Montag, 13. August 2012

Die heutigen Tagesheiligen waren Papst und Gegenpapst und das im 3ten Jahrhundert!

Heute sind der Heilige Hippolyt und der Heilige Pontianus.
In meinen täglichen Meditationen sind sie ausgewiesen als Hl. Pontianus, Papst
Hl. Hippolyt, Priester und Märtyrer.
Faktisch stellt sich die Sache so dar, dass mit dem Papst Callixtus (der nach dem die Callixtus Katakomben benannt sind, die er vor seiner Ernennung zum Papst als Diakon verwaltete) zum ersten Mal ein freigelassener Sklave zum Papst ernannt wurde.
Das erboste den gelehrten römischen Bürger und Priester Hippolyt so, dass er sich zum Gegenpapst wählen ließ.
Hippolyt warf lauf Wikipedia dem Callixtus Veruntreuung von Geld vor, laut anderen Quellen Irrlehren. Fakt ist, egal, ob die Vorwürfe des Hippolyt nun Hand und Fuß haben, oder nicht, richtiger Papst ist Callixtus und als Heiliger wird er auch geführt mit dem Gedenktag am 14. Oktober!
Nach dem Tod des Callixtus wurde besagter Pontianus Papst.
Der Vorwurf der Irrlehre bezog sich übrigens darauf, das Callixtus es für möglich hielt, dass auch die wiederholte Sünde der Unzucht durch Beichte und Reue vergeben werden könnte.
Also im Gegensatz zur bis dato strengen Praxis, dass bei Sünden wie Ehebruch, Unzucht und Mord eine strenge öffentliche Bußzeit verlangt wurde und im Wiederholungsfall, der Ofen aus war, sah Callixtus das barmherziger, was ihm wiederrum eine Menge Scherereien einbrachte.
Laut Heiligenlexikon kehrte Pontianus wieder zur strengen Praxis der Zeiten vor Callixtus zurück.

Allerdings war das der christenfeindlichen Obrigkeit egal, sie schickte beide in die Bergwerke von Sardinien, wo beide einerseits zurücktraten, andererseits starben und somit als Märtyrer gelten.
Nach Auffassung der alten Kirche war und ist es übrigens so, dass durch den Märtyrertod auch persönliche Sünden gesühnt wurden.
Auf dem Hintergrund aktueller Diskussionen um die wiederverheirateten Geschiedenen und besonders die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, die manche Hochwürden auch gerne mit einem Segen versehen würden, kommt einem diese Diskussion im 3ten Jahrhundert irgendwie komisch vor.
Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die umgebenden Römer die Prostitution sakralisiert hatten und mit der Begeisterung für die Griechen die Begeisterung für die Homosexualität übernommen hatten und auch ansonsten  von den Ehe nix hielten.

Auf jeden Fall ging es schon immer rund in der Kirchengeschichte und unter diesem Hintergrund sollten, wir die aktuellen Skandale auch mal sehen.
Ach ja und zu den Hintertreppenwitzen, an denen auch die Kirchengeschichte so reich ist, gehört folgendes.
Konservative Priester präferieren gerüchteweise das erste Hochgebet, weil es die wörtliche Übersetzung des Hochgebetes aus der tridentinsichen Messe ist, während man angeblich den super modernen Preister sofern er nicht gerade als Hochgebet eines aus der Abteilung Selbstgetricktes zum Besten gibt, daran erkennt, das er das 2te Hochgebet nimmt.
Diese das 2te Hiochgebet geht auf den sittenstrengen, standesdünkelvollen Hiyppolyt zurück.
Trotz allem irgendwie nett, das all diese Kampfhähne nun im Himmel vereint sind und wir sei sogar um Hilfe in den Wirren unserer Tage anrufen können


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