Sonntag, 20. Mai 2012

Nochmal zum Aufbruch

Vorhin kam die Meldung im Radio, dass der Katholikentag gaaaaaanz klasse gewesen sei und den Laien die Reformen viiiiiel zu langsam gingen und der Herr Erzbischof zusicherte, bis 2015 alles an den entsprechenden Stellen anzusprechen (was im Subtext bedeutet "Geduldet euch das kriegen wir schon hin mit dem Zölibat und den Frauenpriestern und  dem ganzen Kram rund ums 6te Gebot)
Hier kann man nachlesen was der Erzbischof Zollitsch und Glücks ihrn Alois erwarten.
Ein kurzes Zitat:
 
Erzbischof Robert Zollitsch fügte an, dass es um ..... eine zukunftsfähige Kirche[ginge]. Um nichts weniger. Dazu müsse man aufbrechen, was auch zurücklassen bedeute. Bruch
Bei Jesaja steht "glaubt ihr nicht so bleibt ihr nicht" .Jesaja hält also gar nix von Aufbrüchen und schon gar nix von solchen, wo einem nicht gesagt wird, wohin denn bitte schön.
Klar, als Gott der Herr den Abraham zum Aufbrechen nötigte, hat ER auch nicht gesagt wohin.
Aber irgendwie scheint das ZdK ja nicht aus der Stadt (= Symbol für Zivilisation) hin ins Land der Nomaden aufbrechen zu wollen (eher umgedreht) und von einer Aufforderung Gottes ist ja auch im ganzen Katholikentag nicht die Rede.
Das ist es ja, was mich zumindest schwer irritiert, ich meine man könnte sich doch mal drum bemühen herauszufinden was der liebe Gott will.
Ist es Zeit zum Aufbauen oder Zeit zum Niederreißen (Kohelet) und so verführerisch diese Vokabeln auch verpackt werden können, bitte was nehmen wir mit und was lassen wir da beim Aufbruch??
Bei der Firmung meines Sohnes redete der Pfarrer die Jugendlichen  an mit den Worten von der zukunftsfähigen Kirche, die die Firmlinge mitgestalten sollten, die ja die Zukunft der Kirche seien..., darauf bremst der firmende Bischof den Redeschwall und sagte "Die Zukunft der Kirche liegt ganz alleine in und bei Gott!"

5 Kommentare:

  1. "darauf bremst der firmende Bischof den Redeschwall und sagte "Die Zukunft der Kirche liegt ganz alleine in und bei Gott!"

    das hört man gerne und leider viel zu selten.

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  2. Bei uns gab's heute eine Predigt, die unter der Zeile stand:
    "Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist es, Zeugnis zu geben".

    Welches Zeugnis geben die in Mannheim?

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  3. Ich habe nicht gedacht, dass es noch solche Bischöfe gibt. Hier?
    Bei uns?

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  4. Leider hat sich wieder gezeigt, daß EB Zollitsch und seine Entourage ebensowenig über den deutschen Kirchentellerrand zu blicken vermag wie das ZdK- sie halten sich für das wievielte?- das vierte Rom und betreiben eine Nabelschau in den engen Grenzen eines Pfarrgemeinderatshorizontes. Daß das kein Ausrutscher und keine Eintagsfliege ist sondern Programm, hatte sich ja peinlicher-& tragischerweise schon beim vorjährigen Papstbesuch in D, besonders aber in Freiburg gezeigt.
    Daß die Religionsanalphabeten in den Medien ( großenteils Anhänger der neuen Ökoreligion und/oder Atheisten )das dazu nutzen wußten,um ihr Mütchen an der Römischen Kirche und den romtreuen Gläubigen zu kühlen, versteht sich eh von selbst.
    Da hat sich heute vor der Anschlußmesse wieder einmal das ZDF als einsamer Spitzenreiter hervorgetan, als es die 100% ahnungs- und wissenlose Pseudomoderatorin mit unglaublich dummen Sentenzen und Fragen auf die gebührenzahlenden Zuschauer losließ. Eine Schamgrenze scheint es in Mainz nicht zu geben.

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  5. Ja solche Bischöfe gibt es und er fängt nicht mir "M" an.
    Ich war auch völlig von den Socken es war Weihbischof Klug und er hat auch schon hier http://kath.net/detail.php?id=34054 Klartext geredet.

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