Donnerstag, 26. Juli 2012

Wo ist das Ozon geblieben?

Es war einmal in den 90ern des letzten Jahrhunderts, da zog für die Deutschen eine neue Gefahr am Horizont herauf. Gerade hatte man erleichtert festgestellt, dass es mit dem Baumsterben nun doch nichts wird, aber wie aus dem Nichts tauchte plötzlich das Ozon auf - nein, nicht das aus dem gleichnamigen Loch.
Es war vorher ein gesundes Gas, dem man vor allem auf hohen Berggipfeln begegnen konnte, ja es gab sogar Ozon-Kuren in den Bergen.
Das änderte sich aber schnell, als man plötzlich feststellte, dass das Zeug ja furchtbar gefährlich ist, Atemnot hervorrufen könne und - natürlich waren mal wieder die Autos schuld. Diese bösen technischen Ungeheuer bliesen doch aus ihrem Auspuff einfach so Ozon raus ... Und wenn es heiß wurde, was früher auch ohne Klimakatastrophe hin und wieder mal vorkam, wurde das Ozon in Verbindung mit der heißen Sonne plötzlich extrem gefährlich. So gefährlich, dass am 26. Juli 1994 in Hessen (damals rot-grün-regiert) erstmals Ozonalarm ausgerufen wurde, was so viel bedeutete, dass die
Menschen trotz Sonnenschein nicht auf die Straße gehen sollten und vor allem durfte in den Innenstädten nicht mehr Auto gefahren werden, und auf den Autobahnen gab's eine Geschwindigkeitsbeschränkung.
Ach wie haben sie uns die schönen warmen Sommertage vergrätzt, diese grünen Miesmacher.
Ja - und irgendwann war das Ozon dann plötzlich wieder weg. Denn man hatte etwas neues, gefährlicheres gefunden - und das funktioniert bis heute: Das harmlose Baum- und Grünpflanzenfutter Kohlendioxid wurde zur Gefahr Nr. 1 - und zwar weltweit.
Und weil heute auch George Bernhard Shaw Geburtstag hätte, spendieren wir den Grünen, aber auch den Grünpflanzen ein Lied aus dem Musical "My Fair Lady", das ja bekanntlich auf Shaw's "Pygmalion" basiert.

8 Kommentare:

  1. So heiter ist das nicht, mit dem Ozonalarm. Ich bin mal an einem heißen Nachmittag ins Freie, als ziemlich hohe Ozonwerte gemessen wurden und als ich am Ziel ankam, hab ich überlegt, ob ich jetzt einen Arzt oder einen geistlichen Beistand rufen lasse, jedenfalls gings wirklich nicht gut.

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    1. Es gibt ein altes Sprichwort und das heißt: "Was den Schmied stark macht, bringt den Schneider um". So ist es mit vielen Dingen. Und dass man auf völlig harmlose Dinge, die anderen nichts ausmachen, überreagieren kann, weiß ich aus eigener Erfahrung.
      Trotzdem ist es so, dass das Thema "Ozon" in den Medien damals eine große Hysterie ausgelöst hat. Jede Nachrichtensendung begann mit "Die Ozonwerte...". In jeder Zeitung war es die Schlagzeile. Über Wochen... über Monate. Dann hörte man nichts mehr. Inzwischen hatten Untersuchungen gezeigt, dass Laserdrucker und -kopierer deutlich höhere Mengen an Ozon ausstießen, als es an heißen Tagen in der Luft war. Niemand hat daraufhin Laserdrucker oder Kopierer verboten. Und die Menschen gehen immer noch in die Berge, um die gute ozonreiche Luft zu atmen. D.h. es ist zum Thema eigentlich nichts passiert, alles ist unverändert, nur die Medien schreiben nicht mehr drüber.
      Und da darf man sich schon fragen, wofür diese Hysterie eigentlich gut war.

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    2. Das verquirlt jetzt ziemlich viele Dinge: reines Ozon an sich ist zunächst mal nicht unbedingt ungesund, immerhin hat man es früher auch medizinisch eingesetzt. Es geht um die Ozonkonzentration in der Atemluft, von der in Verbindung mit Schwebteilchen und sonstigem Smog zumindest bei dafür empfindlichen Menschen, Astmatikern, Leuten mit COPD etc. tatsächlich eine Gesundheitsgefährdung ausgeht.

      Die entsprechende Technologie bei Druckern und Kopierern wurde teils geändert (etwa durch den Einbau von Filtern), teils ist der betriebliche Arbeitsschutz auf den Plan getreten und hat Änderungen vornehmen lassen – es sind direkt Geräte weggekommen oder es wurde untersagt, daß im Büro von Mitarbeiter XYZ ein Drucker aufgestellt wird – für sowas gibts Drucker- und Kopiererräume. Wenn durch Berichte über eine tatsächliche Gesundheitsgefahr eine gewisse Sensibilisierung im Umgang damit auftritt, und in der Folge sich Verhaltensweisen tatsächlich ändern, würde ich das nicht Hysterie nennen.

      Daß vom Rauchen auch für Dritte Gefährdungen ausgehen, wollten manche auch lange Zeit nicht wahrhaben.

