Montag, 24. September 2012

Geburten, §218 und was mittlerweile die Spatzen von den Dächern pfeifen und was jahrelang ignoriert wurde

Lebensrechtsgruppen weisen schon lange darauf hin, dass die heute (also in den 70ern, 80ern und überhaupt immer) abgetriebenen Kinder die fehlenden Mütter (und Väter) von morgen sind.
Es ist inzwischen so, dass sich diese einfachen, aber immer geleugneten Zusammenhänge mittlerweile nicht mehr wegdiskutieren lassen.
Im Bewusstsein der Allgemeinheit und besonders der kirchlichen tut man ja immer so, als sei Abtreibung der absolute Einzelfall. Etwas, das genauso wie das Benutzen von Kontrazeptiva nur etwas mit mir zu tun hat.
Man ist immer noch der irrtümlichen, wenn auch damals verständlichen Ansicht Konrad Adenauers,
 "Kinder kriegen die Leute schon von alleine!"
Nein, das tun sie nicht und auch das statistische Bundesamt muss zugeben, der Trend ist fast unumkehrbar.
Um den Artikel des statistischen Bundeamts , der den vielsagenden Titel

Von niedrigen Geburtenzahlen und fehlenden Müttern... 

trägt, mal ein bisschen zu beleuchten, ich halte  "den Ausbau von Kinderkrippen" keineswegs  für eine Maßnahme die die Leut' dazubringen könnte "Kinder" (Plural) zu kriegen.
Warum?



Je nun ganz einfach, wenn die kinderlose  Frau von der Uni, aus der Schule oder von der Arbeit kommt, legt sie die Füße hoch, geht shoppen, joggen oder hockt sich an den Schreibtisch und/oder  erholt sich.
Die Option, die die genauso gestreßte junge, moderne  Mutter hat, besteht darin, das eh genervte kleine Kind von der Krippe zu holen und dann fängt der Tanz zuhause an.
Kinder sind zwar alle Mühe wert und goldig und süß, aber auch anstrengend und gerade wenn sie klein sind,  sind die Nächte oft unterbrochen und krank werden die  alle Nas' lang auch.

Es mag sein, dass man mit dem Angebot "Sie können durchaus weiter arbeiten (studieren zur Schule gehn, die Ausbildung machen) und das Kind tagsüber in den Hort tun, die Kosten übernimmt dann der Staat..." die schwanger gewordene junge Frau dazu bringen kann, das eine Kind doch zu kriegen.
Aber kein vernünftige Mensch tut sich diesen Streß ein zweites Mal an, insbesonderes dann, wenn der Grund für den Streß in der öffentlichen Meinung nicht viel wert ist.
Gemildert wird der Streß  dann, wenn man eine Oma hat, die das Kind in den Hort bringt und abholt und auch ansonsten einspringt.
Aber so eine moderne Oma hat ja auch keine rechte Zeit, weil se ja auch schaffe gehe dud.
Und jetzt sind wir elegant beim Thema.
Es fehlen seit 50 Jahren die Mütter und somit auch die Großmütter, das Problem ist schon 2 Generationen alt!
Der Bericht stellt fest:
Die aktuellen Geburtenzahlen sind Folge des Geburtenrückgangs der vergangenen 50 Jahre.

