Dienstag, 18. September 2012

Die Abschaffung des 6. Gebotes...

... war ja ein großes Anliegen des kfd, 

das im letzten Jahr zum Papstbesuch in Deutschland mit einer großen Unterschriftenaktion gestartet wurde. Wir sind beeindruckt. Es sind tatsächlich 98.000 Unterschriften zusammengekommen, die seitdem in vielen schweren Aktenordnern im Archiv des kfd Platz wegnehmen. Nicht ganz up-to-date, die Damen, denn wer speichert denn heute noch Unterschriftenlisten im Aktenordner, wo frau doch auch virtuell unterschreiben kann. Die damit gewonnenen e-mail-Adressen könnte man jetzt prima an irgendwelche Werbeanbieter verkaufen und ein bisschen Geld damit verdienen. Zu mehr sind diese Unterschriften ja auch gar nicht zu gebrauchen.
Offensichtlich ist mein guter Rat, die Listen doch an den Weihnachtsmann in Himmelspforten zu schicken, damit er sie direkt an Gott weiterleitet, nicht angenommen worden.. Tja und jetzt verrotten 98.000 Unterschriften in den Aktenordnern, ein Jahr ist vorbei und das 6. Gebot ist immer noch nicht abgeschafft.

Die ganze Aktion war also für die Katz... aber jetzt gibt es vielleicht doch noch eine Chance, die Aktenordner mit den Unterschriften an die richtige Adresse zu bringen.

Wie uns zu Ohren gekommen ist, wurde am letzten Sonntag eine große Pilgerreise für die 300 Teilnehmer des Dialogprozesses nach Rom in Erwägung gezogen.
Wir hören ja seit Tagen schon in diversen Blogs und Medien, dass die "Zeitgeist-Kirche Deutschlands" beschlossen hat, die Regeln und Gebote Gottes an die deutschen Befindlichkeiten anzupassen.
Alles, was so dazugehört und was wir schon seit Jahren nicht mehr hören können, wurde jetzt in weitere schöne Reden gepackt, und zunächst den Althippies in den deutschen Medien serviert. Die scheinen recht zufrieden zu sein, denn der Jubel war groß, als man die alten Worte aus den immer gleichen Mündern hörte. Deshalb müssen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. Und da muss, "Rom zustimmen". Aber das hätten sie wohl gerne, eine Reise nach Rom. Nix da:

Da man in Deutschland ohnehin alles besser weiß und gerne an Rom vorbei agiert, bietet sich jetzt eine gute und günstige Gelegenheit dazu, sämtliche Änderungswünsche direkt mit Gott auszuhandeln.
Wie wir in Erfahrung bringen konnten sind die Kreuzfahrten in den Nahen Osten derzeit sehr billig zu haben, weil es viele Reiserücktritte gibt. Da wäre es doch eine schöne Idee, so ein Kreuzfahrtschiff zu chartern, zum Sinai zu fahren und die Beschlüsse, die man am letzten Sonntag gefasst hat, direkt mit Gott auszuhandeln.
An seinem Stellvertreter vorbei sozusagen .... Vielleicht hat Gott ja Verständnis für die armen Deutschen, die es einfach nicht mehr aushalten, sich immer noch an die Gebote halten müssen.
Da sollten die Damen des kfd unbedingt mitreisen dürfen - mitsamt ihren 98.000 Unterschriften in den zugehörigen Aktenordnern. Das verbreitert die Verhandlungsbasis. An einem solchen "überzeugenden Argument" kann Gott einfach nicht vorbei.
Allerdings ist die Reise auf den Berg heute nicht minder gefährlich als zu Zeiten Moses. Man braucht dazu großes Gottvertrauen, großen Mut und große Kraft. Aber ob diese Einknicktruppe, die schon vor ein paar Zeitungen Angst hat, diesen Mut aufbringen wird? Wir wagen es, zu bezweifeln. Deshalb wird das 6. Gebot auch in 1000 Jahren noch Bestand haben - auch in Deutschland!



3 Kommentare:

  1. Na, ich weiß nicht, ob die Damen sich mit der Abschaffung des 6.Gebotes zufrieden geben, der Ehrgeiz ist erwacht und sie streben höhere Ziele an. Wenn sie zum Sinai fahren, dann wohl um Gott in die Schranken zu weisen, ihn abzusetzen und durch eine imaginierte Große Geistin zu ersetzen. Die eine oder andere protestantische Schwester im Bischofsamt hat es vorgemacht. Können die verbliebenen KFD-Mitgliederinnen denn die ganzen Aktenordner überhaupt schleppen? Nicht daß da noch etwas passiert...

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    1. Genau das ist der Punkt. Es wird niemand da sein, der ihnen die schweren Aktenordner trägt. Und somit werden sie die 98000 Unterschriften niemals auf den Berg bekommen ....

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    2. und wenn Gott ihnen dann noch erklärt, daß nur in Steintafeln eingemeißelte Unterschriften anerkannt werden.....werden sie sich wohl für immer zum dauerhaften Tanzen um das Goldene Kalb verabschieden, die Unterschriftenordner können sie dem dann ja als Brandopfer darbringen.

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