Donnerstag, 26. Juli 2012

Karneval im Sommer..

... oder Kleider machen (nicht immer) Leute.


Es hat sich zwar schon in der Blogozese herumgesprochen - aber wir wollen auch noch unseren Senf dazugeben.

Vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass in Rom zwei Frauen aufgefunden wurden, die sich offensichtlich während des Karnevals so tüchtig verlaufen hatten, dass sie gar nicht mitbekommen haben, dass der Karneval (alternativ Fasching, Fassenacht) bereits seit ein paar Monaten zu Ende ist.

Was war geschehen? Nach langer Suche sind endlich die beiden vermissten österreichischen Hausfrauen und Lehrerinnen, die seit dem letzten Karneval verschwunden waren, ganz unversehrt wieder aufgetaucht. Wie im nachhinein bekannt wurde, hatten sie sich nach einem Ausflug nach Köln, wo sie sich in Priester*innen-Kleidung unter das feiernde Volk mischten, die Gelegenheit ergriffen, sich heimlich mit dem Kölner Dreigestirn zu einer Audienz bei Papst Benedikt zu begeben. Leider wurden die blinden "Passagierinnen" auf halber Strecke erwischt und im kalten Winter kurz vor dem Brenner ausgesetzt. Das war wirklich nicht nett von den Kölner Karnevals-Profis, aber irgendwie kann man
auch verstehen, dass ihnen Damen in dieser Verkleidung eher peinlich waren.
Jedenfalls hatten die Damen jetzt ein Problem: ausgesetzt ohne Lire und ohne Papiere - und das im österreichischen Hochgebirge. Da trauten sie sich natürlich nicht nach hause, sondern versuchten, irgendwie nach Rom zu gelangen, damit sie wenigstens was zu erzählen hatten.
Wie man herausfinden konnte, wollten Autofahrer die beiden Damen auch nicht mitnehmen, denn eine solche "Verkleidung" war vielen suspekt.
Also war ein Fußmarsch angesagt - und zwischendurch musste auch für Kost und Logis gearbeitet werden. Völlig fertig trafen die Damen dann kürzlich in Rom ein. Der Karneval war vorbei und der Papst längst in Castel Gandolfo. Alle Anstrengungen waren also umsonst gewesen. Da wollte man doch wenigstens mal in die Zeitung kommen. Schnell wurde die Kleidung aufgefrischt und die Damen machten sich auf, Richtung Petersdom, um dort eine Heilige Messe mitzufeiern und mit ihrem "Faschings-Outfit" ordentlich zu provozieren. Und nicht mal das hat geklappt. Aufmerksame Ordner entfernten die Damen in ihrer unangemessenen Kleidung aus dem Dom, so dass es mit der großen Show wieder nichts wurde. In einigen Medien durften sie noch etwas rumheulen, aber das hat die Leser eigentlich eher amüsiert denn entrüstet.
Und deshalb grüßen wir die Damen mit dem allseits bekannten:



und werden kein weiteres Wort mehr über sie verlieren, außer Nee, mir wolle se net reilosse!

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