Freitag, 21. September 2012

Der Papst in Deutschland - ein Jahr danach!

Pater Hagenkord hat auf seinem Blog eine Diskussion mit der Frage eröffnet, was ist eigentlich vom Besuch des Papstes in Deutschland hängengeblieben? Das finde ich eine gute Idee, denn es ist fast nicht zu glauben, dass das schon wieder ein Jahr her ist. Hängengeblieben ist natürlich, dass wir mit Benedikt einen ganz großen Papst erleben durften (aber das ist ja nichts Neues), der leider, wie Jesus schon wusste, in seinem eigenen Land nichts gilt.
Gerade Berlin hat sich ja wirklich in Sachen Organisation und Ablauf nicht mit Ruhm bekleckert. Ja man könnte fast glauben, sie haben es absichtlich gemacht, um dem Papst zu zeigen: "Sie sind hier nicht willkommen". Inzwischen wissen wir aber, durch das Chaos mit dem neuen Flughafen, dass sie dort wirklich nicht organisieren könnten.
Ich habe mich aber trotzdem entschlossen, meine Beiträge über den Berlinbesuch, die ich für einen inzwischen geschlossenen Blog verfasst habe, noch mal zu veröffentlichen: Als Momentaufnahme und als Erinnerung an ein trotz aller Nickeligkeiten großes Ereignis!
Hier ist Teil 1:

Petrus bei den Heiden: Der harte Weg der Neuevangelisierung!
Berlin!


Was für eine Aufregung, als der Papst verkündete, dass er bei seinem Deutschlandbesuch auch Berlin besuchen würde. Das war die erste Watschn für die dort ansässigen Hedonisten und Atheisten, die sich gerade dort so schön eingerichtet haben und nicht gestört werden wollen.
 So war der Kurs klar: ANTI! Und zwar von allen Seiten. Die einen schrien offen „Den wollen wir hier nicht“ und begannen schon Proteste zu organisieren, als noch gar nicht klar war, was der Papst in Berlin tun will.
Die zweite Gruppe aber agiert konspirativer. Die, die auf dem Papier katholisch sind, durch die Kirche gut bezahlte Positionen bekleiden, wollen sich auf keinen Fall mit dem Mann aus Rom konfrontiert sehen. Zu gut haben sie sich schon mit dem Widersacher angefreundet und wollten dem aber auch keinesfalls ins Gehege kommen und ihm seine No.1 Position in Berlin streitig machen.
 Deshalb wird die Feier einer heiligen Messe zunächst mal abgelehnt. Als Rom darauf besteht, schlägt man eine kleine Kirche vor. Schnell ist aber klar: Die Papsttreuen wollen eine heilige Messe mit dem Papst feiern und es werden immer mehr, die diese Forderung stellen. Zähneknirschend muss man im Berliner Ordinariat nachgeben und schlägt zunächst den Charlottenburger Schlossplatz, der Platz für 30.000 Menschen bietet, für die Feier einer Heiligen Messe vor. Das ist der Stand der Dinge, als man mit der Annahme der Bestellungen für die Karten zur Papstmesse beginnt. Schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass man zu ängstlich und zu klein geplant hat. Diese „bösen“ Papsttreuen wollen zu 10.000en nach Berlin kommen und nötigen dem Ordinariat einen Umzug ins Olympiastadion ab. Es schien, als würde es nun für alle, die den Papst in Berlin sehen wollten, Karten geben....  
Hilfe! Es gibt zu viele papsttreue Katholiken!
Doch die Begeisterung für den Papst wird erneut unterschätzt. Was also tun? Man begibt sich auf die Suche - nicht etwa nach einem größeren Veranstaltungsort sondern nach geeigneten Zerberussen... und wird fündig:  Im Ordinariat gibt es ein paar wohl ausgeruhte links-katholische Mitarbeiter (offensichtlich mit DDR-Erfahrung), denen man die Zuteilung der vorhandenen Karten anvertraut. Die wichtigste Aufgabe dieser Zerberusse war, die papsttreuen Kartenbewerber möglichst draußen zu lassen. Wo kommen die Berliner Linkskatholiken denn hin, wenn man es zulässt, dass der Papst im Olympiastadion auch noch bejubelt wird. Das ginge wirklich zu weit. ... Alles scheint bestens organisiert, als die papsttreuen Katholiken am Tag vor der Messe noch immer keine Karten haben. Schnell hatte man die verbliebenen Karten noch bei ebay untergebracht und versucht, noch etwas Geld dazuzuverdienen. Doch offensichtlich hat Gott rechtzeitig eingegriffen. Zu guter Letzt muss die Verhinderer-Truppe doch noch nachgeben und alle, die über Deutschland Pro Papa ihre Karten bestellt hatten, durften die heilige Messe mit dem Papst feiern.
 Wer irdisches Werkzeug für dieses überirdische Wunder ist, wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben.

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