Dienstag, 19. Juni 2012

... und nochmal Kinder:


Die Münchner Kirchenzeitung veröffentlicht heute ein Interview mit dem Salzburger Professor für Religionspädagogik, Anton Buchner.
  
Es geht darum, was Kinder glücklich macht.
     
Nach den üblichen Allgemeinplätzen kommt auch die Frage, ob denn Glaube und Kirche Kinder glücklich macht.

Die Antwort des Professors:
Kirche und Glaube sind zwei paar Stiefel. Bei Gottesdiensten sind nur die Ministranten glücklich. Weil sie aktiv etwas tun dürfen. Die anderen Kinder langweilen sich eher. Das heißt, die Kirche braucht noch mehr kindgerechte Angebote.....“ und weiter: „ Kinder glauben an etwas Göttliches. Zum Glück für die Kinder ist der katholische Glauben weitgehend angstfrei geworden. Hölle und Bestrafung machten früher Angst.“

Dann lässt er sich auch noch darüber aus, dass die speziellen Kinder-Gottesdienste auch von Erwachsenen mit Begeisterung besucht würden ...

Ein schönes Beispiel, wie die Infantilisierung der Gesellschaft auch von der Kirche oder Religionspädagogen beschleunigt wird. M.E. sollte die Kirche die Kinder doch eher auf die Realitäten des Lebens vorbereiten, ihnen die frohe Botschaft Christi nahebringen, die uns auch in schlechten Zeiten trägt.

Wie gut, dass da viele Eltern vernünftiger sind, als die Pädagogen und ihre Kinder zum Hochamt mitnehmen. Es sind sehr viele Kinder bei uns in der Kirche und ich muss feststellen, dass es bis auf ein hin und wieder weinendes Baby keine quengelnden, ungeduldigen Kinder gibt.

Die Frage, die sich der Salzburger Religionspädagoge zuerst stellen müsste, wäre doch, hätte ein Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 12 Jahren eine „Waisenhausmesse“ oder mit 13 eine "Dominicusmesse" komponieren können, wenn man ihn in den Jahren vorher mit „Kinderfasching“ malträtiert hätte?

4 Kommentare:

  1. Müssen wir uns dieses Geschwurbel von sogenannten Padägogen antun? Sie mißbrauchen die armen Kinder, denen sie ihre selbstgerechten, selbstgestrickten, frei erfundenen Theorien überstülpen. Solche Kandidaten wie der Buchner Anton sind in den sozialarbeitergeprägten 70-er Jahren stecken geblieben-haben sich keinen Millimeter mehr weiterentwickelt und verkünden dennoch der Welt ihre verstaubten Elfenbeinturmweisheiten. Jede nicht durch Kindergartenkunststückchen verdorbene , traditionell und würdig gefeierte Hl. Messe straft ihn und seine Konsorten Lügen.

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  2. Ich stelle als Erwachsener fest, daß das Wissen um Mißlingen und Niederlagen, daß man als Kind lernt, einem Lehrt trotz widriger Umstände Hoffnungsfroh zu bleiben.
    Natürlich ist die Aussicht auf völliges Scheitern furchtbar, aber es wäre unehrlich nicht davon wissen zu wollen.

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  3. Kinder können staunend an der Krippe stehen, ohne in einem Krippenspiel mitmachen zu müssen um etwas zu empfinden. Wenn man natürlich ihnen das Empfinden für Sakralität nimmt, und dahin treibt, daß sie nur wertgeschätzt werden, wenn sie sich bei Krippenspielen u.ä. produzieren, dann erreicht man genau das, was der Professor beschreibt.

    Daß heutzutage viele Eltern kleiner Kinder nur noch mit Kinder-/Familiengottesdiensten etwas anfangen können, hängt damit zusammen, daß sie auf diesem Niveau der Gottesdienste stehen geblieben sind. Recht bald nach der Einführung dieser Katechesen/Gottesdienste hat man nämlich vergessen, daß diese kein Selbstzweck ist, sondern eigentlich Hinführung zu dem eigentlichen Mysterium, dem Meßopfer. Dieses hat man aber gründlichst entmystifiziert, entsakralisiert und banalisiert, so daß diese Eltern eigentlich nie etwas mit einer "normalen" Messe anfangen konnten.

    Bezeichnend ist, wie "Anonym 11:49 Uhr" andeutet, daß man Kinder recht problemlos in die traditionelle außerordentliche Liturgie einführen kann, wenn man nicht verlernt hat wie, ohne daß es zu den Aufständen kommt, die über die NO-Gemeinden hereinbrechen würden, wenn man für 3 Jahre die Sonderveranstaltungen aussetzen würde, und nur noch getreu dem Missale Pauls VIten zelebriert.

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  4. Kinder und Messen, ein leidiges Probelm.
    Ich habe es immer so gehandhabt, das ich meine faktisch ab Geburt an mitgenommen habe.
    Davon abgesehen, das es Zeitgenossen gibt, die von Kindern erwarten, vor lauter Ergriffenheit über das Mysterium, eine Stunde lang bewegungslos zu sitzen und jede Bewegung der Kinder als Störung wahrnehmen, habe ich gefunden, es geht durchaus und problemlos.
    Wie gesagt, es gibt Leute die dann auf mich zukamen und sagen "das beständige Gezappel und das das Kind mehr unter der Bank war (als wie aus einem 50er Jahre Kitschbild) brav in der Bank saß, das nervte mich und raubte mir die Andacht!" und cih dachte mir dann immer "Naja kein Wunder, dass du keine Kinder hast!"
    Auch sind die alten Messen und jede ordentlichen NOM Messe, so feierlich, das das Kind da spürt, da ist was Höheres, Geheimnisvolles, Heiliges und das hier ist kein Spielplatz und kein Kindergarten.
    Leider wurde diese Kindern durchaus eingängie Erfahrung, das durch die Kindermessen und Messen unter Beteiligung des Kindergartens, der Kommunionkinder und all diesen Kram komplett unterlaufen.
    Seit der Zeit benehmen sich die Kinder in den Normalen Messen, wie auf dem Spielplatz und im Kindergarten.
    Kinder haben eine natürlichen Scheu vor dem Sakralen und durch all dieses Geschrammel wird diese Scheu zerstört.
    Und Herr Superreligionspädagoge, so wild sind Kinder gar nicht darauf in der Messe herumzuhampeln, meist ist es denen mehr oder weniger peinlich und nur die Autorität und die Bitten profilierungssüchtiger Mütter, Großeltern und Gemeindereferenten, bringt die Kinder dazu mitzumachen

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