Mittwoch, 25. Juli 2012

Jahrestag einer prophetischen Schrift

Heute vor 44 Jahren hat der Diener Gottes, Paul VI  die berühmte, viel geschmähte Enzyklika "Humanae Vita" herausgegeben.
Ich glaube. es gibt keine andere päpstliche Enzyklika, die bei den eigenen Leuten so auf Widerspruch stieß, (von den anderen mal ganz zu schweigen).
Pillen Paule nannte man ihn und ich erinnre mich noch an den empörten Ausspruch, "was geht denn den Papst mein Schlafzimmer an!"
Die deutschen und österreichischen Bischöfe haben sich ja gleich bemüht, die Sache abzumildern, in dem sie mit der "Königsteiner Erklärung" bzw der "Mariatroster Erklärung" den besorgten Schäfchen erklärten, die höchste Instanz sei für den Katholiken ja das Gewissen und nicht der Papst ,wobei diese Unterscheidung ja Schwachsinn ist, weil ein gut und richtig gebildetes Gewissen nie gegen  päpstliche Anordnungen, die auf den beiden Säulen des Katholischen ( Schrift und Tradition) basieren, entscheiden kann.
Und man kann es drehen und wenden wie man will, diese Verhüterei widerspricht aller Tradition und der Schrift schon dreimal! Wird da doch beständig die Fruchtbarkeit gefeiert und Unfruchtbarkeit als Strafe Gottes gesehen und beschrieben. Ja es ist doch so, dass in allen Kulturen und Religionen (zumindest bis zu den frühen 60ern) Kinder als was Gutes, Positives. Wichtiges galten.



Die Leute waren vielleicht im Elend, aber trotzdem gab das Kind in allem Elend auch wieder Kraft und Mut das Unmögliche zu versuchen, nämlich weiterzuleben trotz aller Not.
Es ist hier nicht der Raum,. darauf zu reflektieren, was zu dem Umschwung geführt hat.
Es gibt wohl Gründe, die auf das Fehlverhalten vieler Soldaten im Zuge des 2ten Weltkrieges zurückzuführen sind. Die Franzosen und die Russen haben alles vergewaltigt was weiblich war (Unser Geschichtslehrer sagte "Man lernt manchmal das es nach 45 in Berlin Unmengen von Huren gab. Das stimmt so nicht, aber die Frauen wussten, sie hatten eh keine Chance und so haben sie gefragt "Russki, was gibst du?", dann hatten sie wenigstens noch was zum Tauschen und das mit den Franzosen steht im "offiziellen" Comic zu 50 Jahre Baden Württemberg.
Dass die deutschen Soldaten auch alle keine Engel waren,. steht außer Frage.
Solche Dinge bleiben nun bei den Tätern und den Opfern nicht in den Kleidern stecken und das nach solchen Erlebnissen und Taten, das Verhältnis zur Sexualität und deren Folgen nicht gerade gesund war, dürfte klar sein.
Es soll auch in dieser Zeit viele Südamerikansiche Bischöfe, gegeben haben, die sehr sozial engagiert waren und ob der Verhältnisse in den Slums (Südamerikanischer Machismo gepaart mit Elend) einfach zur Ansicht kamen, "es ist besser, diese Kinder werden nicht geboren" und es ist oft so, die Männer verlassen dann die Frauen nach dem 5ten Kind und die dürf en dann sehen ,wie sie sich und die Kinder durchbringen.
Also die Widerstände gegen Humanae Vita sind nachvollziehbar und keineswegs nur die von Leuten, die sich einfach nur amüsieren wollen und ihren Hormonhaushalt nicht im Griff haben.
Trotzdem hat das Nichthören auf den Paul VI, keineswegs die Probleme gelöst.
Der Machismo ist immer noch ein Problem und er muss in der dritten Welt zum Teil solche Ausmaße angenommen haben, dass Bildungs- und Ausbildungprogramme sich nur an Frauen richten, weil die Männer gar keinen Grund mehr sehen, sich für ihre Familie einzusetzen.
In Europa, wo es ja diese Unmengen von Sozialwaisen, wie nach dem 2ten Weltkrieg, gottseidank,  nicht mehr gibt, hat sich die Familie aber immer noch nicht erholt.
Im Gegenteil, man verhütet munter, die Geburtenrate sinkt und es ist fast schon witzig, die Bundesregierung beschließt irgendwas, Elterngeld, oder sonst was  und kurz danach heißt es überall in allen Medien, triumphierend "Babyboom" und wenn das Jahr rum ist und die Statistik da, dann ist immer nur Essig.
Und ich meine, welche vernünftige Frau tut sich den Streß mit Schwangerschaft und Geburt und erste Wochen an, um dann das Baby zu fremden Leuten zu geben, selber den ganzen Tag auf Arbeit zu sein und  dann mit dem quengelnden, zahnenden, wegen der wechselnden Betreuung durch den Wind seienden Kleinkind, die  Nächte durchzumachen.
Das macht Frau einmal und dann nie wieder.
Dass die horrenden Abtreibungszahlen, die angebliche Effizenz der Verhütungsmittel, Lügen strafen, sei nur nebenbei bemerkt.
Auf jeden Fall haben wir eine überalterte Gesellschaft, wie man hier  beim Bundesamt für Statistik schön sieht (ich verlinke das wirklich gerne!).
Beim Bundesamt für Statistik, auf der Startseite,  findet man übrigens folgende  Info:
Es gibt aktuell ca. 40,3 Millionen Haushalte in D, dabei sind nur 8,1 Millionen Haushalte , also 1 Fünftel davon  Familien mit minderjährigen Kindern.
Überlegt mal, nur in jedem 5ten Haus sind Kinder! Wo schon Novalis sagt "Wo Kinder sind, ist ein glückliches Zeitalter!"
Also Paul VI behauptet, dass es nicht gut wäre., für alle, wenn Sexualität und Fruchtbarkeit getrennt würden, der Mensch dürfe nicht trennen was Gott verbunden hätte.
Wie schon gesagt, ich halte Paul VI für einen Propheten mitsamt dem, was man üblicherweise Prophetenschicksal nennt.
Ich empfehle übrigens jedem die Enzyklika zu lesen, sie ist kurz und  verständlich geschrieben.
Johannes Paul II führt dasselbe in "Veritas Splendor" übrigens auf 150 Seiten aus und ein uns bekannter afrikanischer  Priester meinte mal zu mir:
Im Prinzip sind die Probleme mit dem Lehramt in aller Welt dieselben, da schreibt der Papst eine Moralenzyklika und erklärt auf 150 Seiten, warum die Kirche gegen Abtreibung ist und sein muss. Und dann steht in der Zeitung "Wundervolle Enzyklika, tiefe Gedanken, aber leider ist er immer noch gegen Abtreibung!"






