Samstag, 5. Mai 2012

Ver.di und der Kardinal


Man kann es fast nicht glauben – ausgerechnet Kardinal Marx, der ja innerhalb der Kirche als Sprecher für alles Soziale gilt und sich stark für die Arbeitnehmerschaft einsetzt, hat jetzt massiven Ärger mit der Gewerkschaft Ver.di:

Heute am 5.5. soll es losgehen. Ver.di hat für den Vormittag eine Demonstration vor dem Münchner Holnstein Palais, dem Sitz des Erzbischofs angekündigt, andere linke Gruppen wollen sich anschließen.
„Empört Euch“ tönt es auf den Linken Internetseiten und ein „Poster“ gibt es auch schon:
„Jetzt kommt die Herde zum Hirten“ steht dort in dicken Lettern. Ja, wenn sie es doch nur tun würden .... seufz.

Hintergrund der „Aktion“ ist der Weltbild-Verlag, der ja  nach einem Beschluss der deutschen Bischofskonferenz verkauft werden soll.
Jetzt fürchten die Mitarbeiter der Münchner Buchhandlung Hugendubel, die ja dem Weltbild-Verlag gehört um ihre Arbeitsplätze. Denn hier gibt es wohl finanzielle Schwierigkeiten (die aber mit dem Weltbild-Verkauf nichts zu tun haben). Seit Monaten gibt es Gerüchte, dass das Filialnetz ausgedünnt werden soll, wovon auch die traditionsreiche Filiale am Münchner Salvatorplatz betroffen wäre. Das ist der Hintergrund der Demo, aber ein Anlass für Ver.di und andere linke Gruppen, wieder mal auf sich aufmerksam zu machen und vielleicht Randale zu starten?.

Und was macht der Kardinal am Samstag?
Das einzig Richtige! 
Er feiert eine heilige Messe:
„Zur Zeit der für Samstag, 5. Mai, vor seinem Amtssitz im Palais Holnstein angekündigten Demonstration wird Kardinal Marx einen seit langer Zeit zugesagten Festgottesdienst zur Eröffnung des Caritas-Hauses St. Gisela in Gräfelfing, Landkreis München, zelebrieren, die Hauskapelle und den Altar weihen. Anschließend wird er bei einem Rundgang durch das Alten- und Pflegeheim die Gebäude und ein restauriertes Feldkreuz im Park der Anlage segnen“ steht dazu auf der Website des Erzbistums.


Das sollte er den Linken Protestierern auch empfehlen. Denn, wie jeden Morgen gibt es auch am Samstag zwischen 8.00 und 12.00 Uhr stündlich Messfeiern in der Stadtpfarrkirche St. Peter, im Dom wird um 9.00 Uhr eine heilige Messe gefeiert und um 12:00 das Regina Caeli gebetet.

Viel Zeit und Gelegenheit also für die Linken Demonstrierer, dem Hirten wirklich zu folgen, umzukehren und für ihre Anliegen zu beten. Das bewirkt mehr als jede Demonstration. 


13 Kommentare:

  1. Ja, sie sollten schon alle kommen. Aber bitte, bitte doch nicht soooo! Als Bittsteller allerhöchstens; aber mit FORDERUNGEN? Von einem Kirchenfürsten fordert man nichts. Man nimmt gegebenes in Demut an? DAS wùrde sich für eine wahre Arbeitnehmervertretung geziemen! Oder ist jemand anderer Meinung?

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    1. Wie ich schon in meinem Beitrag schrieb: Dem Hirten folgen und für ihre Anliegen beten. Gelegenheit dazu gibt's am Samstag vormittag in München genug. Und ich denke, auch der "Kirchenfürst" wird gerne gemeinsam mit den Protestieren für ihre Anliegen beten. Er folgt da seinem Herrn. Jesus hätte auch nicht demonstriert. Der wusste, dass er mit Gebeten mehr erreicht.

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  2. Habe auch noch nie von einer Herde gehört, die ihren Hirten zu führen beansprucht....und diese Herde, die da heute angetrampelt kommt, kommt ja auch nicht zu ihrem Hirten : das ist nämlich ein ganz anderer mit seine irdischen Helfershelfern.
    Jedenfalls zeigen die Schergen des Herrn Bsirske , daß sie von Christentum, Glauben, Kirche und den Aufgaben eines Bischofs nicht ein Jota Ahnung haben-aber das wiederum ist bei denen ja eher die Regel- für die meisten Bereiche.
    Und der Herr Bsirske und seine nützlichen Idioten, die sich da nun als "Herde" zum Holnstein-Palais kommandieren lassen, ist ja nicht erst heute einem lupenreinen, dafür aber recht sinnfreien Aktionismus verfallen, um von seinem Versagen und seiner durchgehenden Erfolgs-und Verantwortunslosigkeit abzulenken.
    Man könnte fast Mitleid mit ihm bekommen. Fast.

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  3. Beten wird bestimmt viel helfen. Amen. ( das war Ironie)
    In seinen (Kardinal Marx) Büchern von Soziallehre predigen, Mitarbeiter der DBH, die zur Hälfte Hugendubel und Weltbild gehört, aber bei ihren Forderungen nach tariflicher Absicherung und Sicherung ihrer Arbeitsplätze mit leeren Worten hinhalten?
    Wenn das die neue Christenlehre sein soll - dann gute Nacht!

