Sonntag, 29. Juli 2012

Zum Ignatiusfest ...

... das in St. Michael traditionell am Sonntag vor dem eigentlichen Festtag am 31. Juli gefeiert wird, fand heute die letzte große Musikmesse vor der Sommerpause statt.
Mit Anton Bruckners "Missa in d" zeigten Solisten, Chor und Orchester von St. Michael noch einmal vollen Einsatz und ihr ganzes Können. 


Bruckner war ein tiefgläubiger Mann. Seine demütige Liebe zu Gott wird aus seinen zahlreichen Kalendernotizen über täglich gesprochene Gebete ersichtlich. Er führte genau Buch darüber, wie oft und wie viel er täglich gebetet hatte. Er lebte sehr bescheiden, fast wie ein Mönch und bezog Kraft und seine Kreativität aus seinem Glauben. Das zeigte sich auch in der Tatsache, dass er seine 9. Sinfonie Gott widmete, „wenn er sie nehmen mag“, wie der Komponist dazu sagte. 


Sein "Locus iste" gab es zwar heute nicht, aber weil es so schön ist:

2 Kommentare:

  1. Zarathustra stieg allein das Gebirge abwärts und niemand begegnete ihm. Als er aber in die Wälder kam, stand auf einmal ein Greis vor ihm, der seine heilige Hütte verlassen hatte, um Wurzeln im Walde zu suchen. Und also sprach der Greis zu Zarathustra:
    »Nicht fremd ist mir dieser Wanderer: vor manchem Jahre ging er hier vorbei. Zarathustra hieß er; aber er hat sich verwandelt.
    Damals trugst du deine Asche zu Berge: willst du heute dein Feuer in die Täler tragen? Fürchtest du nicht des Brandstifters Strafen?
    Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?
    Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden?
    Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, und das Meer trug dich. Wehe, du willst ans Land steigen? Wehe, du willst deinen Leib wieder selber schleppen?«
    Zarathustra antwortete: »Ich liebe die Menschen.«
    »Warum«, sagte der Heilige, »ging ich doch in den Wald und in die Einöde? War es nicht, weil ich die Menschen allzusehr liebte?
    Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht. Der Mensch ist mir eine zu unvollkommene Sache. Liebe zum Menschen würde mich umbringen.«
    ….
    Als Zarathustra aber allein war, sprach er also zu seinem Herzen: »Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch nichts davon gehört, daß Gott tot ist!« –

    Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

    http://www.juengstes-gericht.net

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    1. Friedrich Nietzsche: "Gott ist tot"
      Gott: "Friedrich Nietzsche ist tot"

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