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    3. Ich denke nicht, dass sich die Ozonkonzentration in der Luft zwischenzeitlich geändert hat. Und trotzdem wird in den Medien darüber nicht mehr berichtet. Es war eine ziemliche Hysterie seinerzeit und solche Medienhypes sind in keiner Weise zu rechtfertigen. Das haben wir ja in den letzten Jahren auch in Bezug auf unsere Kirche deutlich zu spüren bekommen.

      Und es wird immer Menschen geben, die auf gewisse Dinge empfindlich reagieren. Das rechtfertigt es nicht, dass alle anderen dann damit in Panik versetzt werden.

      Ich habe z.B. eine Sonnenallergie, viele andere auch. Aber ich würde es trotzdem lächerlich finden, wenn jetzt in ähnlich hysterischer Weise plötzlich die Sonne als "extrem gefährlich" dargestellt würde, weil sie bei einigen Menschen Allergien auslösen kann. Ich habe mich darauf eingestellt und fertig.

      Es gibt immer einen Unterschied zwischen Warnung und Hysterie. Und ich finde, das sollten auch die Medien berücksichtigen.

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  2. und als das Ozon verschwunden war-mutierte es -hast Du nicht gesehen- zum überlebenswichtigen Schutzfaktor unserer Atmosphäre und es kam das gleichnamige Loch und bedrohte die Menschheit mit dem alsbaldigen Aussterben durch den Schwarzen Hautkrebs.
    Aber bevor es Ernst wurde, war auch das Ozonloch abhanden gekommen. Was lag da näher, als sich dem nächsten Gas aus dem Gemisch, das unsere Luft ist, zuzuwenden? Dem CO2. Anderes Gas = gleiches Szenario, inzwischen kennen wir das auswendig.
    Wie bei allen Stoffen macht auch beim Ozon die Dosis das Gift, - es wird bei sehr hohen Konzentrationen zum Reizgas.
    Auch Sauerstoff, der Stoff aus dem das Leben ist, kann in zu hoher Konzentration schädlich sein. Und vergessen wir nicht zwischenzeitlichwaren es noch die FCKW-Gase, die unser Überleben unmittelbar in Frage stellten.
    Fazit? Ohne Untergangsszenarien kann der moderne "aufgeklärte(?) , vorwiegend atheistische Mensch nicht leben.
    Auch wenn der Meeresspiegel nun partout nicht so ansteigen und der Wald partout nicht sterben will, wie unsere Apokalyptiker es gern hätten- sie werden sicher was anderes finden, vor dem zu fürchten , es sich lohnt-und sei es auch nur für kurze Zeit.

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    1. Nicht zu vergessen, der Feinstaub, der uns dann in 2005 nervte und die Medienhysterie anführte. Bis dann Anfang April Papst Johannes Paul II ins Krankenhaus eingeliefert wurde und die Medienmeute ein wichtigeres Thema hatte. Ich erinnere mich noch daran, dass ein Kollege sagte: "Der Papst gehört heilig gesprochen, denn er hat ein Wunder vollbracht: Es gibt keinen Feinstaub mehr".
      Das Thema war tatsächlich von einem Tag zum anderen aus den Medien verschwunden und tauchte nie wieder auf.

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  3. Also neulich fand ich einen Artikel
    http://www.rnz.de//zusammenwissenschaft2/00_20120723214911_102382272_Warum_starb_der_Neandertaler_aus.php

    da steht drin, dass der Cro magnon Mensch besser mit den damals üblichen beständigen Klimaschwankungen fertig geworden wäre und deshalb dern Neandertaler verdrängt habe.

    Wie denn das fragt man sich verdutzt, Klimaschwankungen bei Neanders im Tal??? haben die etwa auch schon böse, böse Autos gehabt?

    Im übrigen geht es uns darum, das beständig die Apokalypse an den Horizont gemalt wird und das von Leuten die uns beständig versichern, die Welt sähe ohne Gott viel, viel besser aus.
    Das was heute als Schreckensszenario in aller Munde ist, morgen vergessen ist und viele der Hypes wissenschaftlich gar nicht haltbar sind.
    Wo ist der Ölteppich im Golf von Mexiko geblieben?? z.B und was ist aus all den schrecklichen Killerviren geworden?

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    1. man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Medienfuzzis dem Neanderthaler, dem sie sich in stillem Einvernehmen verbunden ja geradezu eng verwandt fühlen, hinterher trauern. Unser Bruder aus dem Tal- warum nur mußte er aussterben? Tja und das mit den Autos - wenn man auf Hubbard hört,flog man noch viele Jahrmillionen früher schon mit DC9 Flugzeugen von einem Vulkan zum anderen, und sogar zwischen Kino, Bank und Finanzamt hin und her ( sagen jedenfalls die höheren Eingeweihten von na Ihr wißt schon.....)Kein Wunder, daß damals eine Klimakatastrophe die andere jagte. Die Dinos könnten auch ein trauriges Lied davon singen. Kann ja auch sein, daß der Neanderthaler mit den damaigen Finanzämtern und Banken nicht klar kam und sich deshalb freiwillig aus der Geschichte verabschiedete.

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