Freitag, 28. September 2012

Kinder, warum Lieschen Müller keine will und was R. Guardini dazu meint

Heute habe ich zufällig Radio gehört.
da war irgendso ein Psychologe am Start und die Anrufer waren "Lieblingskinder", die da anrufen konnten, sich öffentlich ausweinen und vom Psychologen versichert bekamen, "Ja, ja es ist schon schwer, wenn man das Lieblingskind ist. Immer im Focus der Eltern, während die anderen machen dürfen, was sie wollen"
Da fiel mir ein, wie das so ist mit den Kindern in der allgemeinen Meinung.
Also ein Einzelkind ist voll daneben, die sind automatisch verwöhnt, werden dadurch unselbständig und weil sie nur mit Erwachsenen Kontakt haben, unsozial.
Kriegt man also ein zweites ist es schon wieder blöd. Das ältere Kind wird dann vernachlässigt, es wird zuviel von ihm verlangt und das jüngere verwöhnt und s.o.
Kriegt man dann noch ein drittes, ist es noch blöder.
Das ältere s.o. Das bislang Jüngste rückt hin in die Position eines "Sandwichkindes", das untergeht zwischen dem verwöhnten Jüngeren und dem geplagten Älteren.
Kriegt man noch mehr, ist man sowieso asozial und als Eltern überfordert, kann nicht allen Kindern gerecht werden, das können nämlich nur voll ausgebildete Kindergärtnerinnen in Gruppen ab 20 Kindern und voll ausgebildete Lehrerinnen bei einem Klassenteiler von 32 Stück. (ist ironisch gemeint)



Lässt man die Kinder nicht machen, was sie wollen, will man sie kontrollieren  ihr Leben stalken, wobei uns ja der Psychologe heute morgen versichert hat, das sei optimal die Kinder machen zu lassen, was sie wollen.
Man kann es drehen und wenden, wie man will, bei den Leuten kommt an:
Kinder haben ist für die immer eine Quelle der Ungerechtigkeit (s.o) und des Leids, also ist es viiiiiel besser, man kriegt keine, damit erspart man nämlich seinen Kindern das schlimme Schicksal,  geplagter Ältester, verwöhntes Nesthäkchen oder Sandwichkind zu sein.
Hier übrigens eine gute Analyse, wie sich die Politiker immer wieder in die Tasche lügen und warum die Steigerung der Geburtenrate pro Frau die demografische Katastrophe nicht aufhält.
Richtig ist, die Stellung in der Familie, das Sein anundfürsich, ist oft nicht so einfach. Schon der Psalmist stellt fest "Des Menschen Zeit ist 70 Jahre, wenn es hochkommt 80 Jahre und das Beste daran ist viel Mühsal und Beschwer!"(Psalm 90).
Nur fehlt dem modernen  Menschen das Urvertrauen in einen Gott, der weiß was er treibt und wen er wo hinstellt.
Romano Guardini hat das in einem sehr lesenswerten Essay mal so ausgedrückt.
Man muss sich so annehmen, wie man ist, das sei Grundlage christlicher Existenz.
Der Titel alleine reicht, er lautet "Die Annahme seiner selbst" Untertitel "Den Menschen erkennt nur, wer von Gott weiß"
Hier liegt wohl der Hase im Pfeffer, das einem die Politiker aller couleur so orientierungslos vorkommen, bzw unendlichen Stoff für Satire bieten,  und die Vorschläge zur Rettung der Menschheit, unseres Wohlstandes und die Diskussion über die Frage "Wo und wie hätten wir's denn gerne?" so irreal erscheinen.
Man weiß nichts mehr von Gott!


2 Kommentare:

  1. Und unser Lieschen Müller ist passionierte Fernsehzuschauerin. In jedem Spielfilm und in Seifenopernfolge nach Seifenopernfolge sieht sie, daß Babys schreckliche Plagegeister sind, die ununterbrochen schreien und die ihre Mütter /Eltern spielerisch an den Rand des Wahnsinns,an den Rand der Depression und an den Rand des Zusammenbruchs bringen. Da tut es nichts zur Sache, wer die Eltern sind, wie die familiären Beziehungen, das Umfeld: jedes Kind ist ein Schreikind, Babys schlafen keine Sekunde lang, glucksen nie zufrieden, schmelzen nicht in Sekundenschnelle das Herz ihrer Eltern indem sie lächeln.
    Sie schreien und haben die Windeln immer voll- Punkt!Die wahren Kinderfeinde sitzen also auch in den Drehbuchautorenstuben der ÖR-Anstalten und bringen das armen Lieschen M., besonders wenn die noch im Teenagermodus steckt, durch die steter-Tropfe-höhlt-den-Stein-Dauerberieselungsmethode mit der Botschaft: "Dein Baby, das Monster" dazu, doch lieber ganz auf eigene Kinder zu verzichten.

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    1. danke für deinen Kommentar trifft's. Wenn man dann noch denkt, das der SKF (Sozialdienst katholischer Frauen) mal so ne Puppe im Angebot hatte, die auch beständig schrie, hauptsächlich nachts und die an junge Mädchen verleihen hatte, von wegen real feeling wie so ein Baby ist.(wobei so eine Puppe natürlich nicht so lächeln kann, das man nur noch glücklich ist).......... damit die sich das ja gut überlegen mit einem Kind! muss man sich wundern, das es überhaupt noch einige Neadertaler gibt, die Kinder kriegen.

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