Mittwoch, 29. August 2012

Ein trauriger Tag für Deutschland

Hier und hier und was weiß ich wo sonst noch, wird uns vom nächsten Meilenstein auf dem Weg in die feste Etablierung der "Kultur des Todes"  (JPII)  berichtet.
Je nun, es war zu erwarten (leider) und obwohl das Vorhaben schon lange bekannt war, fehlte (selbstverständlich und wiederum leider) der kollektive Aufschrei aller.
Also um es mal an einem Fallbeispiel zu bringen.
Ich pflege ab und an mal einen alten Mann, nennen wir ihn Onkel Aloysius.
Onkel Aloysius hat, wie alle Menschen, keine großartige Lust auf Schmerzen und ist, ob der zunehmenden Beeinträchtigung seiner Mobilität nicht gerade glücklich.
 (Wenn er einkaufen will, muss er entweder mich, oder einen anderen Verwandten anrufen und dann touren wir im Rollstuhl durch die Gegend, oder er schickt wen zum Einkaufen, und  ist dann unzufrieden, wenn ihm die verkehrten Äpfel gebracht werden).
Ab und an, wenn er mal wieder beim Arzt war und dort die Tortur des Katheterwechsels oder einer Blutabnahme oder gar die Mühen eines Herzkatheters erduldet hat, dann will er einfach nicht mehr.
Dann redet er vom Sterben und dass er keine Lust mehr hat und ihm alles zuviel wird, er eh keinem fehlen wird und all das.
Meistens legt sich das am nächsten Tag wieder und es geht ihm gut.
Aber würde ich ihm bis gestern, an einem seiner "schwarzen Tage", ein Kopfkissen auf den Kopf drücken, bis er aufhört zu atmen, wäre ich bis gestern ein Mörder! Ab heute darf ich das!
Was ist das nur für eine verrückte komische Welt in der wir leben?



Möglicherweise kriegen wird demnächst in der Drogerie Arsen und Strychnin, oder ein anderes, besseres fair gehandeltes, umweltverträgliches, aber nichts desto trotz tödliches Gift, mit dessen Kauf irgendwas Soziales unterstützt wird.

Man könnte natürlich feststellen, dass mit der Generation der  nun Alten, seitens der die Abtreibung- und Verhütungsmanie überlebt habenden, nun erwachsen gewordenen Kindern, so umgegangen wird, wie die nun Alten mit den abgetriebenen Geschwistern umgegangen sind.
So könnte man hoffen, das nun  im Angesicht der Bedrohung des eigenen Lebens, es da und dort zur Erkenntnis und Reue kommt, aber es bliebt, dass auf der slippery road., der nach unten! ein neuer, qualitativer Schritt gemacht wurde.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Idee das Leben, das nicht unmittelbar "nutzt", umzubringen, in Deutschland schon mal jubelnde Befürworter gefunden hat und dieser Wahn teuer, sehr teuer bezahlt werden musste, bleibt mir nur noch, mal wieder Hegel zu zitieren mit seinem:
"Aus der Geschichte lernt man nur, dass man aus der Gesichte nichts lernt"
und zu beten "Seliger Bischof von Münster, Graf von Galen du Löwe von Münster bitte für uns"


3 Kommentare:

  1. Ne, ein Kissen auf den Kopf drücken darfst Du immer noch nicht.
    Es geht um was anderes.

    Guckstu: http://daquodiubes.blogspot.com/2012/08/sterbehilfe-ein-skandal-in-gesetzesform.html

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  2. danke Jürgen! Bin Ihrem Link gefolgt.
    Ich wage jedoch zu behaupten, das es so enden wird, wie bei der Abtreibung.
    Gegen Vorlage des entsprechenden Beratungsscheines, bekomme ich dann für Onkel Aloysius das entsprechenden Gift (Zyklon B wird so vielleicht auch wieder solonfähig))
    Gebe auch zu dass das mit dem Kissen auf den Kopf eher karikativ gemeint war, und korrigiere mich dahingehend das ich meinen Onkel Alois ab sofort zu einem anderen bringen darf, der ihm eine Kissen auf den Kopf drückt, was die Sache auch nicht besser macht!

    Herr im Himmel, warum nur schreit keiner auf!

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  3. Besonders grotesk will mir das Zusammentreffen der Unterschruíftunter idese Gesetz mit der emotional schwer aufgeheizten Debatte um die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen erscheinen.
    Da kämpft die veröffentliche Meinung und der Großteil ihrer Führer einerseits wie die Berserker für die Vorhäute, die Straffreistellung der Begleitung und Beihilfe zum mehr oder weniger freiwilligen Selbstmord alter, kranker Lebensmüder kann andererseits keinerlei Aufregung oder Emotionen auslösen.
    Sehr merkwürdig. Diese slippery road, Ester, ist eine sehr steile und man kann mit Fug und Recht sagen: Frau Leutheuser-Schnarrenberger hat die Büchse der Pandora geöffnet.
    Aber machen wir uns nichts vor,wer Abtreibung und eugenische Selektion per Gentest sagt, muß wohl auch Euthanasie von Alten und Kranken sagen.
    Wir hatten das schon einmal.

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