Samstag, 30. Juni 2012

Salamitaktik, Beschwichtigungshofräte und der Aufbruch im Umbruch

Um  es gleich vorneweg zu sagen,soweit man das heutzutage noch sagen darf, irgendwie freut mich das Kölner Urteil schon, weil es nämlich mal die "anderen" trifft und diese anderen, also Juden und Moslems,  im Gegensatz zu den Katholiken doch in den Augen der Medien die "Guten" sind.
Andererseits ist es schon eine gewaltige Frechheit.
Aber wo bleibt der Aufschrei?? Außer Kardinal Meisner, (Hut ab) Schweigen im Walde.
Wie Broder schon richtig feststellt, ist die Zeugung,  Schwangerschaft und Geburt der erste Eingriff in die Kinderrechte. Niemand wird gefragt ob er ausgerechnet von diesen Eltern, unter diesen konkreten Umständen, zu dieser konkreten Zeit geboren werden will.
Es geht weiter mit der Schulpflicht (wenn es so weitergeht mit der Kitapflicht).
Es ist doch so, es gibt Kinder die wollen in die Schule, aber nach einigen Wochen lässt das schon bei Erstklässlern schwer nach und wer seine Begeisterung durch die Grundschulzeit gerettet hat, der kriegt sie spätestens auf dem Gymi ausgetrieben.
Ein Besuch irgendwo, wo Horden von Schülern zusammen sind, kurz vor  Ferienende ergibt den 100%igen Volontée generale "Ach so ein Mist, könnten noch länger sein. die Ferien!" darauf nimmt auch keiner Rücksicht.
Was mir dennoch Sorgen macht ist folgender Effekt.




Seit ich denken kann sind die Leute in Sorge,  wegen dem Glaubensverlust.
Das fing unmittelbar nach dem Konzil an. Die alten frommen Hühner waren besorgt und wurden von den studierten Theologen innerhalb und außerhalb der Familie immer wieder beruhigt. Alles wurde gut geredet (das ist was völlig anders, als der Versuch durch Loben die guten Seiten im Menschen zum Wachsen anzuregen). Ich erinnere mich, dass aus meiner Kusine, die die Schule geschmissen hatte und mit ihrem Freund nach Indien getrampt ist, eine Missionarin gemacht wurde. "Die XY ist mit dem YX unterwegs, um ihn zurückzubringen. Da muss man keine Messen lesen lassen!"
Weiter wurde richtigerweise behauptet, das die Zeiten schon immer nicht gerade rosig waren, und ebenso richtig drauf hingewiesen, dass es immer wieder die Heiligen waren, die die Sache rumgerissen haben.
Gleichzeitig fühlte man sich aber nicht gerufen, selber heilig zu werden!
Nein man machte weiter wie bisher und erwartete, das die liebe Gott die Sache schon richten würde und spottete über die besorgten frommen Seelen, die anfingen zu beten.
Auf Rheinländisch heißt es "Es is wie es is, es kütt, wie es kütt, un es is schon immer jud gegange"
Es ist richtig, und egal was kommt, Gott ist gut und bei uns, aber man muss doch nicht beständig die Augen verschließen!!
Das fängt an mit der Abtreibung, geht weiter mit der Ehescheidung, über die Homos, hin zu dieser ganzen furchtbaren Kita Betreuerei über das Kopftuchurteil hin zur Euthanasie und katholisch intern zur Einführung der Großpfarreien.
Ich finde es heroisch, dass auf der untergehenden Titanic die Bordkapelle spielte bis zum Schluß und man sich männlich! (fehlt sowieso flächendeckend, Männer!) ins Unvermeidliche schickte.
Aber die wussten, dass sie sanken, die taten nicht so, als wären sie immer noch dabei das Blaue Band zu gewinnen!
Die christlich-abendländische Titanic, genannt Europa. könnte das Leck noch schließen, könnte noch vie G-Net (Gebet und Opfer) Hilfe herbeirufen, aber es ist absolut tabu zu sagen, dass da ein Loch ist, auch wenn es die Spatzen von den Dächern pfeifen und die Rechtsprechung spinnt.
Was die Kirche macht seit fast  Jahrzehnten,  ist zurückweichen. Ich hatte mal im Bücherschrank meines Großvaters einen alten "Fels" von 19einpaarundzwanzig gefunden, da lautete die Überschrift "Wir haben den Kampf gegen die Ehescheidung verloren" es ging darum, das es dem Zentrum nicht gelungen war, die Erlaubnis der bürgerlichen Scheidung in bestimmten Ausnahmefällen zu verhindern. Nach dem Krieg ging es munter weiter und jeder weiß es von der Abtreibung in bestimmten Notfällen, über die soziale Indikation hin zur aktuellen Praxis. Und immer findet sich wer kirchliches der es erklärt und Verständnis fordert und den staunenden Gläubigen versichert es sei alles im grünen Berich, besser, schöner, toller als je zuvor...
So ruft die kirchenfeindliche Salamitaktik die kircheigenen Beschwichtigungshofräte auf den Plan und dann soll der an den Rand gedrängte und von allen Seiten schikanierte  Heilige Rest auch noch aufbrechen, wobei hier dann immer schamhaft verschwiegen wird, wohin denn bitte schön.
Um jetzt wieder die Kurve zur aktuellen Manifestation der Salamitaktiker zu kommen, so stellt sich die öffentliche Meinung ja so dar:
Umbringen via Abtreibung ist okay, aber so ein bisschen überflüssige Haut abschnippeln, das ist plötzlich Körperverletzung.
Damit erkläre ich alle Patriarchen,. ab Mose, zu Kriminellen, inklusive Maria und Josef. Somit kann die Heiligen Familie kein Vorbild mehr sein, ich erkläre alle Moslems zu Kriminellen und jetzt fällt mir echt nix mehr ein, außer Obelix zu zitieren mit "die spinnen, doch"!
Ich empfehle auch noch hier bei "Thermometer"  zu lesen.

1 Kommentar:

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