Freitag, 20. Juli 2012

Wunder!


Wenn man manchmal am Morgen durch die Provinzpresse streift, findet man dort in der Regel, was unsere Kirche betrifft, immer die gleichen, kaum erwähnenswerten Artikel von Nachwuchsredakteuren_innen, die sich an der Kirche „abarbeiten“. Und ich denke oft, es lohnt sich gar nicht, da zu lesen.

Doch heute ist mir eine wirklich schöne Geschichte „begegnet“, die man schon fast als kleines Wunder im Alltag bezeichnen kann:
Da berichtet der evangelische Pfarrer Oliver Albrecht im Wiesbadener Tagblatt, dass er hin und wieder eine heilige Messe besucht:

„Ich habe in den vergangenen Monaten öfters in einer kleinen katholischen Kapelle das Abendmahl gefeiert, die Messe oder Eucharistie, wie unsere römischen Geschwister sagen. Aus Respekt davor, dass die katholische Kirche kein gemeinsames Abendmahl wünscht, bin ich in meiner Bankreihe sitzen geblieben und habe im Gebet teilgenommen.
Ich kann es kaum in Worte fassen, was mich da so berührt hat. Vielleicht ein Gefühl der Selbstverständlichkeit, das von der Feier ausging. Der Priester war konzentriert und liebevoll bei der Sache, aber er war nicht so bemüht darum, dass es jetzt auch allen gefällt. Man spürte: Gott war ihm jetzt in diesem Moment unendlich wichtig.

Die, die gekommen waren, Frauen und Männer jeden Alters, waren genauso selbstverständlich da. Immer wieder blickte ich in dieselben Gesichter. Sie waren nicht gekommen, weil durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit für eine gelungene Veranstaltung geworben worden war. Sie kamen fast jeden Morgen, weil Messe war. Das war Grund genug.
Alle, Priester und Gemeinde, waren da, ohne vorher überlegt zu haben - so wirkte es auf mich. Ich schaute in ihre manchmal müden Gesichter und dachte: Die haben das gar nicht geplant, hier herzukommen. Die kommen einfach und kommen erst nach der Messe zu sich...“

Das freut einen doch wirklich, dass es auf "beiden Seiten" noch Menschen gibt, die sich am Glauben freuen, an Christus und an der Lebendigkeit der Kirche.
Ein schöner Start in den Freitag, denke ich.

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