Donnerstag, 23. August 2012

Wunder per email

Rosa von Lima

Im Jahr 1586 kam Rosa in Lima zur Welt . Von Kindheit an war sie eines der schönsten Mädchen, die Peru je gesehen hatte und als sie älter wurde, waren alle jungen Männer der Stadt hinter ihr her.
Conrad Zander schreibt in seinem Buch "Antonius für Steuerzahler - die 14 besten Nothelfer für die moderne Seele" über Rosa:
SANTA ROSA DE LIMA
Die heilige Rosa von Lima
Bild: public domain via Wikimedia commons
".. Rosa hatte anderes im Sinn. Ganz anderes. Jeden Morgen, jeden Abend pilgerte sie, einen Kranz roter Rosen im Haar, zur Kirche Santo Domingo. Vor dem Gnadenbild der Gottesmutter mit dem Jesuskind im Arm kniete sie nieder und betete voll heiliger Andacht den Rosenkranz. Da geschah das Wunder. Der Jesusknabe bewegte sich. Er lächelte. Lebhaft streckte er die Arme zu Rosa aus. Und er sprach die historischen Worte, die in den Acta Sanctorum so festgehalten sind: 'Rosa Cordis Mei, tu mihi sponsa esto!' - Rose meines Herzens, sei du meine Braut...."

Das bewirkte, dass Rosa sich ganz dem Herrn schenkte und die reichsten und schönsten Männer abwies, die sie heiraten wollten.

Rosa blieb die Braut des Herrn. Da dauerte es nicht lange, bis sich ihre Heiligkeit und Schönheit nach Europa herumgesprochen hatte. Wo sich gerade viele Eroberer und Abenteurer aufmachten, die Schätze Südamerikas nach Hause zu tragen.
Ein Trupp protestantischer Holländer hatte es dabei vor allem auf die "Schätze" der Kirche abgesehen. Sie machten sich auf nach Lima, um die Stadt zu erobern, das Volk floh, als die Ankunft der brutalen Eroberer in der Stadt bekannt wurde. Nur Rosa blieb und betete inbrünstig. Sie bot sich sogar an, dass der Holländer sie schänden möge, solange er das Allerheiligste verschonte. Aber dazu kam es nicht. Da geschah ein weiteres Wunder: Aus dem Nichts kam ein Orkan, der die Schiffe der Eroberer vernichtete.

Rosa wurde schon zu Lebzeiten als Heilige verehrt, als Retterin des Vaterlandes. Im Alter von 31 Jahren am 24. August 1617 verstarb sie und vereinte sich mit ihrem himmlischen Bräutigam.

Jedes Jahr im August kommen die Pilger zum Dominikanerkloster von Lima, wo sie bestattet ist. Doch sie kommen nicht zum Sarkophag von Rosa, sondern zum "Brunnen der heiligen Rosa". Denn hier hat sie dem Teufel widerstanden und deshalb geschehen hier die Wunder.

Und weil der Conrad Zander das besser kann, als ich, hier nochmal eine Passage aus seinem Buch:
"'El Pozo de Santa Rosa', da wollen alle hin. Die weisen alten Indianerinnen aus den Anden genau so wie die flotten jungen Papaboys und Papagirls der Generation Benedikt. Und alle, alle werfen ein Brieflein in Rosas Brunnen. Mit ihren Anliegen, ihren Nöten. Oft viele tausend Brieflein an einem Tag. Unter allen Heiligen des Himmels ist Rosa ja nicht nur die Schönste, sondern auch die Mächtigste. Der Papst selbst hat sie zur Schutzheiligen von Nord- und Südamerika ernannt".

Und damit die heutigen Wunder-Erbitter nicht alle nach Südamerika pilgern müssen, hat der Erzbischof von Lima auf seiner Website einen Link zu Rosa's Brunnen eingerichtet. Hier kann man seine Anliegen an die Heilige per e-mail schicken. Eine ehrwürdige Nonne des Dominikanerkloster druckt die Briefe aus und wirft sie in den Brunnen.



Rosa ist Patronin von Lima, Peru, Südamerika, Westindien und den Philippinen sowie der Gärtner und Blumenhändler. Sie wird angerufen bei Verletzungen, Entbindungen und Familienstreitigkeiten sowie gegen Ausschlag.

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