Freitag, 7. September 2012

Die Froschprinzessin

Unsere Sommertelenovela Teil 8

Fortsetzung von hier

Er war gar kein echter Prinz. Was von weitem so aussah, stellte sich nach näherem Hingucken dann doch als Fotomodell heraus, der für eine Chemiefirma gearbeitet hatte, als Honorar eine Krone erhielt und den Titel "Froschkönig" tragen durfte.. Nachdem sie den ersten Schreck überwunden hatte, bemerkte sie dass die Schmetterlinge  inzwischen in ihrem Bauch eingezogen waren. Und so schraubte sie ihre Ansprüche zurück. Hauptsache ein Mann ist im Haus und ich muss nicht mehr alles selber machen, dachte sie. Und eine Krone hat er auch. Es dauerte nicht lange, da wurde aus beiden ein Paar. Sie erzählte ihm von ihrem Theater und wie schön es sei, ständig auf und abzutauchen, wie aufregend es sei, wenn man nicht nur auf der Bühne steht, sondern auch noch das Publikum spielt und sich selbst beklatschen kann. Der Froschkönig war beeindruckt und schlug vor, doch diesen Dorfteich zu verlassen und wieder im Schlossbrunnen zu wohnen.
Alles war eitel Sonne und sie waren gerade am Packen, als Claudia R., Kröte ihres Zeichens,  auftauchte. Diese Kröte war am Froschteich nur zu bekannt.  Sie und ihre Freunde hatten bisher im Umfeld des Dorfteichs nur Chaos angerichtet und so war man froh, dass sie sich für einige Zeit nicht hatten blicken lassen.
Auch das noch! dachten die Froschteichbewohner. Jetzt kommt diese Laienspielschar schon wieder aus der Deckung! Deshalb unternahmen sie alles, Claudia vom Teich fernzuhalten. Sie schmollte, aber nicht lange, denn sie hatte den „Froschkönig“ erblickt. „Ich hab’ dich erkannt“ rief sie „Du bist doch der auf den grünen Flaschen“. „Nein bin ich nicht, das ist mein kleiner Bruder, der hat keine Krone und Froschkönig ist er auch nicht“. „Geh weg, schrie die Froschprinzessin die Kröte an. „Du stiehlst uns die Zeit, wir wollen gerade umziehen“. „Umziehen? Wohin denn“, fragte die Kröte zurück, denn sie hatte es längst auf den Froschkönig abgesehen.  „Oh, da kann ich euch doch helfen, ich bin kräftig und stark, da wird so ein Umzug zum Kinderspiel“. Sie schnappte sich den Froschkönig und trug ihn mitsamt dem Umzugsgut den Berg hinauf.
Das gefiel dem Froschkönig, so von allen Lasten befreit über die Straßen getragen zu werden. Und er wechselte die Seiten, verfiel der Kröte und ließ sich von ihr in ein neues Leben tragen.
Die Froschprinzessin aber saß traurig auf der Mauer des Schlossbrunnens. Aus der Traum von den vielen Kaulquappen, die sie zusammen groß ziehen wollten. Traurig quakte sie vor sich hin. Doch ihr wurde schon bald geholfen. Mit leisem Flügelschlag  nahte sich von oben Meister Adebar, der zu hause ein paar hungrige Mäuler zu stopfen hatte. Schnapp machte es und die Froschprinzessin war in seinem langen Schnabel gefangen...
Posthum wurde ihr von Claudia und ihren Freunden ein Orden verliehen, denn mit ihrem Opfer hatte sie dazu beigetragen, dass die Störche überleben konnten und das ist doch ein gutes Signal für das ganze Land.
Dort hofft man darauf, dass die Störche dann auch bald wieder mehr Kinder bringen und dem ganzen Land zu neuer Blüte verhelfen.

ENDE

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