :
"Was will der Dichter uns damit sagen?"


10 Kommentare:

  1. Was der Dichter (?) uns damit sagen will- weiß ich auch nicht, vielleicht sollte man das aber besser auch gar nicht wollen.
    Dafür aber wird der Ungehorsamkeitsinitiator Schüller seine flammenden Revolutionsaufrufe in den Mannheimer Himmel schreien und sich des Beifalles der notorischen Grüppchen und der totalen Aufmerksamkeit der Medien sicher sein dürfen, falls ihn nicht vorher jemand in einen der Riesenrucksäcke steckt und zurückexpediert.
    Ob die Rucksäcke extra für diesen Zweck angeschafft wurden?

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  2. Ich frage mich ja schon lange was aus all den alten Aufbrüchen geworden ist....waren wohl nicht so toll sonst gäbs ja nicht schon wieder einen Neuen?
    Vielleicht stecken die auch im Riesenrucksack?
    P.S. vielleicht kann man den Schüllerschen da lassen (bin Österreicherin)?
    Mary

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    1. Liebe Mary,
      in Mannheim werden ja derzeit ca. 2 m hohe Riesenrucksäcke aufgestellt, die nach dem Katholikentag verkauft werden sollen - für 1000 Euro. Vielleicht könnt ihr Österreicher ja einen kaufen und dort den Schüller reinpacken? :-)

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    2. Hier ist noch der Link zum "Rucksackverkauf"
      http://www.katholikentag.de/no_cache/service/shop/shop_einzelansicht.html?tt_products%5BbackPID%5D=77&tt_products%5Bproduct%5D=116&cHash=fd156469b99afc8d66fbcbb90253ac28
      Besser als ein Gartenzwerg! (das steht da wirklich!!!)

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  3. Der Weg ist es eben, wenn wir schon kein Ziel mehr haben...

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    1. Aufbruch um des Aufbruchs Willen? Auch ein interessanter Aspekt - da geht man am besten im Kreis-man kann sich nicht verlaufen und unendlich weiter aufbrechen.

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  4. Ansgar Aufbruch
    Eines sollten wir bei all der Freude an den Rucksäcken, Aufbrüchen und Schüllers nicht vergessen, daß noch ein kleiner Teilnehmer die Katholikentagsbesucher beglücken wird: Ansgar Aufbruch, seines Zeichens aufbrechender Rucksack.... wer´s nicht glaubt schaue auf die website, die cinderella oben verlinkt hat.
    Also liebe Freunde des Dialoges: Ansgar Aufbruch wird Euer Führer durch die Wirren der Stuhlkreise und alternativen Liturgieangebote mit Blockflöte, Tamburin und Bauchtanz sein. ( Salome hatte aber außer den 7 Schleiern auch noch Knöchelspangen mit Glöckchen. Finden wir die bei Bedarf auch im Rucksack? )
    Warum nur fällt mir dabei das " Knüppel-aus-dem-(Ruck)sack!" aus dem Grimm´schen Märchen Tischlein-deck-Dich ein? - Wahrscheinlich haben die Veranstalter diese Option vergessen.

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  5. und als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre- nun hat sich auch noch das notorische Kirchenhasserjournal, der am wirtschaftlichen Abgrund herumtaumelnde Spiegel, der Dinge angenommen. Brüderlich bieten sie dem völlig aus dem Ruder gelaufenen "Protest-Pfaffen"( Zitat alipius) Schüller breiten Raum & teure Druckzeilen für seine Ausfälle.
    Schließen wir uns demgegenüber Hochwürden Alipius an und sagen mit ihm:
    wir werden nicht aus falschverstandener Solidarität mit dem Hl. Vater mit unserer Kritik an den Protestlern , Ungehorsamkeitsfetischisten und anderen Rucksackträgern beim Katholikentag sparen!

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  6. Mein Sohn war neulich in "Mannem uff de Kerwe" er meinte nur, das da überall Plakate hängen würden mit schwarzem Männchen und rotem Rucksack udn dnace und praise und ähnlichen Aufschriften hängen würden.
    Aber wenn man nicht wüsste, dass der Rucksack Symbol für den Katholikentag wäre, würde man die Plakate nicht mit der Kirche assozieren.
    Daruf seine Schwester, "Ach ich habe mich schon gewundert was der Rucksack im Mannemer Bahnhof soll!?!"
    Ich dachte das ist Werbung für'n Alpenverein.
    Tja so sind se die modernen Christen, so anonym das nur Eingeweihte, die Symbolik verstehen.

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    1. welche Symbolik denn? Daß man all die Aufbruchslosungen und Ungehorsamsappelle und Dialogstuhlkreise als schwere Last in einem überdimensionalen Rucksack mit sich herumschleppen muß ?
      Wenn ich unvorbereitet den feuerroten, schwarz abgesetzten Rucksack sehen würde, würde ich den eher mit den das Tanzbocksbein schwingenden Walpurgisnachtscharen auf dem Hexentanzplatz auf dem Brocken assoziieren.

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