Mittwoch, 25. Juli 2012

Credo


Bouguereau The Virgin With Angels
Die Jungfrau mit dem Kind
und Engeln
William Adolphe Bouguereau [Public domain],
via Wikimedia Commons

am Sonntag im Choral-Amt durften wir es wieder singen:



"Credo in unum Deum Patrem omnipotentem, factorem cæli et terræ, visibilium omnium et invisibilium;....."

.. und wenn unser Glaubensbekenntnis Geburtstag feiern könnte, dann könnte es heute seinen 1687. Geburtstag feiern. Mit der Unterzeichnung der Verträge des Konzils von Nicäa am 25. Juli 325 erhielt dieses Glaubensbekenntnis seine Gültigkeit für die ganze Christenheit und es wird seitdem nahezu unverändert gebetet.
In einigen Kirchen knien sich alle hin, wenn der Chor singt "...et incarnatus est de Spiritu Sancto... ", um die Ankunft unseres Herrn ganz intensiv mitzuerleben. In anderen Kirchen wird man dafür eher komisch angeguckt.

Aber gesungen und gebetet wird es überall gleich  – von der Gemeinde in den Choralmessen oder vom Chor. Denn es wurde über die Jahrhunderte vertont von allen großen Komponisten. Lediglich Schubert hat „et unam, sanctam, catholicam et apostolicam ecclesiam“ aus allen seinen Messen herausgelassen ...

Das "Credo" aus dem Graduale Romanum
© MicheletB (Graduale Romanum) [GFDL
(http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons
Wenn wir es beten, dann meistens auf Latein, nur am Palmsonntag wird es als „großes Glaubensbekenntnis“ auf Deutsch gebetet.

Und es steht sogar im evangelischen Gesangbuch. Das wissen aber (wie ich festgestellt habe) die wenigsten Protestanten. Deshalb können es auch die meisten nicht beten.

Freuen wir uns also, dass dieses Glaubensbekenntnis die ganze Kirche nicht nur zusammenhält, sondern der feste Boden ist, auf dem unser Glaube steht. Und beten wir, dass das auch in den nächsten 1000 Jahren so bleiben möge.

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