Mittwoch, 27. Juni 2012

Die wiederverheirateten Geschiedenen, die Hirtensorge und ich

Vor  mit liegt das allerneueste Konradsblatt mit einer Doppelseite Leserzuschriften, und alle beschäftigen sich mit den Memorandisti und deren Zentralproblem, den wiederverheirateten Geschiedenen und deren Zugang zur Eucharistie.
Grundtenor "Ach die böse Kirche und all diese sich und Christus so liebenden, und kirchlich soooo engagierten wiederverheiraten Ehepaare!" Bösartig könnte man sich  fragen, warum all diese tollen Leute beim ersten mal so daneben gegriffen haben, aber so was Böses darf man ja heutzutage noch nicht mal denken.
Sorry, es regt nur noch auf!
Wenn ich mich ganz kurz fassen würde, würde ich sagen, das Problem wäre längst nicht so drängend, wenn die Kirche sich in gleichem Maße um die verheirateten Eheleute mitsamt Kindern, also das was man klassische Familie nennt, kümmern würde!



Aber das fängt ja schon im kleinen an. Kleinkinder, also das Ergebnis, des sich Haltens an Humane vita sind im Gottesdienst nicht  erwünscht (nur dann wenn sie stumm sind und keinerlei Bewegungsdrang haben).
Es geht weiter damit, dass auch die Kirche das moderne Familienbild propagiert. Vater auf Maloche, Mutter auf Arbeit und Kind im Hort, spätestens dann, wenn es drei Jahre alt ist.
Das sieht dann abends so aus Vater müde, Mutter, müde, Kind quengelig und alle genervt voneinander.
Ich denke immer, wenn man wenigstens den Zugang zur Eucharistie für Leute in schwierigen Situationen fordern würde, weil eben die Situation so schwierig ist und nur mit der Hilfe Gottes bewältigt werden kann, aber genau darum geht es nicht.
Die uns vor Augen gestellten wiederverheirateten Geschiednenen die drunter leiden nicht zum Tisch des Herrn gehen zu dürfen, sind  allesamt wahnsinnig gut drauf, lieben sich und ihre Patchworkkinder ganz arg, selbige sind auch total geraten und die entsprechenden Eltern furchtbar gut drauf und gaaanz arg engagiert.
So dass man sich, als Mensch, der in seiner Ehe und mit seinen Kindern öfter bei schwerer See segeln muss, fragt, ob man  nicht was verkehrt macht.
Trotzdem verrät sich in den plaktiven Werbebildern der Memorandisti ein dickes Missverständnins.
Kirche ist kein Haufen gutgesinnter, moralisch anständiger,. wohlerzogener, und beruflich erfolgreicher Damen und Herren, die irgendwie religiös und sozial gesinnt sind, und wo es nicht nachzuvollziehen ist, das ebenso gesinnte Damen und Herren wegen der Tatsache der bürgerlichen Scheidung und bürgerlich korrekten Wiederverheiratung vom Gruppenritual ausgeschlossen sind.
Kirche sind, die, die Gottes Ruf gefolgt sind, dazu gehören, laut Paulus nicht viele Große im Sinne der Welt und es gehören laut Matthäus 22, 10 alle dazu, die sich haben einladen lassen und dazu gehören ausdrücklich Gute und Böse. Nur, muss man dann auch die formalen Bedingungen des Festveranstalters erfüllen  (Matt 22,11-12).



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