Donnerstag, 28. Juni 2012

In Memoriam "Bruno"

In all der hektischen Nachrichtenlage hätten wir den ja beinahe vergessen:


Am 26. Juni 2006 hauchte Bruno nach einem gezielten Schuss durch einen Jäger sein kurzes Leben aus.
Was war passiert?
Ganz Deutschland war begeistert, endlich hatte es mal wieder einen richtigen Bären nach Deutschland verschlagen. Zunächst waren alle begeistert, als der Bär über die österreichische Grenze kam und bayerischen Boden betrat. Doch recht schnell zeigte sich, dass der junge Bär, dem der Name "Bruno" gegeben wurde, nicht so kuschelig war, wie manche Grüne und sonstige Kindsköpfe es von einem Bären eigentlich erwarten. Er riss Schafe, "brach auch schon mal in Hühnerställe ein", räuberte in den Mülltonnen und versetzte damit die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

Der damalige Bayerische Ministerpräsident Stoiber hatte dann in einem Interview aus dem "kuscheligen" Gast einen Problembären gemacht, den man schnell wieder los werden wollte.



Das hieß zunächst einfangen und in einem Tierpark unterbringen. Der schlaue Bär hatte wohl dazu keine Lust und foppte sowohl bayerische als auch finnische Jäger über Wochen, indem er das eine oder andere Mal nach Tirol verschwand und an anderen Orten in Bayern wieder auftauchte.

Ein Katz- und Maus-Spiel begann und endete tödlich. Irgendwann hatte ein Jäger ihn kalt erwischt und ihm den Garaus gemacht.  - und das auch noch während der Fußball-WM im eigenen Land. Es tat aber der guten Stimmung während des "Sommermärchens" keinen Abbruch. Natürlich heulten die üblichen Grünen und sonstige Gruppen laut auf. Aber sie wurden getröstet:
Brunos Überreste wohnen jetzt in königlicher Umgebung: Ausgestopft ist er im Nymphenburger Schloss in München zu sehen - im Museum Mensch und Natur.

Der "Problembär" im Museum Mensch und Natur
©Foto: Public domain via Wikimedia commons

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