Samstag, 18. August 2012

Los Sommerlochos Teil 6

11.8.: Jetzt ist der Sommer fast da. Zwar ist das Ungeheuer von Loch Ness wieder abgetaucht, aber es gibt ja auch noch andere brennende Themen. Die SZ schreibt heute, dass die Österreicher jetzt erkannt hätten, dass sie von den Deutschen "erobert" würden.  Sprachlich zwar nur, aber es muss ein arger Schock sein, wenn's im Supermarkt plötzlich "Cherry-Tomaten" zu kaufen gibt, anstatt "Paradeiser". Und dass Studenten eine "Treppe eine Treppe" genannt hätten (anstatt Stiege). Die Europäisierung schreitet fort, sollte man meinen und ich meine: Österreicher, lasst euch nix gefallen.... Während die Österreicher sich jetzt also freiwillig europäisieren lassen, proben die Bayern den Aufstand. Welt Online hat herausgefunden, dass wir aus Deutschland aussteigen wollen. Da muss ja den Berlinern der Schreck in die Knochen gefahren sein. Endlich haben sie irgendwo den Beweis gefunden, was wir so vorhaben.
Diesmal war's wohl der Herr Scharnagl, der die Preißn erschreckt hat. Da bin ich ja nur froh, dass Geistbraus letztens schon mal festgestellt hat, dass wir mit einer Unabhängigkeitserklärung und ein bisschen Rebellentum durchaus Chancen hätten, für unser Unterfangen die Unterstützung der UNO zu erhalten. Schee war's scho! Und wenn man die Kommentare der Restdeutschen in den diversen Medien liest, kann ich nur sagen nix wie weg.
12.8.: Bayerische Taquiya: Denn das Kreuz bleibt auf der Zugspitze. Vielleicht bekehrt sich ja der eine oder andere. Was schön wäre. Auf jeden Fall kommen die Araber wegen des Schnees und der Sommerrodelbahn auf die Zugspitze. Und manche wissen auch, dass es dort ein Kreuz gibt. Sie fahren von München aus dorthin - denn sie kommen gerne nach München "trotz" des unübersehbaren und unüberhörbaren katholischen Erscheinungsbilds der Stadt. Würde mich auch mal interessieren, warum das so ist. Shoppen könnten sie ja auch zuhause oder in Paris oder London ....
13.8.: Oberhausen will Christoph Schlingensief ehren und eine Straße nach ihm (um)benennen. Die jetzige Pacellistraße soll schon bald den Namen des verstorbenen Regisseurs tragen. WOn berichtet, dass Schlingensief in seiner Heimat schon jetzt wie ein Heiliger verehrt würde.... die armen Oberhausener mit solchen Heiligen kann das ja nix mehr werden dort.
Auf jeden Fall besteht die Stadt Oberhausen darauf, dass sie mit der Umbenennung kein Urteil über Pius XII sprechen will. Deshalb soll der Platz vor dem Eingang der Herz-Jesu-Kirche bald in Pacelliplatz umbenannt werden. Eine kleine Pointe in dem Artikel: "... Eugenio Pacelli war ja der Papst, den Rolf Hochhuth in seinem Theaterstück "Der Stellvertreter" anklagt, die Augen vor dem Judenmord verschlossen zu haben. Historiker zweifeln diese Sichtweise zwar an. Doch der 91 Jahre alte Autor Hochhuth klammert sich an die Thesen seines einzigen Welterfolgs...." Tja, Herr Hochhuth, der Kommunismus ist tot, und deshalb interessieren Ihre Thesen bald keinen mehr. 
14.8.: Gernot Facius bläst bei WeltOnline das altbekannte Thema der gleichgeschlechtlichen Hochzeit zum Scheideweg für die  Kirche auf. So so. Seiner Meinung nach soll sich die Kirche den gesetzlichen Bestimmungen anpassen. Hat sich Jesus den Gesetzen angepasst? Warum sollte also die Kirche, die in seiner Nachfolge steht, alles gutheißen. Zeiten ändern sich. Auch in der Politik wird's irgendwann die Rolle Rückwärts geben. Soll dann die Kirche wieder hinterherhecheln? Da bleiben wir doch lieber wo wir sind und warten, bis die Zurückruderer wieder an uns vorbeikommen.  Aber der Herr Facius hat mal wieder was geschrieben. Gibt ja Zeilenhonorar dafür
