Donnerstag, 20. September 2012

Neuer Volkssport "Bischöfe abschießen"?

Wir erinnern uns alle noch ungerne an die "Aktion Bischof Mixa", die im Zusammenhang mit dem Missbrauchshype die deutschen Medien ins Jagdfieber versetzte. Voller Furcht vor dieser Medienhetze zogen sich die Mitbrüder lieber zurück oder machten mit den Medien gemeinsame Sache, um ja nicht selbst ins Visier dieser allgemeinen Hexenjagd zu gelangen.

Wir hatten es geahnt: Was einmal geklappt hat - nämlich in Zusammenarbeit mit den Medien einen unliebsamen Bischof abzusägen, wird weiter versucht.
Vor einem halben Jahr sollte es Bischof Zdarsa treffen - wir erinnern uns an den Aufruhr in Augsburg wegen des Verbotes der Wortgottesdienste. Als sich aber so gar nichts bewegte, die Demonstranten immer weniger wurden, zog sich die Süddeutsche weitgehend zurück und Bischof Zdarsa war erst mal aus der Schusslinie.

Inzwischen hat es sich bis nach Limburg herumgesprochen, dass man es doch mal versuchen könnte, mit Hilfe der Medien den Bischof, der offensichtlich einigen Leuten nicht in den Kram passt, auf die "bewährte Art" loszuwerden. Bewährte Art heißt erst mal: Dinge die nach außen hin negativ wirken, in die Medien zu bringen. Diesmal war's der Spiegel, der mit Lügen-Geschichten in die Jagd einstieg.

Dass hinter den Spiegel-Artikeln Informanten aus dem Umfeld des Bischofs stecken mussten, war zu vermuten. Denn die "Inputs" mussten ja wohl aus dem Bistum kommen.
Inzwischen hat das Bistum Limburg mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg erreicht, dass der Spiegel in dieser Sache nicht mehr lügen darf, d.h. Falschbehauptungen in Sachen 1. Klasseflug kann sich  der Herr Wensierski jetzt erst mal sparen. Sonst wird's teuer.
Dafür gibt es jetzt einen Dekan in Frankfurt, der offen gegen seinen Bischof agiert und dazu mit den Frankfurter Zeitungen und anhängenden Provinzausgaben paktiert. Es soll auch schon eine Unterschriftenaktion (!) von mehreren Priestern geben, die wohl bald ihren Weg in die Top-Schlagzeilen machen wird.
Ich frage diese Herren jetzt mal stellvertretend für alle anderen: Haben Sie nicht bei Ihrer Weihe Gehorsam gelobt? Ist Ihnen langweilig in Ihrer Position, wären Sie selbst gerne Bischof geworden?

Was bewegt solche Leute, die doch gelobt haben, sich in den Dienst von Gott und Kirche zu stellen, sich nicht um ihre eigentliche Aufgabe zu kümmern, sondern ihre ganze Kraft dahingehend zu investieren, anderen zu schaden? Haben die nix zu tun? Da wird doch seit Jahren gejammert, es gäbe einen Priestermangel in Deutschland, aber offensichtlich gibt es noch zu viele. Wie sonst könnte es sein, dass so viele "hochrangige Priester" so viel Zeit haben, ihrer Jagdleidenschaft zu frönen, anstatt sich um ihre Pfarreien und die Gläubigen zu kümmern? Werden die Beichtzeiten deshalb reduziert, damit man mehr Zeit zum Jagen oder intrigieren hat? Oder ist es den Priestern, die solche Pamphlete gegen ihren Bischof unterschreiben am Ende peinlich, wenn ihre Gläubigen die gleichen Sünden beichten, die sie selbst begehen?
Wie wollen solche "Seelsorger" noch von den Gläubigen ernst genommen werden, wenn sie ihre Seele an die Medien verkaufen, nur um berühmt zu werden?
Irgendwie begreife ich das alles nicht mehr.


2 Kommentare:

  1. also eher ist das doch wohl ein Sport bestimmter Meinungserzeuger wie SpOn, SZ,ZEIT und je nach Diözese lokaler Blättchen, artverwandter Fernseh-und Rundfunkredaktionen. Das Volk ist da eher passiver Zuschauer, während Interessengruppen und Lobbies innerhalb und mehr oder weniger knapp außerhalb der Kirche wie ZdK, Wisiki und Anhänger einer protestantisierten Nationalkirche begeistert Zulieferdienste leisten, anfeuern und wenn mgölich mitmachen.

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    1. Die ersten laufen vorneweg und das Volk läuft hinterher und freut sich über die Belustigung der Hexenjagd. Das kennen wir doch .... Und die Foren sind entsprechend voll geschrieben. Wie gut, dass der Herr Wensierski mit seinen Lügen erstmal nicht weitermachen kann.

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