Sonntag, 13. Mai 2012

Piraten, berufstätige Mütter und die ach so befreiende Arbeit

Also es gibt natürlich tolle, geniale wichtige und abwechslungsreiche Jobs, die, im Gegensatz zur Mutter und Hausfrau, auch noch spitze bezahlt werden.
Mutter, das ist echt jeden Tag was Neues und man kann da ein Kind nicht nur in einer gewissen Lebensphase "bilden" sondern komplett, von den einfachsten Dingen "schmier den Karottenbrei nicht ans Fenster" bis zu Diskussionen über "Einstein Transformation", der Interpretation von "Goethes Faust" und den Regeln von Vollleyball,  gibt es jeden Tag was Neues mit dem man sich auseinandersetzen kann.
Es gibt allerdings auch eine Reihe anderer, bezahlter Jobs, die die Leute einfach machen, weil sie Geld brauchen.
Hier hat sich wer darüber sehr gute Gedanken gemacht.
Nun haben wir ja neuerdings die Piraten in der politischen Landschaft.
Persönlich halte ich das einfach für eine Chaostruppe, denen all das arrogante Getue der etablierten Politiker auf die Nerven geht (ich meine der Unterschied zwischen schwarz, grün und rot ist ja in der Praxis -nicht im Parteiprogramm!- nicht festzustellen) und die mit einem wirren, kruden Programm mal in die Politik gegangen sind.



Jetzt ist der Punkt, was zu gestehen. Zu meinen Jugendsünden gehört die Gründungsmitgliedschaft der örtlichen Grün-Alternativen und das erste Parteiprogramm war auch schwer wirr.
Man traf sich in Arbeitsgruppen und ventilierte alte KBW oder Anarcho Thesen, garnierte das mit ein bisschen Friede, ein bisschen Naturromantik  und brachte das Ganze  zu Papier.
Das soll jetzt nicht heißen, dass die Beteiligten sich keine Mühe und Arbeit und Gedanken gemacht hätten, nein heiße Diskussionen und lange Nachtsitzungen gab es.
Ähnlich wirr und nicht ganz ernst zu nehmen und auch im Grunde nicht ernstgenommen werdend wollend, kommen mir die Piraten  vor.
Trotzdem findet sich bei ihnen im Programm diese, sich echt wundervoll anhörende, Forderung der alten Kommunisten im Programm.
Hier das Original Interview bei kath.net: http://kath.net/detail.php?id=36483
Ich mag jetzt nicht auf den üblichen Sums unterhalb der Gürtellinie eingehen:
Nur folgendes:
 Die Piratenpartei fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle!
Deshalb fordert die Piratenpartei, übrigens im Einklang mit katholische Gewerkschaften und Sozialverbänden wie der KAB, BDKJ oder die CAJ ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Also ich arbeite grundsätzlich außer Haus um des schnöden Mammons willen und ich vermute mal das Müllmänner, Kanalarbeiter, Straßenarbeiter, Kassiererinnen bei Aldi, Totengräber, Schädlingsbekämpfer, Arbeiter am Fließband, Arbeiter in den Kläranlagen und die meisten Putzfrauen, das auch so sehen.
War übrigens die Diskussion auf der erwähnten Gründungsversammlung der oben erwähnten Grün Alternativen.


2 Kommentare:

  1. Haben denn die Möchtegern-anarchisten ( die aber vom Staat alimentiert werden wollen, soviel Anarchie muß dann doch nicht sein) in ihrem Nichtprogramm auch erklärt woher das Geld für das " bedingungslose Grundeinkommen" kommen soll?
    Es zeichnet sich also folgendes Szenario ab-wie sich der kleine Pirat das Leben vorstellt:
    keiner arbeitet, alle fröhnen nur ihren Lüsten und jeweilig aktuellen Bedürfnissen, Hedonismus ist erste Bürgerpflicht,Verantwortung wird dagegen aus dem Wörterbuch gestrichen- jeder eignet sich das geistige Eigentum anderer an und keiner wird erwachsen, weil Dauerinfantilisierung die Maxime ist. Wie sollen künftige Parteien, die den Piraten bei den Protest-& Frustwählern Paroli bieten könnten, aussehen?
    Namen fallen einem da jedenfalls schon mal ein: Die Cowboys, Die Indianer, Die Räuber, Die Rennfahrer, Die Schlagerstars .
    An seriöse Berufwünsche von Kindern gebundene Namen wie Die Feuerwehrmänner, Die Piloten, die Moderatoren kommen wg. der Verwechslungsgefahr mit Gewerkschaftgruppierungen eher nicht in Betracht

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    1. Also ich würde mich dann gerne der Partei der Rennfahrer anschließen. "Frei Fahrt für freie Bürger". Das würde allerdings die Einnahmequote des Staates weiter drücken und man fragt sich tatsächlich, woher das Geld für das BGE kommen soll. Andererseits könnte man mit dem BGE die ganzen Änter, die heute eine Menge Geld kosten (ich erinnere an den Broder Beitrag über Berlin: 10 Obdachlose ernähren einen Sozialpädagogen) einsparen und das Geld dann eben anderweitig verteilen ... Was Müll etc. angeht, ist es dann wie in der Familie oder in der Schule: da wird dann jeder mal eingeteilt, diese Arbeiten zu machen. Das ist dann die Bedingung des bedingungslosen Grundeinkommens.
      Wer arbeitet und Steuern zahlt, ist dann von diesen Arbeiten ausgenommen.

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