Dienstag, 1. Mai 2012

Gäääähn!

Praetorius Blocksberg
Pure Langeweile auf dem Blocksberg:
Die Medien blieben dem Spektakel fern, so
dass außer ein paar Harry-Fans und ein paar
aus der Mode gekommenen TV-Zauberinnen
niemand zu sehen war. Rudi A saß alllein auf
dem Gipfel und wartete auf seine Kollegen.
Die hatten aber die Sicherheit ihrer Redaktions-
räume vorgezogen.
Bildquelle: von Johannes Praetorius [Public domain],
via Wikimedia Commons
Walpurgisnacht! Das hatte sich der Herr der Unterwelt aber doch ganz anders vorgestellt. Eine große Party wollte er schmeißen und alle seine Freunde sollten kommen. Aber dann wurde es ein stinklangweiliger Abend. Keiner da... naja mit ein paar Ausnahmen: Der mal wieder nach oben beförderte Rudi A. saß mit großen Augen auf dem Gipfel, um einigen Kindern und ein paar bekannten TV-Serienstars bei kindischen Spielchen zuzuschauen. Bibi war da und versuchte sich am zaubern, und auch Harry, der von seinem Fanclub kreischender Girls umgeben war. Alte Bekannte, die zu Rudis Zeiten echte TV-Stars waren, wie die schöne Samantha mit ihrer herrischen Mutter und auch die „bezaubernde“ Jeannie ließ sich blicken, ohne ihren „Meister“, denn aus dem war ja ein berühmter Ölmagnat geworden ... ein Kaffeekränzchen also, wenn man bedenkt wer alles eingeladen war:
Die gesamte Medienwelt sollte auf dem Blocksberg glitzern, rote Teppiche waren ausgerollt, aber die Damen und Herren zogen es vor, nicht zu kommen.


Was war der Grund?  Ratlos schaute die kleine Truppe um sich und hatte doch keine Idee, warum der „Event“ diesmal so schlecht besucht war.
Sie hätten halt mal in die „Süddeutsche“ gucken sollen oder in die „Blogozese“.
Denn die Angst geht um in den deutschen Redaktionsstuben. Die Angst vor dem Schrecken der Neuzeit, dem Opus Dei. Dan Brown hat ja hier mit seinen Büchern und Filmen eine exzellente Vorarbeit geleistet. Mörderische Mönche und ein Geheimbund. Das reicht aus, um allein bei der Erwähnung des Namens ein wahres Schreckensszenario auszulösen.
Als vor ein paar Tagen bekannt wurde, dass der Vatikan eine Untersuchungskommission zur „Enttarnung von Vatileaks“  eingerichtet hat, und dass diese Untersuchungskommission von einem Kardinal geführt wird, der dem Opus Die angehört, geführt wird, tauchen in den Chefredaktionen der deutschen Medien die wahren Schreckensbilder auf. Ist man doch damals schon bei der Ernennung von Erzbischof Wölki (der ja auch diesem „Geheimbund“ angehören soll) vor Angst in die Knie gegangen. 
Aber jetzt wird es noch schlimmer. Denn die Gefahr wurde namentlich bekannt. Ein Leserbrief in der Süddeutschen vermeldete dann auch noch, dass die Untersuchungskommission an der schwächsten Stelle mit der Befragung beginnen würden, den Journalisten. Seitdem trauen sie sich nicht mehr vor Tür. Sehen sie doch hinter jedem Baum und jedem Strauch einen Schergen des Opus Die, die nichts anderes im Sinn haben, als jeden Schreiberling unverzüglich in die Geheimen Kammern des Vatikan zu verschleppen und sie dort hochnotpeinlich zu befragen. 
Hinzu kommt noch, dass in der Blogozese der „Tag der Inquisition“ für den 30. Juli festgelegt wurde. Jetzt fürchten sich die Damen und Herren der Medien noch mehr ... denn sie haben verstanden, dass ab 30. Juli die Inquisition wieder eingeführt wird – und dass sie zuerst dran sind. Deshalb haben sie sich auch nicht in den Harz getraut. Schergen des Vatikan vermuten sie jetzt überall. Und der arme Rudi A. muss sich mit Möchtegern-Hexen und Harry Potter Doubles vergnügen.
Ach, es sind wahrlich keine guten Zeiten für die Damen und Herren der Unterwelt.

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