Samstag, 22. September 2012

Der Papst in Deutschland - ein Jahr danach (3)


Petrus bei den Heiden: Happy End!






Ouvertüre. 
Die blaue Tartanbahn, die sonst eher Heimat für Spitzensportler und Weltrekordler ist, wird zur „Mall“ von Berlin: Der Papst, frenetisch gefeiert und bejubelt von 70.000 Menschen!
Trotz Verbot ist es vielen gelungen, Fahnen und Spruchbänder ins Stadion zu „schmuggeln“, so dass dem Papst ein herzliches Willkommen bereitet ist. Als das Papamobil aus dem Stadion herausfährt, kehrt Stille ein.
Inzwischen ist das Stadion voll. Auch die Ehrengäste sind vollzählig eingetroffen und haben in der Mitte des Stadions Platz genommen. Alles wartet auf den Beginn der Messe mit dem Einzug von Papst, Co-Zelebranten und liturgischen Diensten. Doch vorher hat der Herr noch ein besonderes Zuckerl für die versammelten Ehrengäste und die Mitarbeiter des Ordinariats, die sich (natürlich) selbst die besten Plätze gesichert haben:
Er öffnet die Himmelsschleusen und schenkt allen, die kein Dach über dem Kopf haben eine zweite Taufe! Unter dem tosenden Beifall der Messbesucher auf den „billigen (aber überdachten) Plätzen“ legen die Ehrengäste die Plastikregenhäute an ... um sie ein paar Minuten später wieder ablegen zu können, denn:
Das Licht geht an!
Die Sonne strahlt hinter den Wolken hervor und taucht das Stadion in ein wunderbares Abendlicht während Papst und Dienste einziehen.
Die heilige Messe beginnt. 
Bischof Woelki begrüßt den Papst und überreicht ihm ein Geschenk. Dann dürfen wir an den Gebeten teilhaben, der Liturgie folgen und Worten des Papstes zuhören, die in einer grandiosen und deutlichen Predigt ihren Höhepunkt finden. Alles ist wunderbar, der Sitzplatz im Stadion bietet sogar genügend Raum zum Hinknien während der Wandlung – Das Stadion wird zur großen Kirche!
Erst mit dem Beginn der Kommunionausteilung stellt das Berliner (Des)Organisationsteam die Mitfeiernden wieder auf eine harte Geduldsprobe. Offensichtlich haben sie die Menge der Leute etwas unterschätzt. Nach langem Suchen finden wir tatsächlich jemanden, der Kommunion austeilt, fast schon außerhalb des Stadions, obwohl doch auf den Treppen genügend Platz gewesen wäre .... Was hätten die bloß gemacht, wenn es 250.000 wie in München oder gar 2 Millionen wie in Madrid gewesen wären? Als es dann doch noch geklappt hat mit dem Kommunionempfang und wir unsere Plätze wieder gefunden haben, spricht der Papst bereits das Dankgebet und wir können gerade noch den Segen empfangen. Aus 70.000 Kehlen erklingt „Großer Gott, wir loben Dich“ und unser wunderbarer Papst verlässt unter lautem Beifall das Stadion. Was für ein großartiger Mensch uns doch in dieser Zeit von Gott zur Seite gestellt wurde! Dafür muss man ihm täglich danken und ihn loben und preisen.



Ich entschuldige mich schon mal für den grauenvollen ARD-Kommentator innerhalb des Videos, der auch noch behauptet hat, es hätte nicht geregnet ...
Das Video von der ganzen Messe gibt es hier und ab Min. 5:15 kann man sehen, wie es regnet und wie sich die versammelten Promis hektisch in ihre Regencapes hüllten und das Volk auf der Tribüne dazu Beifall klatscht !!!..

2 Kommentare:

  1. Das waren schöne Zeiten, als der Papst in Deutschland war!!! Danke für das Posting :)

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    1. Ja, es ist wirklich eine schöne Erinnerung und es war ein großes Glaubensfest! Seine Größe hat mal wieder alles überstrahlt, und das war schön, es mit zu erleben!
      Warum aber die Berliner ihm am Anfang so ein trostloses Bild bieten mussten, werden wir wohl nie verstehen ....

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