15.8.: Katholische Medien berichten, dass ein paar "Junge Liberale"in Bayern eine Änderung der bayerischen Verfassung fordern... Die "Ehrfurcht vor Gott" soll nicht mehr Bestandteil der bayerischen Verfassung sein und auch nicht mehr in den Schulen gelehrt werden. Tja, falscher Film oder besser falsches Bundesland für den FDP-Nachwuchs. Derzeit liegt die FDP dort bei 3%. Und es zeigt sich, wenn man Gott nicht fürchtet, ist der Weg nach unten vorprogrammiert. Zu einer Verfassungsänderung braucht's in Bayern übrigens eine Zweidrittel-Mehrheit. Das sind 66,67%. Da sind 3% nicht mal ein guter Anfang. Und der Weg wird steinig und lang!
16.8.: Ins tiefste aller Sommerlöcher scheint man gerade bei WOn gefallen zu sein. Da wird doch tatsächlich erneut über einen Vorfall vom 16.4. spekuliert. Wir erinnern uns: Horst Seehofer erhielt von Papst Benedikt die Kommunion. Es wurde viel geschrieben. Dann war Ruhe. Jetzt hat WOn das Thema erneut aufgegriffen. Gibt es etwa neue Erkenntnisse? Offensichtlich: "Der Papst schweigt", "Horst Seehofer schweigt", "Das Pressebüro des Vatikan schweigt", das Pressebüro der Bayerischen Staatskanzlei schweigt". Das ist nun wirklich mal was außergewöhnliches, plappern doch gerade die Pressevertreter der Politiker den ganzen Tag, egal ob gefragt oder ungefragt. Das große Schweigen - eine Wohltat!
17.8.: Schlechte Nachrichten für Atheisten: Heute veröffentlichten WOn und SPON eine Umfrage, die moslemische Einwanderer mehrerer Generationen nach ihrer Einstellung zu Deutschland befragte: 25% von ihnen halten Atheisten für minderwertige Menschen, aber nur 8% sagen das über Christen.
Jetzt kriegen die Links-Grünen Kirchenhasser in den Redaktionsstuben aber ein Problem. Dachten sie doch immer, sie würden für ihren Christenhass gerade von den "Neu-Deutschen" geliebt werden. Pech gehabt. Wieder mal zeigt sich, dass anschleimen halt überhaupt nix bringt. Und das ist auch gut so.
18.8.: Es scheint sich fortzusetzen: Der Einstiegstest für ungebildete Neuredakteurinnen in Provinzblättern besteht aus einem Bericht über die katholische Kirche inkl. Interview mit einem Wisinikiler. So diesmal geschehen in der Main-Post, Ausgabe Schweinfurt. Das übliche Thema, wie schwer es die katholische Kirche doch den Menschen mache, nicht mal interessant variiert... Schluchz. Und das mitten im Sommerloch. Zu traurig, dass Wisiniki mit den ewig gleichen Themen in den großen Blättern oder in Funk und Fernsehen kein Gehör mehr findet. Schön, dass wir immer wieder an diesen Einstiegstests teilhaben dürfen, denn ich habe dadurch gelernt, dass der Verein Wisiniki zumindest ein zweites Mitglied hat, nämlich den Alt-68er Markus Lux und nicht nur aus Christian Weisner besteht.
18.8.: Niveaulimbo, diesmal in Kassel: Der "Künstler" M. L. (wir wollen ihn nicht berühmt machen) durfte für die "Caricatura"das Werbeplakat zeichnen. Man könnte davon ausgehen, dass derzeit Politik, Weltgeschehen genügend Themen für so ein Poster hergeben. Aber der Herr L. wollte mit minimalstem Aufwand die höchste Aufmerksamkeit erreichen. Und welches Thema sucht der "Künstler" sich dann aus? Wir ahnen es. Wahrscheinlich dachte er sich, wenn "titanic" mit blöden Kirchenmotiven die Auflage steigert, wird es auch ihm gelingen mit einer noch blöderen Karikatur bekannt zu werden. Er hatte recht. Das Motiv ist an Blödheit und Einfallslosigkeit nicht mehr zu unterbieten, vulgäre Gossensprache inklusive. Deshalb haben beide Kirchen auch schon kräftig protestiert. Er hat's geschafft, der Herr Künstler. Jetzt ist er ganz oben!

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