Sonntag, 26. August 2012

Los Sommerlochos, Teil 7


18.8: WOn berichtet exclusiv, dass Sigmar Gabriel kirchlich geheiratet hat – in einem Kloster. Ohh. Ein geschiedener heiratet in einem Kloster: Da staunt man erstmal. Aber wenn man genau recherchiert, ist der Herr Gabriel evangelisch und deren Pfarrer dürfen Geschiedene trauen, so oft diese das wollen. Wenn man weiter recherchiert, ist das Kloster gar kein Kloster, sondern war mal vor vielen Jahrhunderten eins. Jetzt ist es ein Hotel mit einer Kirche, die nur noch für Hochzeitsfeiern genutzt wird. Einzig die Schnapsbrennerei wird noch klösterliche Tradition haben. Prost!
19.8.: Seit heute wissen wir, was man bei SpOn und FocusOn unter einem Gebet verstehen. Da wundert uns allerdings nichts mehr. Täglich gebetet, sieht man, was die Resultate dieser Gebete sind. Der tägliche Müll oder Dreck, erfunden und niedergeschrieben von den Redaktionen der "renommierten Deutschen Presse", die diesen "Dreck", um den sie beten, offensichtlich schon längst in ihren Gehirnen tragen.  Klar, wenn man sich solche Inspirationen wünscht, kommen sie in der Regel nicht vom Himmel.
20.8.: Dem Täter auf der Spur? In der Sache Bischof Tebartz-van Elst gibt es eine dramatische Wendung. Nachdem die deutschen MSM sich heute abreagieren durften und jeder mal was (worüber eigentlich?) über Bischof Tebartz-van Elst schreiben durfte, kommen am späten Abend auch die Provinzblätter zu Wort. Und sie haben "gewichtige Interviewpartner". Wir können uns denken wen: Ja, tatsächlich! Es sind die Mitglieder von Wisiniki, die in der "Rhein-Zeitung" dem Bischof "Verschwendung" vorwerfen.

21.8.: Natürlich müssen auch die großen Blätter ihr Sommerloch füllen. Der SPON beschäftigt sich in diesem Sinne mit dem bereits erwähnten "Künstler" M.L., der für eine Ausstellung ein Plakat entworfen hatte, das niveaumäßig noch weit unter der Titanic angesiedelt ist (und die liegt ca. 4000 m tief). Wenn SpOn-Redakteure sowas witzig finden, ist das ein gutes Zeichen, dass die SPON Redakteure jeden Abend bei RTL 2 Comedy gucken und sich mit dem von ihnen so verachteten "Dummen" auf eine Stufe stellen. Elite ist der Verein ja nun schon lange nicht mehr, aber dass die Auswahlkriterien so weit abgerutscht sind, lässt darauf schließen, dass auch beim SPOn die Praktikanten schlecht bezahlt werden. Dass darunter die Qualität leidet, versteht sich von selbst. Inzwischen hat der Künstler wohl selbst eingesehen, dass sein Plakat nicht witzig ist.!
22.8.: In Regensburg brodelt die Gerüchteküche, was den Nachfolger von Erzbischof Müller angeht. Obwohl es so aussieht, als würde hier vor dem 8. Dezember nichts bekannt gegeben werden, starten die regionalen Zeitungen ein Wettrennen, wer die meisten Namen präsentiert. Derzeit liegt die Mittelbayerische Zeitung vorn: Ganz oben wird immer noch Prälat Wilhelm Imkamp gehandelt, der derzeitige Wallfahrtsdirektor in Maria Vesperbild. Aber auch zwei Münchner sind im Rennen: Weihbischof Wolfgang Bischof und Domdekan Lorenz Wolf. Aus Trier kommt ein weiterer Vorschlag, nämlich der Theologieprofessor Voderholzer, der wohl schon länger mit Erzbischof Müller in Regensburg zusammenarbeitete. Auch dem Augsburger-Intrigantenstadl-Chef Losinger werden Chancen eingeräumt (das wird wohl der Favorit der Regensburger Wisiniki-Truppe sein, die von Bischof Müller ja abserviert wurde). Und zu guter Letzt ließen uns die Regensburger noch wissen, von wem sie wirklich träumen: Es ist Mons. Gänswein, der Sekretär des Papstes. Das wird wohl ein Wunschtraum bleiben, denn der Papst braucht ihn dringender denn je und wir beten darum, dass Mons. Gänswein dem Papst auch weiterhin und für viele Jahre so treue Dienste leistet. 
23.8.: Die SZ nimmt sich heute des letztwöchigen Gebetes der Französischen Kirche an. Und es wirkt sogar einigermaßen sachlich. Offensichtlich hat es den Redakteuren einigermaßen die Sprache verschlagen. So was kommt ja auch in Deutschland nicht vor. Die Bischöfe initiieren ein Gebet für die Familie. Danach kommt der Aufschrei der üblichen Lobbys über die Medien. Und die Bischöfe wagen es, nicht zu kuschen und legen sogar noch mal nach, in dem sie der Regierung klar machen, worum sie sich hauptsächlich zu kümmern hat. Da gab's doch mal ein kleines Dorf in Gallien. Sieht ganz so, als ob einer der Bischöfe ein Nachkomme eines der berühmten Dorfbewohner ist. 
23.8.: Der Focus meldet, dass sich die Feministinnen mal wieder tierisch aufregen, dass es jetzt "rosa Überraschungseier" gibt. Schrecklich aber auch. Schokolodeneier, wo evtl. Feen, Glitzerzeugs oder sonstige Dinge drin sein könnten, die Mädchen nun mal lieben. Ein Aufschrei geht durchs Land wegen Schokolade. Man glaubt es nicht. Allerdings staunen wir immer noch, dass dieser Aufschrei während Olympia ausgeblieben ist. Da marschierte die deutsche Mannschaft in bester Stimmung ins Londoner Olympiastadion ein. Die Mädels in Rosa und die Buben in Babyblau. Ja, haben das die Überwacher_innen des Gendermainstream etwa übersehen? Und dumm soll das Rosa Zeugs auch noch machen. Das könnte für die Emanzen aber ein Eigentor werden, denn sie könnten Stress kriegen mit der "Rosa Liste", der HS-Partei im Münchner Stadtrat. Und wenn die erst mal aufschreien, haben die Emanzen ein Problem. 
24.8.: Erste Krokodilstränen in Frankfurt: Das notorisch klamme Linksblatt "Frankfurter Rundschau" sammelt schon mal Tränen. Denn es kommt wie es kommen muss. Die böse katholische Kirche hat angeblich Strafantrag gegen die "PussyRiot-Nachahmer" in Köln gestellt. Juristen kann man sich bei der FR offensichtlich nicht mehr leisten, für eine Rechtsberatung reichts wohl auch nicht mehr. Sonst wüssten sie dort, dass sich es bei Störung eines Gottesdienstes um eine Straftat handelt, bei der die Staatsanwaltschaft automatisch auf den Plan tritt. Aber man baut schon mal vor, damit man einen Schuldigen hat, wenn die "armen Kinder" wirklich Verantwortung für ihre Tat übernehmen müssten.
24.8.: Die Provinz zeigt mal wieder, warum sie Provinz ist: immer ihrer Zeit zurück. Laut Domradio.de tönt es jetzt aus Speyer "Wir müssen was für die Wiederverheirateten Geschiedenen...usw. usw." Die bekannte Melodie, in den Metropolen längst verstummt, wird jetzt umso heftiger in der Provinz gesungen. Man will ja schließlich auch mal in die Medien. Abgehakt, der Nächste bitte.

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