2 Kommentare:

  1. Es waren deutsche Kabarettisten, die sich den Spottnamen "Pillen-Paul" ausgedacht haben. Unsäglich stolz waren sie darauf und sie konnten sich bis heute des johlenden und schenkelklopfenden Beifalls aller Gartenzwergintellektuellen sicher sein.

    Man sollte übrigens einmal untersuchen, welchen Einfluß eigentlich die täglich über die Fernsehkanäle in die Wohnzimmer der Nation ausgestrahlten Seifenopern auf das Fortpflanzungsverhalten haben. Es gibt keine einzige dieser sich gegenseitig an Flachsinn überbietenden Brot-und-Spielehäppchen für das Volk, in dem nicht Neugeborene und Säuglinge ohne Unterlaß schreien , ihre Eltern an den Rand des Nervenzusammenbruchs und darüber hinaus bringen und eine einzige Plage sind, die das schöne Leben, das man ohne sie hatte, unmöglich machen.In der Phantasie der Drehbuchschreiber gibt es nur therapiebedürftige Schreikinder- einen zufriedenen, ruhig schlummernden Säugling, der in seinen Wachphasen gut gelaunt seine Eltern erfreut, gibt es schlicht nicht.
    Man könnte ein Programm dahinter vermuten- aber es wird wohl einfacher sein- die Autopren dieser Sottisen gehören gendermäßig zu Bevölkerungsgruppen, denen Kinderkriegen und -haben suspekt und steinzeitlich erscheinen.
    Was mögen junge Mädchen und Frauen über das Kinderkriegen denken, die täglich mit derlei Horroszenarien überschwemmt werden?

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  2. Boh, ich weiß noch wie heute, wie das war, als der Papst damals starb. Für mich als Kind konnte das irgendwie gar nicht sein. Dass der Papst sterben könnte, das für so unmöglich, wie wenn der Mond eines Abends nicht mehr aufgehen würde. Dann aber holte uns die Realität doch ein mit der Zeit und es kam der große Papst, der für die späteren Kinder wie ein Fels in der Brandung stehen sollte...
    Danke für die Erinnerung!!

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