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    1. Kardinal Marx ist nicht der Arbeitgeber und auch nicht der Personalchef von Hugendubel. Folglich ist er nicht befugt, in irgendwelche tarifliche Auseinandersetzungen einzugreifen.

      Ja, Beten kann viel bewirken. Das erfahre ich jeden Tag selbst.

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  4. Unglaublich, wie weltfremd man sein kann. Ihr zeigt es hier mit Euren Kommentaren. Widerlich ist das!

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    1. Unglaublich, wie materialistisch und uninformiert man sein kann. Ihr zeigt es an euren Kommentaren.

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  5. Also der bislang unverstandene Hintertreppenwitz und das eigentliche Drama ist, das das Drama der jetzt bedrohten Arbeitsplätze, gegen die sich die Verdi Demo richtet, ja unter dem Beifall der Öffentlichkeit angefangen hat.
    Wir erinnern uns.
    Es waren gute Katholiken (und das meine ich jetzt nicht ironisch), die das Sortiment vom Weltbildverlag, der nach seiner Fusionierung mit Huggendubbel, zu einem der Marktführer geworden ist, "kritisch unter die Lupe" genommen haben und so einen Wirbel ausgelöst haben, das die Deutschen Bischöfe sich auf ihrer Frühlingsvollversammlung sich mit dem Thema beschäftigen mussten und beschlossen (mussten?) da auszusteigen.
    Ich habe schon damals darauf hingewiesen, das man mit "katholisch korrekter" Literatur und Dekogegenständen eben keinen Großkonzern, wie den Weltbildverlag, erhalten kann.
    Ich habe mich damit ziemlich in die Nesseln gesetzt und wurde ziemlich negativ bewertet.
    Wie es aussieht habe ich recht gehabt, und die Öffentlichkeit sollte sich mal entscheiden was sie will.

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  6. Tja -hier im Kommentarbereich zeigen unsere Linken und Atheisten oder die Kombination aus beiden ( was die Sache nicht besser macht) uns, was wir eh schon wußten:
    1. sie haben keine Ahnung - weder vom Christentum, von der Kirche noch von der tarifrechtlichen Realität bei Hugendubel.( Und nach Linkenart ist ihnen das auch völlig egal)
    2. sie geifern nach altem DDR-UdSSR und Stasivorbild gegen die Kirche und versuchen ihr untergegangenes Sozialistenweltbild als lebenden Leichnam zurechtzuschminken. Das geht -wie immer- schief.
    Und da sie sich beispielsweise selbst schon als "Pfui" hier einführen, braucht es keine weiteren Worte- dem ist nichts hinzuzufügen.
    Den Gratismut eines unbegabten Funktionäres wie Bsirske wertet es auch nicht auf.
    Ob das Beten hilft oder nicht -da wäre ich an deren Stelle mal ganz vorsichtig und würde noch mal auf die Rolle der Kirche unter der Führung von Papst Johannes Paul II beim Zusammenbruch des Roten Imperiums schauen.
    Und auch wenn es für unsere linken Atheos zu kompliziert ist: sie sind nicht die Herde, die zu ihrem Hirten kommt. Also schnell zurück in den Bsirske-Pferch!

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  7. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  8. Wenn ich hier die Kommentare lese,vermisse ich etwas. Es fehlt bisher der allfällige Rekurs auf die Kreuzzüge, die Hexenverbrennungen und die Heilige Inquisition, der von unseren Atheistenfreunden und den Linken-Fanclubs mit fast 100% Zuverlässigkeit erfolgt, wenn ihnen die Argumente gegen die Kirche ausgehen.
    Die Hoffnung, daß ihnen vielleicht bewußt geworden sein könnte, daß diese quasi Pawlow´sche Reflexantwort doch am ehesten die mangelnden Geschichtskenntnisse der Amateurkirchenhistoriker beweist, dürfte wohl einem zu großen Optimismus entspringen.

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  9. Lieber Anonymus

    Wir bereiten gerade ein neues Label vor mit dem Titel:
    "Kurzgefasste Verteidigung der Kirche gegen die üblichen Vorwürfe"
    dort wollen wir, in der Tradition von Chesterton und Zander in lockerer Folge, einige Perlen vor die (vielleicht doch nicht) Säue werfen.
    Zunächst wollen wir mal guggen steht im Kapital von Karl Marx wirklich)
    (Ich habe das gute Stück damals bei den Genossen vom KBW gelesen!) und weiß noch:
    Gerechte Löhne im Kapitalismus?
    Da ist man als anständiger Kommunist dagegen, weil es nur die Verelendung der proletarischen Massen verzögert und somit eben den revolutionären Eifer erlahmen lässt.
    Leute die sowas fordern sind Renegaten, und die Zahlung gerechtet Löhne ist ein konterrevolutionärer Trick bösartiger Kapitalistenknechte.

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  10. Und weil wir mittlerweile von den Callcentern Linker Genossenschaften & Atheistenclubs mit Spammails, die uns Parteitagsmanisfeste des KPDSU und ihrer Nachfolgeorganisationen u.ä. ans Herz legen möchten(als Bibelersatz)-garniert mit Kirchenbeschimpfungen der abgedroschensten Art- schließen wir hier den Kommentarbereich.

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