Wobei der Bericht klarerweise so tut, als lägen die Ursachen des Geburtenrückgangs im Dunkeln,
Und um mal die Sache mit Frankreich asueinanderzunehmen, man tut hierzulande ja immer so, als bestünde die einzige familienpolitische Leistung der Franzosen in ihren écoles maternelles.
Nein, in Frankreich bezahlt der Staat die Schulsachen inklusive Ranzen und Mäppchen, davon abgesehen erlaubt der französische Staat Homeschooling und allen möglichen Gruppen ihre eigenen Schulen aufzumachen. Je mehr Kinder wer hat, um so billiger wird z.B. Bahnfahren,  Familien mit mehr als 3 Kindern fahren umsonst, auch die einzelnen Familienmitglieder.
Und ich habe in noch keinem deutschen Supermarkt, solche "Großkampfpackungen" Lebens- und Putzmittel gesehen, wie in Frankreich.
Und der wichtigste Punkt:
Und die Franzosen lieben Kinder und sind von selbigen nicht genervt, wie die Deutschen.
 Ich bin mal mit meinen 7 quer durch Paris gelaufen bzw,  Metro gefahren. Bewundernde Blicke! Ein Junggesellenabschied wollt unbedingt von mir geküsst werden.
Eine Afrikanerin ist mir nachgelaufen und hat meine  wundertätige Medaille geküsst!
In Mac Donald am Gare de L'Est  war man geduldig mit uns und auch in den Galeries LaFayettes,. guggte keiner pikiert!
Es kommt m.E. zunächst  darauf an, ob sich Kinder, Mütter, Väter, kurz Menschen nicht angenommen, geliebt und gewollt fühlen, weil das immer in Sonntagsreden so schön gesagt wird,.
Es kommt darauf an, dass wir die Kinder lieben, annehmen und um ihrer selbst willen, wollen.
Wobei ja aktuell, die rot-grüne Landesregierung von Baden Württemberg, das Landeserziehungsgeld gestrichen hat, was m.E nicht gerade kinderfreundlich ist.
Wobei ich sagen muss, seit Jahren beobachte ich, wie immer mehr alle möglichen Leistung, für Familienm  auch schon unter der CDU in BaWü eingeschränkt bzw gestrichen wurden.
Oft wurde die Einkommensgrenze so gesenkt, dass die Leistungen nur mehr für Hartz IV Empfänger gut waren. Wobei die Leistungen dann als Einkommen zählten und die Hartz IV Empfänger nur ein bisschen mehr Papierkram hatten, aber nicht mehr Geld.
Anderes, wie Zuschuss für Familienferien in Familienferienstätten wurde komplett gestrichen.
Das einzige was offensichtlich in den Politikerhirnen familienpolitisch gut ist, sind Krippen, Horte und ich erwarte eigentlich stündlich eine wissenschaftliche Studie, dass es Heimkinder viiiiel viiiiel besser haben, als "normale" Kinder.

Weiter  frag ich mich schon immer, wie eine Lehrerin, eine Erzieherin, eine Sozialarbeiterin, eine Krankenschwester, fremde Kinder lieben können will, wenn sie die eigenen abgetrieben, bzw verhütet (verhüten tut man ja was schlechtes) hat.
Und ich frage mich, wie die männlichen Pendants fremde Kinder lieben können wollen, wenn sie die eigenen nicht gewollt haben.
Man kann es drehen und wenden, wie man will Humanae vitae  ist und bleibt eine prophetische Enzyklika.
Und erfreulich und zum Thema passend, der  diesjährige Marsch für das Leben hatte mehr Teilnehmer, als letztes Jahr, während es weniger Störer gab.
Hier ein Link zu einer Videoaufzeichnung des 'Marsches für das Leben', ist wirklich imposant.
Und der beste Link zum Schluß
Don Alipius hat es auf den Punkt gebracht:
Bild von hier!
Danke fürs Kopierendürfen !!


1 Kommentar:

  1. Sehr guter Artikel Ester, Du hast den Nagel auf en Kopf getroffen. Übrigens -was das Statistische Bundesamt sagt- steht so Wort für Wort und Zahl für Zahl im verfemten Sarrazin-Buch: "Ein Land schafft sich ab."
    Er errechnet anhand der Zahlen -und der möglichen Nettoreproduktionsrate ( so heißt das) bei den immer mehr weniger werdenden potentiellen Müttern, wann wir die 20-Millionengrenze unerschreiten und wann wir so viele autochthone Einwohner haben werden wie Dänemark- ganz unauafgeregt. Und er sagt, das ist jetzt schon umunkehrbar.
    Daran werden auch Tausende von Krippenolätzen nichts mehr andern.
    Darüber hat sich vorsichtshalber keiner erregt, keiner hat ihn widerlegt und alles geht seinen gewohnten Gang- wir starren auf die Muslime als Immigranten, die´s richten sollen- gleich zu welchen Kosten und Folgen.
    Man kann in der Tat nur sagen: ein Land schafft sich ab.

    AntwortenLöschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.