Dienstag, 26. Juni 2012

Bärenstark ...


Statue des heiligen Korbinian mit dem
Bären vor dem Kirchensteuer- und Matrikel-
amt der Erzdiöse München und Freising,
fotografiert mit meiner Handykamera
Auf meinem sonntäglichen Weg zur Kirche gehe ich immer an diesem imposanten Mann vorbei, der vor dem Eingang des Steuer- und Matrikelamtes der Erzdiözese München steht. Es ist der heilige Korbinian, der der Sage nach von Bayern nach Rom wanderte und dort von einem Bären überfallen wurde. Der Bär tötete das Lastenpferd des Heiligen und  Korbinian hätte es wohl nie nach Rom geschafft, wenn er nicht den Bären dazu verpflichtet hätte, sein „Gepäck“ zu tragen.
   

Viel besser hat Papst Benedikt bei seinem Besuch in München diese Sage erzählt, mit einem persönlichen Bezug und mit einem Augenzwinkern:





„ Ich sollte ja Nachfolger des heiligen Korbinian werden und bin es geworden. An der Legende dieses Heiligen hat mich seit meiner Kindheit die Geschichte fasziniert, wonach ein Bär sein Reittier auf seiner Reise über die Alpen zerrissen hat. Korbinian verwies es ihm streng und lud ihm zur Strafe sein Gepäck auf, das er nun bis nach Rom zu schleppen hatte. So mußte der Bär, beladen mit dem Bündel des Heiligen, nach Rom wandern und wurde erst dort von Korbinian freigelassen........... Auf dem Hintergrund der Gedanken des Bischofs von Hippo ermutigt mich der Bär immer neu, meinen Dienst mit Freude und Zuversicht zu tun – vor dreißig Jahren wie auch nun in meiner neuen Aufgabe – und Tag für Tag mein Ja zu Gott zu sagen: Ein Lasttier bin ich für dich geworden, doch gerade so bin ich „immer bei dir“ (Ps 72 [73], 23). Der Bär des heiligen Korbinian wurde in Rom freigelassen. In meinem Fall hat der Herr anders entschieden....“

3 Kommentare:

  1. Bei solchen Aussagen des Heiligen Vaters fließt mein Herz über vor Zuneigung. Möge er uns noch lange in Gesundheit erhalten bleiben!

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    1. Ich durfte dabei sein als er diese Ansprache auf dem Marienplatz hielt und es war einfach überwältigend. Es war einer der Überraschungen, die er in die Rede "eingebaut" hatte, und viele haben gedacht, er meinte es als Witz.... Ich denke aber, er war sich sehr wohl bewusst, dass das sein letzter Besuch in der Heimat gewesen ist. Man konnte erleben, wie sehr er sich freute, wieder dort zu stehen, von wo er gegangen ist. Und vielleicht war sein Strahlen, die Freude die er hatte und an uns alle weitergab, auch sichtbar in dem herrlichen Sommerwetter, das uns bis zu seiner Abreise strahlend blauen Himmel und tw. über 30 Grad bescherte.

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  2. Jetzt hat er sich selbst entlassen. Aber wer kann in diese
    großen (roten) Schuhe steigen???

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