Samstag, 28. Juli 2012

Los Sommerlochos, Teil 3

21.7.: Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit Erzbischof Müller geführt, das zusammengefasst, Online gestellt wurde und dann natürlich gerne von allen MSM inhaltlich übernommen wurde. Ob Focus-Online, Spiegel-Online, Zeit-Online, Welt-Online liest man den gleichen Schmarrn, dass der "böse" Erzbischof Müller sich gegen alle stellt, die "Reformen" wollen. Das betrifft Reform-Priester, aber auch die Tatsache, dass er bei Grüppchen wie Wisiniki "umstritten" ist.
Dass der Erzbischof Müller aber auch "lieb" (d.h. Medienkonform) sein kann, zeigt sich in den Bemerkungen, dass Erzbischof Müller auch von den Pius-Brüdern die Akzeptanz des II Vatikanums erwartet. Die Schreiberlinge lernen's halt nicht, dabei müssten sie merken, dass Erzbischof Müller jetzt für ihre "Kritik" unerreichbar ist, so wie der Mond, der vom Hund angebellt wird.

Hier muß ich mich einmischen:  leider verabsäumten unsere je ahnungsloseren desto redseligeren, unisono kirchenfeindlichen Schreiber aller oben genannten Blätter, über den Tellerrand deutscher Befindlichkeit zu schauen (was sie allerdings eh fast nie tun) - sonst hätten sie lesen können, daß in den südeuropäischen Ländern mit der viel längeren katholischen Tradition ziemlich einhellige Begeisterung über den neuen Präfekten herrscht.  So schreibt ein spanischer Journalist einer katholischen Webzeitung: " Habemus praefectem", singt ihm Lobeshymnen- und trifft damit so ziemlich den Ton der meisten Verlautbarungen.
Und was unseren so nachdrücklich um sich selbst kreisenden o.g. Schreibern gar nicht klar ist - Präfekt EB Müller ist ihrer Einflußsphäre komplett entzogen, er spielt jetzt in einer Liga - zu der sie keinen direkten Zugang und keinen Passierschein mehr haben. Und ihre Lieblingsgespächspartner und Ideengeber vom ZDK und von Wisiniki auch nicht.
Danke für die Erlaubnis mitzumischen- cinderella!
25.7.: Genüsslich ziehen die Linken Blätter über den Fall des Monsignore Lynn her, der wegen "Vertuschung von Missbrauchsfällen" für einige Jahre ins Gefängnis muss. Für sie bedauerlich ist allerdings, dass es keine Möglichkeit gibt, den Papst da mit hineinzuziehen.
27.7.: Jetzt hat auch die SZ die "Verschwörung" im Vatikan entdeckt: Reißerischer Aufmacher zur Freitagnacht: Papst Benedikt und Vatileaks: Intrigenspiel aus rasender Eifersucht". WOW! Da denkt man an Borgia und an Giftmorde und dann liest man den kalten Kaffee von Paul Badde, La Repubblica und den alten Gerüchten, die wir schon hundertmal gelesen haben.
Wiederkäuen statt Investigationsjournalismus - die neue Seite der SZ.
28.7.: Erfreuliches gibt's dagegen aus Trier: Das Bistum will das "religiöse Profil" in seinen Kindergärten "schärfen". Mit gemeinsamen Gebeten, Puppenspielen, die Geschichten aus der Bibel nachspielen und Vorlesen der Schöpfungsgeschichte beim Draußenspielen. Schöne Leitlinien, doch sollte das nicht für alle katholischen Kindergärten/Kindertagesstätten selbstverständlich sein? Natürlich würde sowas selbstverständliches auch nicht in der Zeitung stehen. Grund des Artikels im Trierischen Volksfreund ist der Protest der "humanistischen" Eltern, die zwar die Vorzüge eines katholischen Kindergartens gerne mitnehmen, aber nicht wollen, dass ihre Kinder "religiös geprägt" werden. Da wollen wir nicht hoffen, dass das Bistum nicht schon bald einknicken wird, denn schließlich darf niemand zum Gebet gezwungen werden ...
28.7.: In München wurden die diesjährigen Wies'nutensilien vorgestellt. Es gibt Maßkrüge mit Bildern von g'standenen Weibsbildern".... Und es gibt "Klimaherzerl": 
"Lebkuchen gegen CO2" und das funktioniert so: Ganz normale Wies'nherzerl werden mit einem Aufpreis verkauft. Der Aufpreis wird in Projekte fließen, mit denen der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verringert werden soll.  Alle Achtung! Da gibt's dann bald auch Klimasemmeln und Klimabrot, Klimawürstel und Klima-Sauerkraut. Es war schon immer etwas teuerer einen besonderen Geschmack zu haben. Es gab mal Zeiten, da hätte man über so was einfach nur gelacht.

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