Freitag, 31. August 2012

Die Froschprinzessin


Unsere Sommertelenovela (Teil 7)
Fortsetzung von hier

In stillen Stunden fragte sich die Froschprinzessin manchmal, ob sie das gehäkelte Brautkleid weiter tragen oder doch lieber wieder in den grünen Schwimmanzug schlüpfen solle. Was, wenn weder Romeo noch irgendein dümmerer Prinz jemals des Weges kämen? Die Sumpfdotterblumen waren auch schon ganz verwelkt und hingen ihr traurig und auch ein bißchen unkleidsam in die Stirn. Sie beschloss erst mal in dieser Tarnung zu verbleiben. Da könnte sie unbemerkt ein weiteres Mal neu anfangen. Denn in dieser Verkleidung würde es leichter sein, die noch herumliegenden wertlosen Theater-Tickets als Kunstwerke zu verkaufen. Sie vermutete ja auch bei den Fröschen im Teich den einen oder anderen Kunstinteressierten und schon war die Angelschnur ausgeworfen. So wollte sie Geschäfte machen. Denn für eine Künstlerin mit guten Geschäften ist das Prinzenfangen leichter.

So geschah es dann auch. Die Bilder machten den einen oder anderen Froschteichbewohner neugierig und es wurde en vogue, sich die Wohnung auf dem Seerosenblatt mit einem Bild der Froschprinzessin zu dekorieren. Das lockte den einen oder anderen Jungfrosch in ihre Nähe und schließlich schaffte sie es, sich aus dem verliebtesten den Traumprinzen zu basteln.
Leider war der Traumprinz aber doch schlauer, als sie gedacht hatte und so war auch dieser nur ein Episoden-Romeo, und wieder war es vorbei mit dem Glanz und Glamour für sie ganze alleine.
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.. und dann geschah doch noch das Wunder.  Bei einem Blick in die Ferne hatte sie einen Prinzen ausgemacht. Die erste niederschmetternde Nachricht war allerdings, dass es nicht ihr Romeo war, den sie vor Beginn unseres Märchens geküsst hatte, und der sie zur Froschprinzessin gemacht hatte. Der dachte nämlich nicht daran, zurückzukommen. Denn der hatte inzwischen einen Job bei der örtlichen Wetterstation und dort den Oberbefehl über alle Wetterfrösche und es gefiel ihm sehr gut.

Aber der neue Prinz kam näher. Sie schaute und schaute .... und er kam immer näher. Mit offenen Armen wollte sie ihn empfangen, doch die Enttäuschung ließ nicht lange auf sich warten: 

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