Freitag, 22. Juni 2012

Das Konradsblatt und das Bloggertreffen

vor mir liegt das allerneueste Konradsblatt und darin, oh Wunder, groß ein doppelseitiger Artikel über das Bloggertreffen.
Erst mal gut und schön und wundervoll.
Einerseits reizt es mich, meine spitze, virtuelle Zunge daran zu wetzen, andererseits berichteten die Mitblogger begeistert davon. Deshalb schließe ich, dass das Treffen Klassen  besser war, als der teilweise  im typisch deutsch katholischen Jargon formulierte Artikel vermuten lässt.

Gefallen hat mir die Einleitung des Konradsblattartikels, der so lautet:
Man kennt sich aus dem Internet. Dennoch scheint es, als würden sich Freunde zur wöchentlichen Diskussionsrunde treffen. Was sie verbindet:? Sie sind katholisch und sie bloggen.
Q.e.d. ist da zu sagen. Wir sind, wie man das den Kindern gerne erklärt, Freunde von Jesus Christus und deshalb auch untereinander Freunde.
Weniger gefallen hat mir die Überschrift die lautet "Laienapostel" im Internet.
Was sollen denn die Gänsefüßchen???

Und  so Sätze wie "Als Antwort auf die vielen offenen Fragen [betreffs des wie der Neuevangelisierung] hätte ein Gespräch mit EB Z dienen sollen. Z ist Mitglied des päpstlichen Rates für die Neuevangeliserung und hätte somit sicherlich einiges zum Thema beitragen können." reizen mich zum Lachen.
Andererseits wird daran das Drama offensichtlich.
Da ist so ein armer geplagter Bischof, der üppig damit zu tun hat, einerseits das Wasser aus dem leckgeschlagenen Boot zu schöpfen und anderereseits zu verhindern (warum eigentlich?) dass die Mannschaft es  merkt.




Der kriegt dann halt noch ein Amt (früher hätte man gesagt einen Titel) und soll sich dann gleich auskennen.
(Übrigens verwundert mich das immer bei den Politikern. Wenn ich mich irgendwo bewerbe, wird erwartet, das ich Ahnung habe, mich auskenne. Also wenn ich gelernte Krankenschwester bin, geht man davon aus, das ich keine Kinder unterrichten kann. Wenn ich Koch gelernt habe, geht man davon aus, das ich keine Ahnung vom Gartenbau habe u.s.w.. Aber in der Politk wird davon ausgegangen, dass ein Finanzexperte genauso gut das  Gesundheitsministerium leiten kann, ohne den Unterschied zwischen Bakterien und Viren  zu kennen, was mich schon immer verwundert.
Die Basis braucht Fachwissen, die Leiter können das alles qua Ernennung.
Will auch ernannt werden (schmoll)).
Das sollte nur erklären,. das obiges definitiv nicht als Affront gegen EB Z gemeint ist.
Hätte es gut gefunden, wenn er gekommen wäre.
Lassen wir jetzt das Nichterscheinen des Bischofs beiseite, so bleibt das grundsätzlichen Dilemma bestehen.
Mein  spirituelles Anliegen ist, mit der Kirche zu gehen, Also nicht diejenige zu sein, die vorneweg rennt und auch nicht die zu sein, die schmollend an der Weggabelung stehen geblieben ist und wartet, bis der Tross eingesehen hat, auf dem Holzweg zu sein, und  zurückkommt.
Dies durchzieht die Blogozese, soweit ich das begriffen habe.
Die Kirche selber, mit der wir gehen wollen, allerdings, denkt sie sei viel wichtiger in der aktuellen gesellschaftlichen Relevanz, als sie ist.
Also so ein moderner Pfarrer, der denkt, dass die Leute ihm noch so glauben, wie in den 50ern.

Manchmal,  wenn ich ein Bild suche, um meine Sicht des innerkirchlichen katholischen Dramas zu beschreiben, dann fällt mir das Bild einer verarmten englischen Adelsfamilie ein, die auf dem Familienschloß haust, aber schon lange nicht mehr die Mittel und Möglichkeiten hat, das Ganze auch zu unterhalten.
Nur im Falle der katholischen Kirche in D, meinen Teile der Familie und auch die Dorfbewohner dass doch alles noch in Ordnung sei.
Aber von der unterschiedlichen Sicht der Dinge mal abgesehen sind wir  Freunde und bei Licht betrachtet eigentlich  Teil der Familie im Schloß und würden gerne dabei helfen, den Kasten wieder wirklich bewohnbar zu machen.
Ja und ich denke langsam, dieser Gemeinschaftsblogg zum Credo könnte eine feine Sache werden und ich empfehle als Grundlagenlektüre die Arbeit von Professor Josef Ratzinger über das Apostolische Glaubensbekenntnis, die   im Jahre des Heils 1968! unter dem Titel: "Einführung in das Christentum" erschienen ist.



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