Dienstag, 19. Juni 2012

Wunder in Baden-Württemberg

Auch wenn's um eine evangelische Kirche geht, grenzt es doch fast an ein Wunder:
Ein Mann in Remshalden (BW) hatte gegen das morgendliche Läuten der Glocken geklagt, weil sie ihn beim Bibellesen (!) störten.  Er verlor die Klage mit der Begründung, dass Anwohner auch am frühen Morgen das Geläut von Glocken grundsätzlich hinnehmen müssen.
Die Glocken läuteten in dem Dorf jeden Morgen um 6 Uhr für zwei Minuten. Dabei sieht das Gericht die Grundrechte des Anwohners nicht verletzt, da die Lärm-Grenzwerte nicht überschritten würden und die Nachtruhe ohnehin nur bis 6:00 Uhr geschützt sei.
Das Glockenläuten berühre zwar die Religionsfreiheit, aber die verfassungsrechtlich geschützten Rechte der Kirche müssen gewahrt werden. Der Staat darf nur einschreiten, wenn die Lärm-Grenzwerte nicht eingehalten werden.
Das ist doch endlich mal eine schöne und gute Nachricht! Und ich denke: Große Freude! Mehr davon!

3 Kommentare:

  1. Tja, es sind eben die eigenen Leute, die einem das Abendland kaputtmachen wollen.

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    1. Es ist aber doch erfreulich, dass es offensichtlich leichter ist, das Geläut von Kuhglocken zu verbieten, als das Geläut von Kirchenglocken. Es ist wohl doch noch nicht alles verloren.

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  2. Ein Bibelleser, der sich von Glockengeläut gestört fühlt? Klingt nach Zeuge Jehovas.

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