Freitag, 10. August 2012

Die Froschprinzessin

Unsere Sommertelenovela Teil 4
Fortsetzung von hier

Die Froschprinzessin war aus ihrem Brunnen geklettert und ebenfalls auf dem Weg zum Dorfteich, in dem viele andere Frösche und Fröschinnen in großer Eintracht lebten - und mit einem lauten Platsch sprang sie hinein und schaute schnell, ob es auch alle gesehen hätten. Einige unerfahrene junge Froschburschen zeigten sich leicht interessiert, sie machte Schaumblasen und drehte sich kokett hin und her. Die anderen Frösche beachteten diese Bemühungen nicht weiter, das verdross sie. Sie fing an, einigen ihrer Mitamphibien direkt ins Ohr zu quaken, ihnen beim Schwimmen in die Seite zu treten, hatte aber immer ein Auge auf das Ufer. Kam er endlich? Er kam nicht und schon zum Frühlingsanfang war ihr der Froschteich zu fad geworden und sie machte Anstalten, wieder in ihren Schlossbrunnen zurückkehren.
Auf halbem Wege sah sie aber, dass der Schlossteich fast vertrocknet war und dass dort oben niemand auf sie wartete, um sie zu bewundern. Zaghaft und unbemerkt ging sie zurück, fügte sich diesmal ganz leise in den Dorfteich ein und begann aber nach kurzer Zeit wieder laut zu werden. Sie war dort eine unter vielen und das gefiel ihr gar nicht. In so einem großen Teich genügt eine Krone auf dem Kopf nicht, um von allen Seiten Aufmerksamkeit zu erhalten. Im Mittelpunkt zu stehen oder sich über andere zu erheben, war aber den Fröschen dort sehr fremd. Sie sahen keinen Sinn darin.  Die dort bereits schon am längsten lebenden Frösche waren die Chefs im Teich, von allen anderen Fröschen akzeptiert und mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Also fing sie an zu lärmen und ihr Quaken wurde immer lauter. Sie schlug auf ihre ehemaligen Spielgefährten ein und schrie laut auf: "Die da haben mir meine Krone gestohlen". Aber jeder konnte sehen, dass es nicht wahr war, denn die Prinzessin trug ihre Krone immer noch auf ihrem Kopf. Nur glänzte sie nicht mehr so schön golden, weil ihr niemand mehr beim Putzen half. So beschloss sie, Bilder zu malen, die sie dann an die Bewohner des Froschteichs verkaufen wollte.
Fortsetzung folgt


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