Dienstag, 24. Juli 2012

Informationen aus erster Hand

Wie jedes Jahr vor Beginn der Sommerferien gibt der Münchner Erzbischof der Münchner Kirchenzeitung ein langes Interview.


Natürlich beantwortet er dazu auch die Fragen zum letzten Besuch in Rom, zur Vatileaks-Affäre sowie zum Bayerischen Abend, den das Erzbistum Papst Benedikt zum 85. Geburtstag geschenkt hat:


"MK: Wenden wir den Blick nach Rom. Papst Benedikt XVI. hatte im April seinen 85. Geburtstag. Sie waren in Rom mit dabei. Wie war dabei Ihr Eindruck vom Heiligen Vater?

Marx: Er war guter Dinge, aber als er von der »letzten Wegstrecke, die vor mir liegt« sprach, hat uns das alle sehr bewegt und angerührt. Der Papst ist eben ein gläubiger Realist. Ich habe aber keinerlei Anzeichen von Resignation oder Ermüdung festgestellt.


MK: Nach dem Geburtstag ereignete sich die Vatileaks-Affäre, bei der vertrauliche Dokumente und private Korrespondenz des Heiligen Vaters auf illegale Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden sind. Wie denken Sie über diese Angelegenheit?

Marx: Es ist einfach nur furchtbar, dass in der Nähe des Papstes ein solcher Vertrauensbruch geschehen konnte. Ich kann nur hoffen, dass hier gründlich aufgeklärt wird und daraus die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden. An Spekulationen möchte ich mich aber nicht beteiligen.

MK: Im August folgt nun das große Geburtstagsgeschenk des Erzbistums München und Freising, ein echt bayerischer Abend in Castel Gandolfo mit Trachtlern und Volksmusikgruppen…

Marx:
 Ich freue mich sehr darauf, auch weil ich selber die alpenländische Musik und Tradition mag. Und Papst Benedikt gefällt das auch. Es soll wirklich ein schönes Geschenk sein, das zu Herzen geht, das ihm in Castel Gandolfo echte Freude bereitet. Und es macht unseren beteiligten Gruppen natürlich genauso Freude, dabei zu sein. Gerade wir als sein Heimatbistum fühlen uns eng verbunden mit dem Heiligen Vater, und so auch mit der ganzen Weltkirche."

1 Kommentar:

  1. Man ist zunehmend auf solche Interviews angewiesen, wenn man Verläßliches aus der Kirche, Realitätsnahes über Rom, die Diözesen und die Weltkirche erfahren möchte.
    Wenn es um diese Themen geht, kann man sich bei den Mainstreammedien nicht des Eindrucks erwehren, daß dort Schreibroboter eingesetzt werden, die mit den Stereotypen und Klischees linker Betonköpfe programmiert wurden. Das war heute u.a. in der SZ zu besichtigen( wo auch sonst -wird da mancher sagen) . Im Zusammenhang mit der Vatileaksaffäre und den Verdächtigungen haben sie heute nicht nur ihre Ahnungslosigkeit demonstriert, sondern uns auch eine Gratisvorstellung vom Funktionieren eines Pawlowschen Reflexes geboten.
    Der tritt zuverlässig bei den Textherstellern der SZ und verwandter Blättchen ein, wenn der Begriff Opus Dei fällt. Jede Hirntätigkeit wird augenblicklich eingestellt und es werden die eingespeisten Dan-Brown-Phantasien abgespult.
    Ob sie Dan Brown Tantiemen für die Dauerbenutzung seiner fixen Idee bezahlen?
    Danken wir der Münchner Kirchenzeitung für dieses Interview.

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