Dienstag, 29. Mai 2012

Pfingst-s-p-l-i-t-t-e-r

Pfingsten ist vorbei, eine gute Gelegenheit ein kurzes Resümee zu ziehen, was sich so über dieses Hochfest bewegt hat.
Es scheint, der Heilige Geist war dieses Jahr sehr wählerisch, wo er wehen wollte und wo nicht.
Das zeigte sich besonders in Rom, wo er den Heiligen Vater beschützt und ein paar andere hinweggefegt hat.
Das Pontifikalamt im Münchner Dom war vom Heiligen Geist erfüllt: mit einer sehr guten Predigt von Kardinal Marx und wir sind mit vielen guten Gedanken und hochmotiviert hinaus in die Welt gegangen.

Ein besonderes Pfingsten wurde dagegen im Bistum Augsburg gefeiert. Hier wurde das Fest des Heiligen Geistes von einigen „besonders engagierten Katholiken“ schlicht zum Kindergeburtstag umfunktioniert:
In Augsburg wurde mit Tänzern und Gauklern Gottesdienst gefeiert, in Kempten kamen Luftballons zum Einsatz.

Erfüllt vom Heiligen Geist war dagegen der Regensburger Bischof Ludwig Gerhard Müller, der dem Augsburger Bischof mit kräftigen Sprüchen zur Seite trat: 
Laut SZ sagte er:  „Wenn die 'Reformunwilligen' vor einem Monat das Geld und die Zeit hatten, nach Augsburg zu fahren oder sich dorthin locken zu lassen, dann könnten sie sonntags auch zwei Kilometer zum Nachbarort zurücklegen“ und  „Die ganze Polemik sei von Ideologen nur vorgeschoben, um die Entsakramentalisierung der Kirche voranzutreiben."
Bischof Müller sprach zudem von einer ähnlichen 'Hetzkampagne' wie sie gegen ihn vor ein paar Jahren geführt wurde."Die Schlagzeilen, die Methoden ähneln sich" "Es sind dieselben Grüppchen, die dahinterstehen und die sich wichtig machen, in bestimmten Medien ihre Kollaborateure haben und dadurch den Eindruck erwecken, sie würden die Laien vertreten." 

Endlich sagt's mal einer.
Deshalb hat er auch beim „600. Kötztinger Pfingstritt“ hoch zu Ross eine besonders gute Figur gemacht.

„Der heilige Geist von unten“ war Thema einer Predigt in unserer Kirche St. Michael am Pfingstmontag. Sie sollte „lustig“ beginnen, mit dem Uralt-Witz, in dem der Heilige Geist als Pointe sagte „Ich mache Urlaub in Rom, denn da war ich noch nie ...“
Niemand lachte und  und auch die Angriffe gegen das "autoritäre Rom" kamen nicht gut an. Dann wurde uns erzählt, dass der heilige Geist von unten wirkt – und das vor einem Altarbild, wo der Heilige Erzengel Michael dem „Geist von unten“ gerade den Garaus macht. Ein gespielter Witz, der schon fast wieder erheiternd wirkte.
Zum Ende der Predigt konnte ich dann feststellen, dass Jesus weiterhin an der Spitze des Hochaltares thronte und von dort seinen Geist auf die Welt "von oben" herab sendet. Mit dem Geist von unten wird das wohl erst mal nix.

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